Arteriosklerose

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Eine Gefäßverkalkung kann in schlimmen Fällen zu einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall und anderen Durchblutungsstörungen führen.
Umgangssprachlich spricht man davon, dass die Adern „verkalken“. Eine Gefäßverkalkung ist im medizinischen Bereich unter dem Begriff der Arteriosklerose bekannt, welcher die Erkrankung der Schlagadern (Arterien) meint. Diese Blutgefäße sind dafür zuständig, dass das Blut vom Herzen zu den Organen, den Muskeln und dem Gewebe weitergeleitet wird. Auch wenn man oft von einer Arterienverkalkung spricht, kommt es allerdings weder zu einer Ablagerung von innen, noch ist die Rede von chemischem Kalk – atherosklerotische Plaques enthalten aber oft andere Calciumsalze, die für das Verhärten des Gefäßes verantwortlich sind.

Was passiert bei Arteriosklerose?Empfehlung mit Herz blockierte-Arterie-durch-Arteriosklerose Arteriosklerose

In den Arterien entstehen bei einer Arteriosklerose Ablagerungen aus Fett und Kalk, sogenannte Plaques. Die Gefäßwand verändert sich dahingehend, dass sie starrer und dicker und die innere Öffnung enger wird. Das Blut wird darin gehindert gut durchzuströmen, was zu Durchblutungsstörungen führt. In schlimmen Fällen bildet sich zudem ein Pfropf aus Blutplättchen (Thrombus), welcher den kompletten Gefäßverschluss verursacht und einen Infarkt entstehen lässt.
Die Erkrankung der Arteriosklerose kann alle Arterien befallen. Ganz besonders gefährlich und häufig sind Durchblutungsstörungen an den Hirnschlagadern und am Herz. Die Hauptursache von Herz-Kreislauferkrankungen, worunter Herzinfarkte, Herzschwächen und Schlaganfälle zählen, ist die Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Die Hälfte aller Todesursachen in der westlichen Welt sind durch eine Gefäßverkalkung verursacht worden. Auch Durchblutungsstörungen in den Beinen entstehen häufig durch verkalkte Adern. Dies nennt man umgangssprachlich „Raucherbein“ oder „Schaufensterkrankheit“. In der Medizin redet man jedoch von dem Begriff: periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Die systematische Erkrankung Arteriosklerose beschreibt vornehmlich das Schlagadergefäßsystem unter Einbeziehung der Gefäßwandschichten. Sie verläuft oft asymptomatisch über Jahre hinweg.

Was ist die häufigste Ursache von allgemeinen Gefäßkrankheiten?

Die häufigste Ursache von Gefäßkrankheiten ist durchaus die Krankheit der Arteriosklerose (ugs. Arterienverkalkung). Durch eine sklerotische Veränderung des Schlagadergefäßsystems kommt es grundsätzlich zu Ablagerungen von Fettstoffwechselprodukten und Verkalkungen an den Gefäßwänden in allen Gefäßabschnitten. Solche Ablagerungen können infolge dessen zu Einengungen und auch zur Ausbildung von Blutgerinnseln führen, sowie zu nachgeschalteten Embolien und Gefäßverstopfungen durch Blutgerinnsel.
Die Arterienverkalkung ist eine krankhafte Einlagerung von Cholesterinester, aber auch anderen Fetten in der inneren Wandschicht arterieller Blutgefäße. Bevorzugt tritt die Verkalkung an den Herzkranzgefäßen, der Aufzweigung der Halsschlagader und den großen Beinarterien auf. Sie ist als ein chronisch entzündlicher Prozess zu bezeichnen: Auch schon bei jungen Menschen sind fettige Streifen in den Gefäßen nachweisbar, welche sich mit der Zeit zu atherosklerotischen Plaques entwickeln. In diesen ist ein Fettkern, der bedeckt ist von einer mehr oder weniger stabilen Bindegewebsschicht überdeckt ist. Die Gefäße werden durch die atherosklerotischen Plaques so sehr verengt, dass das betroffene Organ durch die mangelnde Sauerstoffversorgung beeinträchtigt wird. Für den Betroffenen äußert sich dies beispielsweise als Brustenge (Herz) oder Schaufensterkrankheit (Bein).

Welche Faktoren begünstigen das Entstehen von Arteriosklerose?

Es kann vorkommen, dass atherosklerotische Plaques einreißen, wodurch Blutgerinnsel entstehen. Diese verstopfen das Gefäß vollständig, woraus medizinsche Notfälle wie beispielsweise Herzinfarkte und Schlaganfälle resultieren. Es kann zu Einblutungen und/oder zu der Bildung von Tromben kommen. Nicht nur der Verschluss der Gefäße (Embolie) ist gefährlich, auch die nachfolgenden Beschwerden einer lokalen Hypoxie und Nekrose sind lebensbedrohlich. Die Atherosklerose ist nicht nur eine der weltweit häufigsten Todesursachen, sondern auch eine Zivilisationskrankheit.
Die Entstehung der Arteriosklerose wird auch durch die Darmflora beeinflusst. Darmkeime können so aus den Phosphatidylcholinen (auch „Lecithin“) und L-Carnitin, die aus der Nahrung aufgenommen wurden, Trimethylamine bilden. Diese werden dann in der Leber zu Trimethylamin-N-Oxid (TMAO) verstoffwechselt. Diese besitzt pro-arteriosklerotische Eigenschaften und es wird vermutet, dass TMAO den Cholesterintransport aus der Zelle zunehmend unterdrückt. Infolge dessen kommt es zur Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßwänden, wodurch das Entstehen von Arteriosklerose begünstigt wird.

Gibt es unterschiedliche Formen der Arteriosklerose?

Eine Form der Arterienverhärtung (Arteriosklerose, aus dem altgriechischen ἀρτηρία artería, deutsch ‚Ader‘ und σκληρός sklerós, deutsch ‚hart‘) ist die Atherosklerose. Im Deutschen wird Arteriosklerose wird meist synonym zu Atherosklerose verwendet, umfasst als Überbegriff, jedoch streng genommen auch die Mönckeberg-Sklerose, bei welcher die mittlere Gefäßschicht durch Einlagerung von Calciumsalzen verhärtet. Aber auch die Arteriolosklerose ist darin mit eingeschlossen. Pathologen bezeichnen damit die Einlagerung hyaliner Substanz in die Arteriolen bestimmter Organe. Die Atherosklerose zählt innerhalb der Gefäßerkrankungen (Angiopathien) zu den Makroangiopathien, da sie Arterien (größere Gefäße) betrifft. Störungen der Mikrozirkulation wie die diabetische Mikroangiopathie sind jedoch davon abzugrenzen.

Die Schlagader ist grundsätzlich in verschiedenen Schichten aufgebaut:

  • einer besonders glatten Innenschicht, dem Endotel
  • einer Gefäßmuskulaturwandschicht, die je nach Gefäßabschnitt kräftiger ausgeprägt ist
  • einer umgebenden bindegewebigen Hüllschicht, mit der die Schlagader in der jeweiligen Körperregion verankert ist

 

Eine Arteriosklerose ist abhängig vom Alter und bei Menschen die über 80 sind praktisch immer vorhanden.
Das Herz pumpt Tag für Tag circa 10.000 Liter Blut durch den menschlichen Körper, durch Arterien, Venen und einer Menge kleiner Blutgefäße. Dies ist ein lebenswichtiger Prozess. Die Zuleitungen und Abflüsse des Blutes sind bei jungen Menschen noch geschmeidig, robust, biegsam und leistungsstark, etwa vergleichbar mit den Schläuchen eines V6-Motors. Aber gerade bei Männern ab 40, sind oft Verschleißerscheinungen sichtbar: Das Material wird hart, spröde, die Schläuche bröseln und Ablagerungen verstopfen die Durchgänge. All das hat eine Arteriosklerose zur Folge.
Ein schleichender Verschleißprozess, der sich heute gut behandeln lässt.

Bei einer Arteriosklerose können Folgeerscheinungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, plötzlicher Herztod, Thrombose, Angina pectoris oder Ischämie eintreten. Die Erkrankung kommt nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über Jahre, jedoch werden die gefährlichen Engpässe in den Arterien oft erst sehr spät entdeckt. Zudem ist Arteriosklerose eine Krankheit, die sich nicht wieder rückgängig machen lässt. Arterielle Gefäße die einmal verschlossen sind, öffnen sich nicht wieder von alleine. Jedoch lässt sich heutzutage einiges dagegen tun, die Krankheit weiter fortschreiten zu lassen. Verschlossene Gefäße können minimalinvasiv wieder geöffnet oder mit einem Bypass umschifft werden.
Der große technische Fortschritt und die zunehmende Spezialisierung der Ärzte in der Medizintechnik, ermöglicht daher heute in vielen Fällen sowohl große, als auch sehr kleine Gefäße wieder durchgängig zu machen. Zudem kann die Blutversorgung aller Körperregionen wieder gesichert werden.

Arterien bestehen aus 3 Schichten, damit diese sich bestmöglich an ihre Aufgaben anpassen können:

  • Innenschicht (Intima): Diese besteht aus Endothelzellen, die dafür sorgen, dass das Blut reibungslos fließt
  • Mittelschicht (Media): Diese besteht aus einer Muskelfaserschicht, durch die das Gefäß seinen Durchmesser (Lumen) verändern kann. Dies ist wichtig, zum Beispiel bei Veränderungen des Blutdrucks
  • Außenschicht (Adventitia): Diese besteht aus Bindegewebe und umhüllt die beiden anderen Schichten

 

Was verursacht die Veränderungen?

Eine arterielle Verschlusskrankheit, oder auch Arteriosklerose, ist eine Veränderung in den Gefäßwänden der Arterien, also diese Gefäße, die das Blut vom Herzen wegführen.

Es handelt sich um Ablagerungen von …

  • Fettsäuren (Lipiden)
  • komplexen Kohlenhydraten (Zucker)
  • Cholesterin
  • geringen Mengen Kalk
  • Gewebewucherungen

 

Im Extremfall werden die Schlagadern durch diese Ablagerungen verhärtet und undurchlässig, was zu einer Unterbrechung der Versorgung mit Sauerstoff und Blut in einem Organ führen kann. Gefäßverzweigungen sind besonders anfällig.

Hinweis:

Arteriosklerose kann nicht nur alle Arterien im Körper betreffen, sondern speziell auch Gefäßverzweigungen. Dazu zählen neben der Halsarterie auch die Aorta und die Oberschenkelarterie.

Arteriosklerose Symptome

Die Symptomatik der Beschwerden von Patienten ist abhängig vom betroffenen Gefäßabschnitt. Arteriosklerotische Gefäßverkalkungen im Bereich der Beine können so zu Durchblutungsstörungen führen, welche sich durch Belastung verstärken. Beispielsweise spüren betroffene Patienten nach einer gewissen Laufstrecke Schmerzen in den Beinen, ganz besonders in den Waden. Typischerweise lässt der Schmerz jedoch nach, wenn der Patient eine Weile stehen bleibt (Schaufensterkrankheit: siehe unten). Nach dem Weitergehen setzt der Schmerz allerdings wieder ein.
In einigen anderen Gefäßabschnitten, besonders in der Halsschlagader, kommt es durch Arteriosklerose bedingte Einengungen der hirnversorgenden Arterien zu Beschwerden wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Einschränkungen der Merkfähigkeit bis hin zum durchblutungsbedingten Schlaganfall.

Häufige Anzeichen von Arteriosklerose

Häufig entwickelt sich eine Arteriosklerose über Jahre hinweg unbemerkt und schleichend. Im ersten Stadium ruft die Erkrankung keine Beschwerden hervor – solange bis die Gefäßerkrankung so vorangeschritten ist, dass es zu einem Herzinfarkt und/oder einem Schlaganfall kommt.
Auch die sogenannte Nekrose, die das Absterben von Gewebe durch zu geringe Blut- und Sauerstoffversorgung meint, kann durchaus eine mögliche Folge einer Gefäßverengung oder Gefäßverstopfung sein. In sehr schlimmen Fällen muss die betroffene Extremität dann amputiert werden.

Ernste Warn und Arteriosklerose Symptome sind …

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschmerzen
  • Brustenge (Angina pectoris)
  • Schwindel
  • Taubheitsgefühl
  • Ohnmachtsanfälle
  • Schmerzen in Armen und Beinen

 

Typischerweise strahlen die Schmerzen in den Armen in die Brust ab, wohingegen jene in den Beinen das Gehen von längeren Strecken unmöglich machen. Dabei entwickelt sich die sogenannte Schaufensterkrankheit: Kurz nach der Wegstrecke bleiben Betroffene schmerzbedingt stehen und machen eine kleine Pause. Durch eine im Stehen veranlasste bessere Durchblutung, schwindet der Schmerz und es können erneut wenige Schritte zurückgelegt werden. Dies ist solange der Fall, bis der Schmerz wieder so groß ist, dass eine Pause gemacht werden muss – als ob sich der Patient die Auslagen in jedem Schaufenster ganz genau und lange ansehen würde.

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Wenn man es genau nimmt, ist Arteriosklerose keine Krankheit. Eher ist sie ein natürlicher Alterungsprozess, der sich bei jedem Menschen unterschiedlich (bei einem mehr, bei dem anderen weniger) bemerkbar macht. Von der Erkrankung betroffen sind häufig Männer ab dem 40. Lebensjahr. Sollte es vorkommen, dass Arteriosklerose schon in der Jugend auftritt, handelt es sich um Fettansammlungen in den Gefäßen, die überwiegend durch falsche Ernährung und starkes Übergewicht bedingt sind.

Welche Faktoren können Arteriosklerose auslösen?

Vier Faktoren gelten als Hauptursachen für eine Arteriosklerose

 

Trotz intensiver Forschung konnte der Grund für die Arteriosklerose Ursachen jedoch bislang nicht endgültig geklärt werden. Allerdings ist einwandfrei belegt, dass Männer ein höheres Risiko aufweisen an einer Arteriosklerose zu erkranken als Frauen. Eine genetische Disposition und das Alter spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei dieser Erkrankung.

In den Arterien entstehen bei einer Arteriosklerose Ablagerungen aus Fett und Kalk – sogenannte Plaques. Die Gefäßwand verändert sich, wird dicke rund starrer und die innere Öffnung wird enger. So kann das Blut nicht mehr gut durchströmen und es kann zu Durchblutungsstörungen kommen. Im schlimmsten Fall bildet sich zudem ein Pfropf aus Blutplättchen (Thrombus) und es droht anschließend ein kompletter Gefäßverschluss, ein Infarkt.

Die Erkrankung der Arteriosklerose kann alle Arterien befallen. Besonders gefährlich und häufig vorkommend, sind Durchblutungsstörungen am Herzen und an den Hirnschlagadern.

Die Hauptursache von Herz-Kreislauferkrankungen, wie beispielsweise Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall, ist eine Arterienverkalkung. An etwa der Hälfte aller Todesfälle (in der westlichen Welt) ist die Gefäßverkalkung schuld.

Gleichermaßen auf das Konto verkalkter Adern gehen die in den Beinen entstehenden Durchblutungsstörungen – umgangssprachlich „Raucherbein“ oder „Schaufensterkrankheit“ genannt. Unter Medizinern nennt man diese Erkrankung periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Risikofaktoren die eine Arteriosklerose begünstigen

Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen und schlechte Blutfettwerte und vor allem hohe LDL-Cholesterin-Werte zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für Arteriosklerose. Allerdings liegt schon in den Erbanlagen eine Neigung zu der Krankheit. Zusätzlich steigt das Risiko mit dem Alter an. Unglücklicherweise zeigen sich bei der Gefäßverkalkung anfangs keinerlei Beschwerden, weshalb sie oft lange unbemerkt bleibt. Erektionsstörungen können ein früher Hinweis auf Arteriosklerose sein. Deshalb sollten Potenzschwierigkeiten unbedingt Anlass für eine Untersuchung bei einem Arzt sein.

Arteriosklerose Behandlung

Zum einen besteht die Behandlung der Arteriosklerose aus der Behandlung der Grunderkrankungen, aus der Behandlung der Stoffwechselstörung, der Behandlung der zugrunde liegenden Zuckerkrankheit, sowie aus der Behandlung des arteriellen Bluthochdrucks. Zum anderen aus der Behandlung der Gefäßveränderungen die bereits symptomatisch geworden ist, wie beispielsweise höhergradige Einengungen oder Gefäßverschlüsse.

Wie sieht eine Arteriosklerose Behandlung aus?Empfehlung mit Herz implantierter-Stent-nach-Herzinfarkt-Arteriosklerose-durchblutungsstörungen Arteriosklerose

Vor allem die richtige Therapie und eine gesunde Lebensweise helfen dabei, die Krankheit zu bremsen oder teilweise sogar ganz rückgängig zu machen. Eine weitere Möglichkeit die manchmal zum Einsatz kommt, ist ein Eingriff mit dem die Durchblutung wieder verbessert wird. Bei diesem Eingriff dehnen die Ärzte die Gefäßengstellen mit einem Ballonkatheter auf und erzielen gleichzeitig die Stabilisierung derer mit einer minimal kleinen Gefäßstütze in Form eines Gittergeflechts (sog. Stent). Zum Einsatz kommt die dafür nötige Technik unter anderem am Herz (als Herzkatheter) und an den Hirnschlagadern. Mit Hilfe von Kathetern lassen sich in einigen Fällen auch Gerinnsel, die größere Gehirngefäße verschließen, entfernen (Thrombektomie). Damit ist diese Therapie allerdings an besonders erfahrene Zentren gebunden.

Welche Medikamente helfen bei einer Arteriosklerose Behandlung?

Heutzutage zählen zu der medikamentösen Behandlung der Arteriosklerose Medikamente zur Blutdruckeinstellung, Medikamente zur Optimierung der diabetischen Stoffwechsellage, sowie zur Senkung des Fettstoffwechsels zum Standard-Portfolio.
Je nach Lokalisierung reicht das Konzept der Behandlung von Gefäßeinengungen und -verschlüssen von der katheterinterventionellen Therapie mit Hilfe der Aufdehnung bis hin zur chirurgischen Freilegung, der chirurgischen Ausschälplastik sowie der Überbrückung von Gefäßverschlüssen mit Hilfe der Anlage von Gefäßbypässen.

Heilungsaussichten der Arteriosklerose

In erster Linie befasst sich die Arteriosklerose Behandlung mit dem Verhindern des Fortschreitens der bestehenden Gefäßerkrankung. Ein wichtiger, weiterer Aspekt ist eine Behandlung von lokalen Komplikationen, die durch das Beheben von Gefäßeinengungen oder Verschlüssen beseitigt werden. Um den drohenden Schlaganfall zu verhindern, ist die einzige Möglichkeit das chirurgische Beheben von hochgradigen Gefäßeinengungen im Bereich der Halsschlagaderchirurgie.

Vorbeugen – so geht’s

Um seine Blutgefäße gesund und jung zu halten kann jeder selbst auch etwas dafür tun: Zum Beispiel nach den Prinzipien der Mittelmeerküche – ausgewogen essen. Darunter zählt reichlich Obst und Gemüse und wenig tierische Fette. Zudem ist wichtig: viel Bewegung, Verzicht auf Zigaretten, Abbau von Übergewicht und Stress, regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks, des Blutzuckers und der Blutfette und die Behandlung bei schlechten Werten.
Der medizinische Ausdruck für die Veränderung an einer Gefäßwand ist Atherosklerose. Manchmal wird dieser Begriff als Synonym für Arteriosklerose verwendet, wobei er streng genommen nicht genau dasselbe meint. Nicht von der Arteriosklerose betroffen sind die Venen, die das Blut aus der Körperperipherie zum Herzen zurückleiten.

Operative Therapie der Arteriosklerose

Minimal-invasive Operation ermöglicht den Durchfluss betroffener Gefäße.
Vor einigen Jahren galt häufig: Umso kleiner das Gefäß, desto schwieriger ist die Möglichkeit für eine gelingende Therapie. Jedoch ist es heute dank fortschrittlicher Methoden sogar möglich, auch kleinste Arterien wieder zu eröffnen – minimal-invasiv.
Um Verschlüsse zu öffnen oder den Durchfluss in den Gefäßen wieder zu erhöhen, wird ein minimal-invasiver Eingriff durchgeführt. Dieser ist ganz individuell auf den allgemeinen Gesundheitszustand des jeweiligen Betroffenen abgestimmt, sowie auf den Grad der Erkrankung und die speziellen Charakteristika der betroffenen Organe. Hierfür schieben die operierenden Ärzte hauchdünne Katheter durch die Leiste und gehen Stück für Stück von hieraus zum betroffenen Gefäß im Kopf, Herz, Bein oder Arm vor.
Das Gefäß kann so beispielsweise nur unter einer lokalen Betäubung an einer einzigen Stelle punktiert und mit einem winzigen Ballon geweitet und wieder durchgängig gemacht werden. Bezeichnet wird diese relativ häufig angewendete Technik als Angioplastie.

Bypass oder Stent?Empfehlung mit Herz implantatsprozedur-Stent-nach-herzinfarkt-arteriosklerose-durchblutungsstörung-1024x1024 Arteriosklerose

Liegt ein vollständiger Gefäßverschluss vor, besonders einer bei größeren Gefäßen, kann es sein, dass unter Umständen eine Bypass-Operation notwendig ist. In einem solchen Fall wird die bisherige Engstelle durch ein künstliches Venenstück überbrückt bzw. umschifft. Verwendet wird hierzu meist körpereigenes Material oder auch eine Kunstvene. Auch die künstlichen Materialien sind dank weiterentwickelter Technik heute sehr verträglich.
Liegen nur kleine Gefäßverschlüsse vor, können auch Stents gesetzt werden die die Verschlüsse wieder öffnen können: Die betroffene Vene oder Arterie wird durch den Einsatz eines kleinen Drahtgeflechts geweitet und verstärkt. Dies geschieht komplett über eine minimal-invasive Leistenoperation. Die Patienten können gewöhnlich nach 24 Stunden die Klinik verlassen. Dies ist jedoch abhängig von der Größe des Eingriffs und dem Wohlbefinden im Anschluss.

Zusammenarbeit von Gefäßchirurgen und Kardiologen bei der Arteriosklerose Behandlung

Gefäßchirurgen arbeite immer öfter mit einem Team mit Kardiologen zusammen, um noch bessere Resultate zu erzielen. Kardiologen weisen eine große Expertise auf, wenn es um das Einsetzen kleinster Stents bei Herzoperationen geht. Diese wertvollen Erfahrungen lassen sich auch auf die Operation von Arterien übertragen.

Reha nach Arteriosklerose-OP

Rehabilitation ist nach langem Krankenhausaufenthalt sinnvoll.
Nach einem Krankenhausaufenthalt sollte sich, je nach Art und Umfang der durchgeführten Gefäßoperation, eine Rehabilitation anschließen. Dies gilt vor allem für die Patienten die schwere Schlaganfälle oder Herzinfarkte erlitten haben. Sollten nur kleinere Eingriffe gemacht worden sein, bei denen keine Beschwerden oder gesundheitliche Einschränkungen vorkommen, können die Patienten auch schon nach einigen Stunden oder Tagen das Krankenhaus verlassen. Anschließend werden sie durch niedergelassene Spezialisten oder den Hausarzt weiter betreut.

Arteriosklerose OP – Worauf Sie danach achten sollten

Nach der OP: Lebensstil ändern!

Jedoch gilt für alle behandelten Patienten mit einer Arteriosklerose: Selbst nach einer erfolgreich durchgeführten Operation, ist die Krankheit allerdings nicht endgültig besiegt. Um das Voranschreiten der Erkrankung zu kontrollieren, ist neben einer konsequenten Supervision und einer medikamentösen Folgebehandlung eine weiterführende Therapie notwendig.
Unter Umständen gehört hierzu auch das Verändern der eigenen und bisherigen Lebensgewohnheiten. Zum Beispiel kann dies bedeuten, dass mit dem Rauchen aufgehört werden muss oder man die Ernährung komplett umstellen sollte. Zudem kann Bewegung dabei helfen die Risikofaktoren für eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu verringern.

folgendes können Sie gutes tun für Ihre Gefäßen …

  • Besonders gefährdet sind Ihre Gefäße durch Rauchen. Sie sollten versuchen damit aufzuhören. Allein 1 bis 2 Zigaretten am Tag können die Erkrankung wieder hervorrufen.
  • Lassen sie regelmäßig ihren Blutgerinnungswert (Quick-Wert) von Ihrem Hausarzt untersuchen, sollten Sie gerinnungshemmende Mittel nehmen müssen. Die verordneten Tabletten sollten genau nach Vorschrift eingenommen werden, weil jede unkontrollierte Unterbrechung der Behandlung zur Folge haben kann, dass sich ein neuer Gefäßverschluss bildet.
  • Achten Sie auf Ihr Körpergewicht, bzw. versuchen Sie abzunehmen, wenn Sie übergewichtig sind.
  • Bevorzugen Sie fettarmes, aber eiweißreiches und vitaminreiches Essen. Im besten Fall essen sie 5 kleinere Mahlzeiten am Tag, da dies besser ist als 3 ausgiebige. Führen Sie 1- bis 2-mal die Woche einen Obst- oder Reistag ein. Alkohol ist erlaubt, allerdings nur in vernünftigen Mengen. – Die Menge macht das Gift!
  • Gefördert wird der Blutkreislauf in der Regel durch körperliche Bewegung. Fangen Sie mit einfachen Übungen an, wie beispielsweise 5 Minuten Körpergymnastik am Tag. Sollte es möglich sein, sollten Sie 2 Mal eine halbe Stunde spazieren gehen, jedoch nur innerhalb Ihrer schmerzfreien Gehstrecke.
  • Gehen Sie in regelmäßigen Abständen zu den Nachuntersuchungen bei Ihrem Hausarzt: 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 2 Jahre usw. nach der Arteriosklerose OP. So lässt sich sicher festgestellen, ob die Gefäßerkrankung zum Stillstand gekommen ist oder ob eine erneute oder weitere Behandlung und Therapie notwendig ist.
  • Wenn Sie eine erneute Durchblutungsstörung bekommen (Blasswerden und Kaltwerden der Füße, starke Schmerzen), suchen Sie bitte sofort Ihren Hausarzt auf.