Arthritis

Arthritis (Gelenkentzündung)

Was ist eine Arthritis?

Ist ein Gelenk entzündet, spricht man von einer Arthritis. Arth-stammt aus dem Griechischen und bedeutet Gelenk oder Glied, -itis ist die Wortendung für Entzündungen. Davon abzugrenzen ist die Arthrose (degenerative Veränderungen), ein sog. kaltes Geschehen durch Gelenkverschleiß. Anders als bei einer Arthrose führt die Arthritis durch Entzündungen zu Überwärmung, Gelenkergussbildung, Schwellung und Rötung. Sie kann plötzlich auftreten, sprich akut, oder immer wieder aufkommen.

Rheumatoide Arthritis

Am häufigsten tritt die rheumatoide Arthritis auf. Durch eine fehlgesteuerte körpereigene Abwehr wird das Gewebe und die Gelenke vom Immunsystem angegriffen. Dabei handelt es sich um eine chronische Krankheit, die in ihrem Verlauf fortschreitet und sich oftmals zu einer Polyarthritis entwickelt. Circa 0,5 bis 1 Prozent der Weltbevölkerung sind betroffen, Frauen doppelt so häufig Empfehlung mit Herz arthritis-allgemein-symboldarstellung Arthritis    wie Männer. Als juvenile Rheumafaktor-positive Polyarthritis kann die Krankheit sogar im Kindsalter auftreten, jedoch nimmt die Erkrankungshäufigkeit mit dem Alter zu. Meist beginnt die Erkrankung zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.
Eine rheumatoide Arthritis taucht nicht immer plötzlich auf. Erste Anzeichen sind Schwellungen, Überwärmung und manchmal Rötung sowie Schmerzen in den Fingergelenken, besonders nachts und morgens, sowie Gelenksteifigkeit am Morgen, die länger als eine Stunde anhält. Die Beschwerden treten häufig an den Grund- und Mittelgelenken der Finger oder Zehen auf. Es können aber auch Hand-, Knie, Schulter, Hüft- oder Fußgelenke und auch die obere Halswirbelsäule betroffen sein. Es kann zu Gelenkverformungen bis zur kompletten Gelenkzerstörung kommen. Seltener sind andere Organe, wie Tränen- oder Speicheldrüsen, Lunge, Herz, Blutgefäße und Augen beteiligt.

Ursachen

Was eine rheumatoide Arthritis verursacht, ist nicht vollständig geklärt. Risikofaktoren können Autoimmunprozesse, erbliche Veranlagung, Umwelteinflüsse (Rauchen) und Infektionen sein.

Behandlung

Die Erkrankung lässt sich zwar durch Therapien bremsen, aber nicht heilen. Wird sie frühzeitig behandelt, lassen sich die Schmerzen und Entzündungen kontrollieren. Durch Sport und regelmäßige Bewegung bleiben die Gelenke beweglich und beugen einer Gelenkveränderung vor. Viele Betroffene stellen ihre Gelenke ruhig, was kurzfristig zur Schmerzlinderung führt, aber langfristig eine Verschlimmerung herbeiführt. Ein ruhiggestelltes Gelenk kann sich schneller versteifen und überlastet andere Gelenke.

Diagnose von Arthritis (Gelenkentzündung)

Zur Diagnose von Arthritis müssen mehrere Untersuchungsschritte durchlaufen werden.
• Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
• körperliche Untersuchung
• Blutuntersuchung
• Röntgenbild

Eine Röntgenuntersuchung ist sinnvoll, wenn der Verdacht besteht, dass ein Gelenk beschädigt ist. In der Anfangsphase der Arthritis lässt ein Röntgenbild nur wenig Rückschlüsse zu. Gelenkschäden lassen sich erst nach mehreren Untersuchungen erkennen.
Zuverlässiger ist da eine Blutuntersuchung, da der Arzt die vom Blut gemeldeten unspezifischen Entzündungszeichen deuten kann und so einen ersten Hinweis auf Arthritis bekommt. Zu den erhöhten Entzündungswerten zählen Leukozyten (weiße Blutkörperchen), CRP (C-reaktives Protein) und die Blutsenkungsgeschwindigkeit. Bei rheumatoider Arthritis finden sich Rheumafaktoren, bei Gicht ist der Harnsäurewert im Blut erhöht. Doch wo genau die Entzündung vorliegt, sagt ihm das Blut alleine nicht.

Welche Fragen wird der Arzt zur Diagnosesicherung stellen?

Je nach Art der Beschwerden, die der Patient schildert, erhält der Arzt Hinweise auf die Ursache und das Ausmaß der Arthritis. Folgende Fragen verfeinern die Diagnose:
• Welche Gelenke sind betroffen?
• Welche Beschwerden bestehen?
• Seit wann bestehen die Symptome?
• Wurde das Gelenk durch Sport, einen Unfall, etc. belastet?
• Gibt es bekannte Grunderkrankungen?Empfehlung mit Herz arthritis-beratung-arzt Arthritis

Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung überprüft der Arzt, ob das betroffene Gelenk geschwollen, gerötet oder überwärmt ist und wie beweglich es ist.
Bei unklaren Fällen ist gegebenenfalls eine Gelenkpunktion (Entnahme von Flüssigkeit oder Gewebe aus dem Gelenk) oder eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) notwendig.
Meist wird auch noch nach weiteren Antikörpern gefahndet, den so genannten Anti-Citrullin-Antikörpern, die bei 50% der Patienten auftreten und den antinukleären Antikörpern (ANA), die sich bei etwa 30% finden lassen.
Leider werden alle Patienten, bei denen bestimmte Symptome auftauchen mit der niederschmetternden Diagnose von unheilbarer Arthritis über einen Kamm geschert, obwohl es nichts gibt, dass bei allen Betroffenen gleichermaßen vorhanden ist. Viele verlassen betrübt und mit nebenwirkungsreichen Medikamenten die Praxis.

Auch ohne Arthritis wird eine Arthritis-Diagnose gestellt. Rheumatoide Arthritis ist heutzutage leicht zu diagnostizieren. Auch Menschen, die keinerlei Beschwerden haben, können die Diagnose bekommen. So kann die Gelenkentzündung auch bei einer Vorsorge-Untersuchung erkannt werden. Die Symptome können schockartig erst durch die Diagnose auftreten. Eventuell würde der Patient auch ohne Diagnose weiterhin keine Beschwerden verspüren.

Arthritis Symptome

Folgende Symptome sind typisch:
• Schmerzen
• Schwellung
• Überhitzung
• Rötung
• eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks.
• Flüssigkeiten in den betroffenen Gelenk – in der Medizin als Gelenkerguss bezeichnet
• Eiter im Gelenk – medizinisch Gelenkempyem genannt
• Kopfschmerzen
• Depressionen
• Hautkrankheiten
• Juckreiz
• Magen-Darm-Störungen
• Schlaflosigkeit
• Zahnfleischerkrankungen
• Sprödes und glanzloses Haar
• Schwindel
• Augenproblemen
• Atembeschwerden
Begleitende Arthritis Symptome können je nach Patient unterschiedlich auftreten und in unterschiedlicher Kombination gleichzeitig.

Gibt es unterschiedliche Arthritis-Arten mit unterschiedlichen Symptomen?

Ja.
Hier stellen wir die häufigsten einmal vor:
Symptome der rheumatoide Arthritis
• morgendliche Gelenkschmerzen
• nächtliche Gelenkschmerzen
• eine Morgensteifigkeit der Gelenke
• Schwellung in den Fingergrundgelenken
• Schwellungen auch in den Fingermittelgelenken
Die Ursache einer Arthritis ist entscheidend für spezifische Symptome

Symptome Gichtarthritis

Bei einem Gichtanfall treten oft folgende Symptome auf:
• Gichtschmerzen im Großzehengrundgelenk
Die große Zehe ist dick geschwollen, überhitzt, rot und strahlt einen starken Schmerz aus

Reaktive Arthritis – Reiter-Syndrom

Auftreten tut eine reaktive Arthritis meist nach einer bakteriellen Infektion des:
• des Magen-Darm-Trakts
• der ableitenden Harnwege
Bei dem Reitersyndrom finden sich, im Gegensatz zu den anderen Arthritis-Formen, keine Erreger in den Gelenken.
Wahrscheinlich handelt es sich bei der reaktiven Arthritis um eine Reaktion des Immunsystems auf die im Gelenk verbliebene „Bakterienreste“ der bakteriellen Infektion des Magen-Darm-Traktes oder des Harnweges.

Arthritis Symptome bei Autoimmunerkrankungen

Bei einer Autoimmunkrankheit greift das eigene Immunsystem durch die körpereigenen Abwehrzellen fälschlicherweise
• die eigenen Gelenke
• das Gewebe an
Dabei zerstört dieses die Gelenke und das angegriffene Gewebe des Betroffenen Patienten.

Gibt es bestimmte Auslöser einer Arthritis?

Ja.
Eine Autoimmunerkrankung sowie Stoffwechselerkrankung können Auslöser einer Arthritis sein und zu dessen Symptomen führen.
Autoimmunerkrankungen, die zu einer Arthritis führen können:
• Morbus Bechterew
• Schuppenflechte – medizinisch „Psoriasis-Arthritis“
• chronisch entzündliche Darmerkrankungen
• rheumatoide Arthritis – medizinisch „Rheuma“

Hinweis:
Die rheumatoide Arthritis, das klassische Rheuma, in der Medizin als chronische Polyarthritis bezeichnet, ist die häufigste Form der Gelenkentzündung.

Stoffwechselerkrankungen die zu einer Arthritis führen können:

Gicht
Dies ist eine Stoffwechselerkrankung und eine Form der Arthritis – medizinisch Arthritis urica genannt.
Eine Gicht wird durch eine Harnsäureerhöhung ausgelöst, dem sogenannten Gichtanfall. Ein Gichtanfall ist sehr schmerzhaft und betrifft oft das Großzehengrundgelenk.
Die reine Arthrose verursacht in dem betroffenen Gelenk Schmerzen. In der Regel sind die Knie und Hüfte betroffen.

Zudem gibt es eine Fülle weiterer Symptome:Empfehlung mit Herz bandscheibenvorfall-rheuma-arthritis-symbolbild Arthritis

• Akute Schübe die mit Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Fieber, starker Müdigkeit und Appetitlosigkeit einher gehen. Diese Schübe können Wochen bis teilweise Monate dauern.
• Rheumaknoten – Indikator Symptom einer Arthritis
Hierbei handelt es sich um eine auffällige Verdickungen im Unterhautfettgewebe, an der Streckseite, der Gelenke.
• Müdigkeit
• Erschöpfungszuständen
• Appetitlosigkeit
• Gewichtsabnahme
• erhöhte Temperaturen bis 38°C die durch die Entzündungen einher geht.

Bei einigen Patienten setzt diese Erkrankungsphase der Arthritis schlagartig ein, bei anderen Patienten eher schleichend.
In dieser frühen Erkrankungsphase ist es besonders schwierig für den Arzt, die Diagnose einer Arthritis zu stellen.
Gleichzeitig entwickeln viele Patienten typische Symptome am Bewegungsapparat. Verlauf und Intensität können sehr unterschiedlich sein.
Neben den Gelenken können auch andere Organe von der rheumatoiden Arthritis betroffen sein.

Häufig von der Arthritis betroffen sind:

• Entzündungen von Gelenken
Das Fingergrundgelenk und Mittelgelenke beider Hände ist sehr häufig davon betroffen.

• Gelenkbeschwerden in der Beweglichkeit
Morgensteifigkeit des Bewegungsapparates Meistens am Morgen haben Arthritis-Patienten steife und schmerzende Gelenke. Oft sind die Finger betroffen. Die Beschwerden dauern je nach Einzelfall bis zu einige Stunden an, je nach Bewegungshäufigkeit der betroffenen Gelenke.

• Gelenkentzündung
Die Gelenke schwellen an, sind oft gerötet und schmerzen.
Meist sind auf beiden Körperseiten die Fingergrundgelenke und Mittelgelenke, die Handgelenke sowie die Zehengrundgelenke betroffen.
Eine Entzündung geht in der Regel auch auf andere große und kleine Gelenke über (Polyarthritis). Der Krankheitsverlauf führt bei den Arthritis-Betroffenen häufig zur Gelenkschädigung. Die Gelenkschädigung führt zu starke Schmerzen, Gelenke verformen sich und die Beweglichkeit nimmt ab.

Folgen der Gelenkschädigung

Fehlstellungen von Gelenken sind die Folge einer fortschreitenden Arthritis.

• die Hand weicht nach außen in Richtung des kleinen Fingers aus
• fixierte Beugestellung im Fingermittelgelenk und Überstreckung im Fingerendgelenk auch „Knopflochdeformität“ genannt
• fixierte Beugestellung des letzten Fingergliedes bei gleichzeitiger Überstreckung im Fingermittelgelenk auch „Schwanenhalsdeformität“ genannt.
• fixierte Beugestellung im Daumengrundgelenk und Überstreckung des Daumenendgelenkes
• Rheumaknoten – 20% der Arthritis-Patienten sind davon betroffen
An den Streckseiten der Gelenke, oft an Ellenbogen und den Händen, zudem oftmals auch an der Achillessehne und der Unterschenkelvorderseite, entwickeln sich gutartige, derbe und teilweise verschiebbare Knoten unter der Haut oder direkt an den Sehnen.
• Greifkraftabnahmen
• die Greifkraft der Hände und die dabei zunehmende Schwierigkeit bei Alltagstätigkeiten Gegenstände zu greifen und diese zu halten, werden oft von Patient frühzeitig wahrgenommen.
• Schmerzen durch Gelenkentzündung
Diese treten häufig in der Ruhe auf. Zudem sind die Schmerzen nachts am stärksten. Druck auf das Gelenk und maximale Beugung oder Streckung verstärken die Schmerzen.

Kann eine Arthritis Ursache für weitere Erkrankungen sein können?

Ja.
In Ausnahmefällen können auch andere Organsysteme wie Blutgefäße, Herz, Lunge, Speicheldrüsen oder Tränendrüsen und Augen betroffen sein.

Erkrankungen an verschiedenen Organen, die eine Folge und Ursache der Arthritis sind:
• Sicca-Syndrom
Ist eine Chronische Entzündung und Trockenheit von Mund und Augen.
• Vaskulitis
Ist die Entzündung der Blutgefäße
•Lungenfibrose
Bezeichnet die Entzündung mit Bindegewebsvermehrung der Lunge.
• Pleuritis
Bezeichnet die Rippenfellentzündung.
• Skleritis
Ist eine Entzündungen von Hornhäuten.
• Episkleritis
Medizinisch Bindehautentzündung der Augen.

Allgemein erhöhtes Risiko für andere Krankheiten durch eine Arthritis

In der Medizin wird ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen zu leiden, in der Folge einer vorherigen Krankheit oder das gleichzeitig besitzen von mehrere Krankheiten, als Komorbidität bezeichnet.
Jedes einzelne Leiden oder Symptom kann die Patienten in ihrem Alltag einschränken und unter Umständen sogar ihre Lebensqualität und Lebenserwartung verringern.

Die Rheumatoide Arthritis erhöht das Risiko für bestimmte, Folge- / Begleit-Erkrankungen:

• Arteriosklerose – die sogenannte Gefäßverkalkung.
Hier steigt die Gefahr, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.
• Osteoporose – der sogenannte Knochenschwund
• Fibromyalgie-Syndrom – Schmerzen in verschieden Körperregionen gleichzeitig oder einzeln
• Infektionen
• Lymphome – Erkrankungen bestimmter Abwehrzellen

Arthritis Ursachen

Aufgrund einer Entzündung tritt aus den Blutgefäßen des Gelenks Flüssigkeit aus, wodurch es zu einem Gelenkerguss kommen kann. Die Gelenkinnenhaut wuchert und zerstört Knorpel, Knochen und Bänder des Gelenks. Der Knorpel wird weiter geschädigt, weil weiße Blutkörperchen abgestorbene Gewebeteilchen lösen und so Zytokine (Gewebshormone) freisetzen.
Was eine rheumatoide Arthritis tatsächlich verursacht, ist noch nicht umfassend geklärt. Es ist aber wahrscheinlich, dass mehrere Faktoren einen Einfluss auf das Auslösen der Krankheit haben.

Das Immunsystem/krankhafte AutoimmunprozesseEmpfehlung mit Herz hände-die-von-rheumatoider-arthritis-betroffen-sind Arthritis

Während unser Immunsystem in einem gesunden Körper die körpereigene von körperfremdem Substanzen unterscheiden kann, kommt es bei einer Autoimmunerkrankung zu Fehlerkennungen, sodass unser Körper eigene Substanzen als fremd einstuft. Das Immunsystem reagiert daraufhin mit einer Entzündung. Das Immunsystem scheint daher bei der Entstehung von rheumatoider Arthritis eine entscheidende Rolle zu spielen.
Bei einer Arthritis soll es laut aktueller Annahme aufgrund der fehlgeleiteten Autoimmunprozesse dazu kommen, dass körpereigene Antikörper unser Knorpelgewebe angreifen. Dies äußert sich in schmerzhaften Entzündungen und zerstört das Gewebe langsam.
Der Knorpel schützt normalerweise in jedem Gelenk die Enden der Knochen vor Reibung. Es ist ein geschmeidiges Gewebe. Durch das Schwinden der Knorpelmasse reiben diese Knochenenden aneinander. Dieser schmerzhafte Vorgang mündet in Verhärtungen und sogar Deformationen.
Da bei einer rheumatoiden Arthritis die Immunzellen fehlgesteuert werden, wandern die Zellen in die Gelenke und produzieren dort unter anderem Gewebshormone, die Zytokine, und andere entzündungsfördernde Stoffe.

Zytokine, die für die Zellkommunikation verantwortlich sind, befinden sich üblicherweise im Gleichgewicht mit ihren Gegenspielern. Dadurch wird die überschießende Immunreaktion verhindert. Dieses Gleichgewicht wird durch die vermehrte Produktion gestört.
Des Weiteren scheint auch das Rauchen eine der typischen Rheumatoide Arthritis Ursachen zu sein . Nebst Infektionserregern sind auch erbliche Einflüsse von Bedeutung.
Die rheumatoide Arthritis lässt sich lediglich durch Therapien lindern, aber nicht vollständig heilen. Wird sie im bereits frühzeitig behandelt, lassen sich die Schmerzen und Entzündungen kontrollieren. Sport und regelmäßige Bewegung bewirken eine Linderung der Schmerzen.

Arthritis Behandlung und Therapie

Eine Arthritis Behandlung richtet sich immer nach der entsprechenden Ursache.
Folgende Maßnahmen werden in der Regel bei einer Arthritis Behandlung eingeleitet:
• Ruhigstellung der betroffenen Gelenke
• Kühlung und Hochlagerung der entzündlichen Gelenke, bei einer akuten Arthritis
• Schmerzmittel wie nicht steriodale Antirheumatika = NSAR
• entzündungshemmende Medikamente wie Glukokortikoide – Kortison
• Antibiotika bei akuten Infektionen
• spezielle Rheumamedikamente
• Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis
• Immunsuppressiva – Medikamente, die die körpereigene Abwehr unterdrücken
• Operationen – minimal-invasiv während einer Gelenkspiegelung oder offene Gelenkoperation
• Krankengymnastik, physikalische Therapie und Ergotherapie bei chronischen Gelenkentzündungen mit versteiften Gelenken

Ganzheitliche Arthritis-Therapie

Gibt es neben der klassischen Medizin auch alternative Behandlungen und Therapien einer Arthritis?
Ja.
Neben der klassischen Schulmedizin gibt es ganzheitliche Arthritis-Therapien, die nahezu auf alle Herausforderungen des Körpers / Organismus eingeht, für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte eines Menschen.
Eine ganzheitliche Therapie / ganzheitliche Behandlung kann zur gleichen Zeit, parallel, zur klassischen medizinischen Arthritis Behandlung umgesetzt werden.
Der Körper wird durch die zusätzliche Alternativbehandlung gestärkt und verträgt die verabreichten Medikamente besser und hat oft weniger Nebenwirkungseffekte und trägt dazu bei, die klassische Schulmedizinbehandlung, besser zu vertragen.
Sofern die ganzheitliche Arthritis-Therapie Wirkung zeigt, können die schulmedizinischen Medikamente reduziert, ausgeschlichen oder abgesetzt werden.

Welches Ziel hat eine ganzheitliche Arthritis –Therapie?

Das Ziel der ganzheitlichen Arthritis Behandlung ist weder die Schmerzbekämpfung noch die Entzündungshemmung. Sie will weder die körpereigene Abwehrkraft drosseln noch Immunzellen töten und auch die Kommunikation zwischen den Zellen nicht zum Erliegen bringen.
Eine ganzheitliche Arthritis-Therapie führt keinen Krieg gegen den eigenen Organismus. Die Gesundheitsherausforderung wird von ihrem systemischen Standpunkt aus betrachtet. Der Organismus / Körper wird unterstützt, gestärkt und repariert sowie ins Gleichgewicht gebracht.

Hinweis:
Eine ganzheitliche Arthritis-Therapie hat nur ein einziges Ziel: Harmonie im Körper und Geist des Menschen.

Für wen ist die ganzheitliche Arthritis-Therapie geeignet?

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie ist nichts für Menschen ohne Disziplin.
Das heißt, eine ganzheitliche Therapie ist nichts für Menschen, die schon bei dem Gedanken eine Zeitlang ohne Wurst, Käse und Bier auskommen zu müssen, keinen Sinn mehr im Leben sehen.
Eine ganzheitliche Therapie ist für starke, selbstverantwortliche, motivierte und bewusste Menschen gedacht, die ihr Leben voll auskosten möchten und erkannt haben, dass eine höhere Lebensqualität mit weniger bis hin zu keinen Schmerzen sowie weniger Medikamenten gelingen tut. Zudem ist ein längeres Leben ohne Verkrüppelung des Körpers angenehmer und scheint auch besser zu gelingen – nicht wahr.

Ist eine Arthritis heilbar?

Ja und nein.
Viele mögen meinen Arthritis sei unheilbar und Knorpel könnten sich nicht regenerieren, so geben diese Aussagen nur deren begrenztes Wissen und ihre ureigene Erfahrung wider.
Die Realität sieht was die Heilungschancen und Regenerationschancen anbelangt etwas anders aus. Je nach Disziplin des Arthritis.-Patienten und der entsprechenden Behandlungsmethoden sowie dessen Anwendung und Ausführung bestehen individuelle Chancen auf eine vollständige Genesung sowie Regenerationen.

Arthritis als Chance – Was ist darunter zu verstehen?

Es gibt Menschen, die eine Arthritis-Diagnose als Chance erkannt haben und damit begannen, ihr Leben neu zu ordnen. Durch die Arthritis Diagnose nahmen Sie ihr Schicksal kurzentschlossen in die eigenen Hände. Zudem haben viele bewusste Arthritis-Patienten mit der ganzheitlichen Arthritis Behandlung begonnen und sind heute schmerzfrei, arthritisfrei und gesund.

Die ganzheitliche Arthritis Behandlung

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie besteht aus verschieden Bereichen.
Diese können bei Bedarf um unzählige Maßnahmen ergänzt und erweitert werden.

Auszüge ganzheitliche Behandlungsmaßnahmen / TherapiemaßnahmenEmpfehlung mit Herz vegetables-752153_1920 Arthritis

• Basisreiche Kost – Ernährungsumstellung auf eine basenüberschüssige naturbelassene Ernährungsweise
• vermeiden von Genussgiften wie Nikotin, Alkohol, Drogen, Koffein usw.
• Verzicht entbehrlicher Medikamente wie zum Bsp. Schlafmittel, Erkältungsmedikamente, Kopfschmerztabletten, Beruhigungsmittel uvm.
• Entsäuerung des Körpers

Eine wichtige Komponente der Entsäuerungskur ist die Sango Meereskoralle. Sie spielt bei der Arthritis nicht nur als Säurepuffer eine große Rolle, sondern versorgt den Knorpel und die Knochen mit lebenswichtigen Mikronährstoffen. Mineralstoffe in der Sango Meeres Koralle sind in einer, für den Menschen durch eine hohe Bioresonanz sehr gut aufnehmbar und in einem idealen Verhältnis vorhanden.

• Darmreinigung inkl. Aufbau einer gesunden Darmflora
• Leberstärkung
Bitterstoffe, Mariendistelprodukte, Artischockensaft, frische Pflanzensäfte, Kuruma, Löwenzahnwurzelpräparate unterstützen die Leber bei ihrer Körperentgiftungsfunktion und stärken diese zugleich.
• Nierenstärkung
Eine Niere benötigt viel Wasser um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu bewahren. Daher sollte täglich eine Aufnahme von mindestens 2,5Liter bis hin zu 3Liter reinem Wasser, ohne Kohlensäure, zu sich genommen werden.

Studien für eine Kombination von klassischer Schulmedizin – Arthritis Behandlung mit gleichzeitiger ganzheitlicher Behandlungsmethoden und Anwendungen:

Phytotherapie

In einer Studie wurden die teilnehmenden Arthritis-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt 2 x 100 mg Diclofenac, was ein entzündungshemmendes Schmerzmittel ist.
Die zweite Gruppe bekam nur 50 mg Diclofenac sowie täglich 50 Gramm Brennnesselmus, aus gedämpften Blättern der Brennnessel, verteilt auf drei Portionen.
Das Ergebnis lautet wie folgt:
Beide Gruppen erfuhren Verbesserung in ihrer Gesundheit, sowohl die rheumaspezifischen Blutwerte als auch der damit einhergehende Schmerz sowie die Bewegungseinschränkung und Steifigkeit reduzierten sich um 70 Prozent.
Jedoch hat die Studiengruppe, die weniger Diclofenac (50mg täglich statt 2x 100mg täglich) erhalten hat und ergänzend Brennnesselmus (3x täglich 17g) weniger Nebenwirkungserscheinungen im Vergleich zur Gruppe eins, die rein mit der klassischen Medizin-Behandlung therapiert worden ist.
Achtung:
Erfahrungsgemäß können 50 mg Diclofenac keine derartige Linderung der arthritischen Beschwerden herbeiführen!
Der Unterschied zur Gruppe ohne ganzheitliche Anwendungen und pflanzlicher Brennnesselmus – Dreingabe:
Das Brennnesselmuß hat belegbar 150 mg Diclofenac ersetzen können bzw. verhilft, die nebenwirkungsreiche Medikation um 75 Prozent zu reduzieren!

Broccoraphan

Der in Broccoraphan enthaltene Pflanzenstoff Sulforaphan blockiert die Funktion schädlicher Enzyme im Körper, die an der Entstehung von Arthritis beteiligt sind.
Zudem verhindert die Blockade der schädlichen Enzyme, Entzündungen und Schmerzen. Durch die Erhöhung des Sulforaphan-Spiegel im Blut, kann der Pflanzenstoff in das Gewebe der Gelenke eindringen und direkt an den Gelenken und Geweben vor der Arthritis schützen.

Magnesium

Ein Arthritis-Patient benötigt eine hohe Menge an Magnesium. Der erhöhte Magnesiumbedarf kann über eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden.

Enzym Superoxid-Dismutase (SOD)

Gerstengras enthält das seltene Enzym SOD, dass in einer Studie mit Arthritis-Patienten zu weniger Schmerzen und einer Abschwellung der Gelenke geführt hat. Gerstengraspulver ist sehr einfach in Säfte oder Wasser zu mixen und kann auf diese Weise täglich eingenommen werden.
Methylsulfonylmethan (MSM)
MSM ist eine organische Schwefelverbindung, die entzündungsfördernden Zytokinen und knorpelabbauende Enzymen hemmt, was laut einer Studie nachgewiesen wurde, und so Arthritis im frühen Stadium stoppen soll.
Weniger Schmerzen und eine größer Beweglichkeit, der betroffene Gelenke ist die wahrscheinliche Folge von der MSM Therapie und der regelmäßigen Einnahme von MSM-Präparaten.
Hinweis:
Im Falle, dass es Ihnen nicht gelingt, eine regelmäßig Ernährung enzymreicher Lebensmittel sicher zu stellen, können hier Nahrungsergänzungsmittel helfen.
Zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel die das Ananas-Enzym Bromelain enthalten haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Zimtöl

Oft schmerzen die Gelenke bei einen Arthritis-Patienten.
Mit selbstgemachtes Zimtöl zum Beispiel können Sie durch eine schmerzlindernde Massage mit Zimtöl Linderungen auslösen.
Die fünf Vorteile von Zimtöl:
1. Zimtöl bessert Arthritis-Schmerzen
Ätherisches Zimtöl wird gelegentlich mit anderen anti-rheumatisch wirksamen Ölen zur Besserung von Arthritis-Schmerzen angewendet.
Wenn das Zimtöl bereits eine Mischung aus einem Basisöl zum Bsp. Olivenöl und dem ätherischen Zimtöl ist, können Sie dieses mit einem Massageöl gegen arthritische Schmerzen mischen zum Bsp. mit fettem Senföl. Kein ätherisches Senföl verwenden! So erhöhen Sie die Wirkung des Massageöls.
Ist ein reines ätherisches Zimtöl im Hause, nehmen Sie davon 4 bis 5 Tropfen und geben diese in ein fettes Senföl. Dieses Fett-Senföl-ätherische-Zimtöl-Gemisch kann nun sanft erwärmt und dann zur Massage schmerzender Arthritisgelenke eingesetzt weden.
2. Zimtöl hilft bei Harnwegsinfektionen
Die Zimtwirkstoffe helfen dabei, ihren Blutzuckerspiegel zu senken und haben überdies einen stimulierenden Effekt auf die Bauchspeicheldrüse.
Gerade das ätherische Zimtöl aus der Zimtrinde enthält die sog. Zimtaldehyde – spezielle Substanzen, die für besagten Blutzucker senkenden Effekt verantwortlich sind.
3. Zimtöl schützt und entlastet die Nieren
Das ätherische Öl aus Zimt hat außerdem eine schützende Wirkung auf die Nieren.
Tests zeigten, dass Zimtöl die Nieren vor Schäden durch starke Gifte schützen kann. Die alltägliche Belastung der Nieren kann durch die tägliche Einnahme reduziert und die Leistungsfähigkeit der Organe erhöht werden.
4. Zimtöl gegen schlechte Laune und ist ein Helfer bei Alzheimer-Demenz
Durch den Duft des ätherischen Zimtöls wird die Seele gewärmt und die Sinne angehoben.
Zimtduft steigert die kognitiven Leistungen- die Denkleistungen und das Erinnerungsvermögen wird erhöht.
Durch das inhalieren des Zimtöls (ca. 1Minute) hilft dies, negative Gefühle zu reduzieren und wieder gut gelaunt zu werden.
5. Zimtöl bei Diabetes
Die Zimtwirkstoffe unterstützen den Blutzuckerspiegel zu senken.
Zudem stimulieren die Zimtwirkstoffe die Bauchspeicheldrüse. Gerade das ätherische Zimtöl aus der Zimtrinde enthält die sogenannten Zimtaldehyde.
Diese spezielle Substanz führt zu dem besagten Blutzucker senkenden Effekt.

Achtung:
Ergänzende Maßnahmen, müssen immer mit einem kompetenten Therapeuten besprochen werden!
Sonnenlicht
Vitamin D ist sehr wichtig für das Wohlbefinden eines jeden Menschen.
Daher sollten alle Menschen regelmäßig in die Sonne um den Vitamin-D-Spiegel im Körper zu erhöhen.

Zahnhygiene

Der Zusammenhang zwischen einer Parodontitis und der Arthritis ist wissenschaftlich belegt. Daher sollten Arthritis- und Parodontitis-Patienten penibel auf die Zahnfleisch- und Zahngesundheit achten.
Die Einhaltung der Ernährungsempfehlung bei einer Arthritis hilft schon diese, neben einer gründlichen Zahn- und Zahnfleischpflege, zu einer erheblichen Verbesserung der Zahngesundheit. Zudem sollten Sie zusätzlich eine chemiefreie und fluoridfreie Zahncreme sowie regelmäßig Zahnseide verwenden. Eine täglich Ölspülung, Ölziehkur genannt, oder eine Mundspülung mit dem karieshemmenden Zuckeraustauschstoff Xylit erhöht die Mundhygiene um ein vielfaches.

Behandlung seelischer / psychischer Konflikte

Das vermeiden von Stress oder ein Stressabbau durch Entspannungsmaßnahmen kann den Umgang mit vorherigen und zukünftigen Stresstriggern verringern oder ganz vermeiden. Zudem können psychische, seelische Konflikte verringert oder ganz gelöst werden, die die Symptome einer Arthritis erhöhen oder auslösen.

Ergotherapie und PhysiotherapieEmpfehlung mit Herz arthritis-arthrose-behandlung-physiotherapie-1024x683 Arthritis

Eine richtige und regelmäßige Bewegung ist bei Arthritis äußerst wichtig, da ein Bewegungsmangel häufig schnell zu einer Verstärkung der Gelenksteifheit führen tut.

Empfehlung:

Physiotherapeut / Ergotherapeut ist nicht gleich Physiotherapeut / Ergotherapeut.
Jeder Therapeut hat sich spezialisiert auf unterschiedliches Patienten-Klientel.
Daher ist die richtige Wahl entscheidend für einen Behandlungserfolg.
Somit informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem behandelnden Arzt, bei ihrer Krankenkasse oder im Verein für Arthritis-Patienten vor Ort welcher Physiotherapeut / Ergotherapeut der richtige für ihre Therapie sein kann.
Vielleicht schließen Sie sich evtl. einer Arthritis-Sportgruppe an.
Regelmäßig Aktivitäten mit der Arthritis-Sportgruppe, wie z. B. Physiotherapie im Schwimmbad, helfen sich gegenseitig Mut zu machen und motiviert zu bleiben.
Ein Austausch mit Betroffenen kann zudem Mut machen, Lösungen aufzeigen und Hoffnung verstärken.

Ernährung bei Arthritis

Eine Ernährungsumstellung bei Arthritis ist sehr wichtig. Die richtige Ernährung bei Arthritis und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen richtet sich nach einigen grundlegenden Regeln:
Im Speiseplan für die vitalstoffreiche und antioxidantienreiche Ernährung müssen enthalten sein:
Gemüse, zum Bsp. Blattgemüse, Knollengemüse, Fruchtgemüse, Hülsenfrüchte, Salate und Kräuter
Nüsse, Mandeln und Samen zum Bsp. Leinsaat, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne.Mit Nüssen und Mandeln lassen sich wunderbare Gerichte zubereiten.
In der Leinsaat ist die wertvolle, entzündungshemmende, Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure enthalten, die der entzündungsfördernden Linolensäure mit der Arachidonsäure vorbeugt. Leinsamen muss immer gemahlen konsumiert werden um in den Genuss der Omega-3-Arachidonsäure zu gelangen.

Empfehlung:

Mit einer haushaltsüblichen Kaffeemühle lassen sich Leinsamen aber auch fast alle Nüsse, Hülsenfrüchte und Samen mahlen.
Trinken Sie bei der Einnahme von Leinsamen immer viel stilles Wasser.
Esskastanien – Maroni
Keimlinge aus Linsen, Brokkolisamen, Radieschen und viele andere, am besten selbstgezogen sollten für eine vitaminreiche, mineralstoffreiche und entzündungshemmende Ernährung bei Arthritis auf dem Speiseplan stehen.

Süßigkeiten
Da Zucker bei einer Arthritis und entzündlichen Gelenkserkrankung vermieden werden muss kommen die üblichen, leckeren, Standardsüßigkeiten nicht mehr in Frage.
Selbstgemachte Leckereien aus Nüssen, Trockenfrüchten oder zuckerfreie Früchteriegel aus dem Bio-Handel sind jetzt ihre Leckerlies.
Hinweis:
Jetzt gilt es umzudenken und öfter mal zu sagen wenn ich Heißhunger auf was Süßes habe verlangt mein Körper nach Flüssigkeiten, also etwas zu trinken.
Naturbelassene Öle
Nur noch Öle die reich an Omega-3-Fettsäuren und/oder arm an Omega-6-Fettsäuren sind kommen für die Speisenzubereitung in Frage.
Omega-3-reiche Fette und Öle sind:
• Bio-Olivenöl
• Bio-Hanföl
• Bio-Leinöl
• Bio-Kokosöl
Getränke
• Reines kohlensäurefreies Quellwasser mindesten 2,5 Liter am Tag
• basischen Kräutertees maximal 0,5 Liter am Tag
• Kraftgebende Säfte aus Gemüse, Früchten und stillen Wasser
zum Bsp. Grüne Smoothies aus grünem Gemüse – Blattgemüse und stillen Wasser, Fruchtmischgetränke aus Früchten wie Avocados, Sauerkirschen, Himbeeren, Brombeeren, Rhabarber und stillen Wasser, also allen Früchten mit wenig Zucker
Beilagen
• Bio-Brot aus Keimlingen
• Brote aus Urgetreide – Emmer, Einkorn, Kamut, Urroggen
• Teigwaren und Teiggebäcke aus Hirse, Quinoa, Buchweizen
• Nudeln aus Buchweizen
Fisch
Wildfangfisch
Seefisch zum Bsp. Hering, Heilbutt, Aal, Sardine, Makrele
Hinweis
Fisch sollte nicht mehr als zweimal Wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Um die maximale Menge an Omega-3-Fettsäuren aus dem Fisch zu bekommen ist ein wildgefangener Fisch besser geeignet als Zuchtfisch.
Ein Tagesbedarf von Omega-3-Fettsäuren kann über einen Speisefisch nicht gedeckt werden! Der Tagesbedarf von Omega-3-Fettsäure kann mit Hilfe von Leinsaat, Leinöl und Hanföl gedeckt werden.
Achtung:
Der Fischverzehr sollte sofort wieder eingestellt werden sofern sich der Entzündungszustand ihres Körpers verschlimmert. Also beobachten Sie sich genau und hören Sie auf Warnsignale ihres Körpers!

Was darf ein an Gelenkentzündung Erkrankter Arthritis-Patient nicht mehr konsumieren?

Fleisch
Fleischwaren und Wurstwaren müssen in den ersten sechs Monaten strikt gemieden werden.
Wird Fleisch wieder in den Speiseplan mit aufgenommen, wenn der Arzt oder der körperliche Gesundheitszustand es erlaubt kommt nur noch Fleisch aus ausgedehnter – extensiver Weidehaltung – höchstens 2 – 3mal die Woche auf den Teller.
Fleisch aus der ausgedehnten Weidehaltung hat einen höheren Omega-3-Fettsäuren-Gehalt und weniger Omega-6-Fettsäuren als Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung oder von Tieren, die mit Getreide und Soja gefüttert wurden.
Milchprodukte
Milchprodukte müssen vom Speiseplan einer optimalen Ernährung bei Arthritis zu 100 Prozent gestrichen werden.
In der Regel vertragen viele Menschen unwissentlich Milchprodukte nicht. Zudem übersäuern diese den Körper schnell. Eine Übersäuerung verstärkt die Symptome von Entzündungen, der Arthritis und Entzündungskrankheiten gravierend. Auch irritieren Milchprodukte die Darmgesundheit, fördern ein ungünstiges Darmmilieu und fördern schon allein auf diese Weise die Entstehung einer Autoimmunerkrankung Sollten der Arthritis-Patient nach seiner Genesung wieder gelegentlich Milchprodukte verzehren wollen, dürfen ausschließlich Produkte aus biologischer Weidehaltung und nicht homogenisierte Milchprodukte konsumiert werden.
Back- und Teigwaren
Herkömmliche Mehlprodukte, also aus Weizenmehl, sind nichts als Magenfüller und Sattmacher, und vom Speiseplan zu streichen!
Tierische Fette und Öle
Alle tierischen Fette und pflanzlichen Öle vor allen Omega-6-Fettsäuren-reiche Öle, müssen vermieden werden.
Tierische Fette und Omega-6-Fettsäure-reiche Öle sind:
• Schmalz
• Butter
• Distelöl
• Sonnenblumenöl
• Maisöl
• Sojaöl
Fertiggerichte und Konserven aller Art – nicht mehr zu sich nehmen!
Zucker und synthetische Süßstoffe
Alle herkömmlich gesüßte Produkte und Speisen mit Kristall-Zucker, raffinierten Zucker sind zu vermeiden und sollten gestrichen werden.
Süßigkeiten wie zum Bsp.
• Bonbons
• Kekse
• Riegel
• Milchschokoladen
• Karamell
• Herkömmlich gezuckertes Eis
• uvm.
Als Ersatz für Zucker kann genutzt werden
• Stevia
• Xylithol
• Birkenzucker
• Ahornsirup
Achtung:
Süßprodukte oder Mittel dürfen nur im geringen Maß von Arthritis-Patienten oder bei entzündlichen Erkrankungen konsumiert werden und sollten in aller Regel gemieden werden!
Koffein ist zu vermeiden
Koffeinprodukte müssen gemieden werden.
Als Ersatz kann der sogenannte Malzkaffe oder Lupinenkaffee getrunken werden.
Kaffee und Schwarztee (während des Koffeinentzugs kann Getreide- oder Lupinenkaffee hilfreich sein, als Süßungsmittel eignen sich Steviaprodukte oder Xylithol)

Getränke die kein Arthritis-Patient mehr trinken sollte sind:
• Softdrinks – Cola, Brause, Schorlen
• kohlensäurehaltiges Mineralwasser
• gekaufte Säfte
• alkoholische Getränke

Ein Ernährungsplan für die optimale Ernährung könnte so aussehen

Erstes FrühstückEmpfehlung mit Herz eat-2834549 Arthritis
Beginnen Sie den Tag mit einem großen Glas Wasser oder schönen Tasse Kräutertee z.B. basischen Tee für den Morgen.
Zweites Frühstück
Essen Sie so viele frische Früchte wie Sie mögen.
Alle zwei Stunden bis zum Mittag essen Sie einen weiteren kleinen selbst zubereiteten Obstsalat oder eine weitere Frucht, wie einen Apfel etc.
Alternativ trinken Sie einen grünen Smoothie oder bei grossem Appetit und Energiebedarf am Morgen ist ein basisches Müsli mit Früchten und Mandelmilch bestens geeignet.
Mittagessen
Essen Sie sich an Salaten satt.
Diese sollten bevorzugt aus grünem Blattgemüse wie Blattsalate, Radicchio, Zuckerhut, Weißkohl, Rotkohl, Wildpflanzen wie Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere, Melde, Portulak, Kräutern und selbst gezogenen Keimlingen bestehen.
Knollengemüse und Wurzelgemüse sind gut geeignet für eine gesunde Mahlzeit bei Arthritis und gelenkentzündlichen Erkrankungen.
Diese können sein:
• Pastinaken
• Schwarzwurzel
• Kohlrabi
• Knollensellerie
• Blumenkohl
• Brokkoli

Zum Verfeinern von Gemüse, Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattsalaten eignen sich:
• Zitronensaft,
• Apfelessig
• kaltgepresste Öle
• Algenflocken
• Meersalz
• Kräutersalz
• Steinsalz
Hinweis:
Ein Salat ist im Falle einer Schonkost kein Kartoffelsalat, Nudelsalat, Reissalat oder Wurstsalat!
Salz darf nur in geringen Maß verwendet werden. Auch bei nicht erkrankten Menschen.
Zwischenmahlzeit
Einige Mandeln oder daraus hergestellte Mandelmilch, mit etwas Wasser und einigen entsteinten Datteln dazu in den Mixer geben und voila eine energiereiche leckere Mahlzeit ist gezaubert.
Abendessen
Kurz gedünstetes Gemüse mit einer glutenfreien Beilage wie z. B. Esskastanien, Hirse, Buchweizen, Quinoa und seltener auch Kartoffeln.
Das Stadium der Arthritis und die Allgemeinverfassung des Arthritis-Patienten entscheiden über die Komponenten einer ganzheitlichen Arthritis-Therapie.

Hinweis zur Ernährung

Eine schrittweise und keinesfalls abrupte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist zu empfehlen Es kann nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden.
Durch die ganzheitliche Arthritis-Therapie werden enorme Ausscheidung von Toxinen, überschüssigen Proteinen und eingelagerten schädlichen Stoffwechselendprodukten beim Patienten geschehen. Dieser Prozess darf nicht übereilt vorgenommen werden, da sonst eine sogenannte Heilkrise entstehen kann.
Achtung:
Der Entgiftungsprozess muss also schleichend durchgeführt werden. Eine Heilkrise wird in der Fachsprache auch Herxheimer Reaktion oder als Entgiftungssymptom bezeichnet. Es sollte daher mit Bedacht, systematisch und konsequent vorgegangen werden um das Ziel einer Entgiftung nicht aus den Augen zu verlieren, für vollkommene Gesundheit!