Arthrose

Arthrose

Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die weltweit am häufigsten auftritt. Der Knorpel an den Gelenken verschleißt dabei. Er ist die Schutzschicht der Knochenenden und sorgt dafür, dass Knochen nicht aufeinander gerieben werden. Zudem hat der Knorpel die Funktion wie ein Stoßdämpfer zu wirken, der dafür sorgt, dass Belastungen gleichermaßen auf das Gelenk verteilt werden. Ein Knorpel kann durch Abnutzung, aber auch falscher Belastung und anderen Gründen, Schaden nehmen oder verschwinden.
Arthrose gilt als eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der alle Gelenke betroffen sein können. In Knie, Hüfte, Schultergelenken oder Händen und Fingern, sowie Füßen, tritt Arthrose am häufigsten auf. Betroffene leiden unter großen Schmerzen und der Gelenkschaden macht das Gelenk steifer, wodurch die Bewegung deutlich eingeschränkt ist. Der Teufelskreis der Erkrankung beginnt mit der Schonung des Gelenks, da dieser durch das Ruhighalten schlechter durchblutet wird und an seiner Schutzfunktion verliert. Der zweite negative Effekt einer Schonhaltung ist eine falsche Belastung anderer Gelenke.

Arthrose ist nicht heilbar, lässt sich jedoch mit Physiotherapie und anderen Maßnahmen verbessern, wodurch die Beschwerden über einen gewissen Zeitraum gelindert werden. Unter anderen Maßnahmen zu verstehen, sind Schmerzmittel und Operationen, die bei fortgeschrittener Arthrose erfolgen. Dabei wird das beeinträchtigte Gelenk mit Hilfe eines künstlichen Gelenks ersetzt. Ein Knorpelverschleiß hat unterschiedliche Ursachen und ist eine schmerzhafte Angelegenheit bei der sich das Gelenk im Verlauf immer wieder entzünden kann, wodurch Schwellungen herbeigeführt werden (im Englischen wird die Erkrankung Osteoarthritis genannt).

Welche Formen von Arthrose gibt es?Empfehlung mit Herz Arthrose-Senior Arthrose

Der menschliche Körper besitzt ca. 100 ausgeformte Gelenke, besonders stark betroffen sind jedoch die, die häufig beansprucht werden, wie z.B. die Gelenke an den Gliedmaßen, der Lendenwirbelsäule und den Händen. Der Verschleiß an einem Gelenk wird als Monarthrose bezeichnet, der an mehreren Gelenken Polyarthrose.

Arthroseformen

  •  Arthrose der Hand- und Fingergelenke (Fingermittel- und Fingerendgelenke, sowie Daumensattelgelenk und Handgelenk betroffen)
  • Hüftarthrose (Knorpel an den Hüftknochen;Fachausdruck: Coxarthrose)
  • Kniearthrose (Fachausdruck: Gonarthrose)

 

Sollten des Öfteren Schmerzen in den Gelenken auftreten, ist ein Arztbesuch zu empfehlen. Zu Beginn der Diagnose wird ein Arzt-Patient-Gespräch geführt und anschließend kommen Röntgenaufnahmen und weitere Untersuchungsmethoden zum Einsatz, da diese die wichtigste Untersuchung zur Arthrose Diagnostik ist.

Ein Gespräch zur Diagnosesicherung kann folgende Fragen beinhalten:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden?
  • Wann treten die Gelenkschmerzen verstärkt auf?
  • Gibt es beschwerdefreie Zeiten?
  • Sind weitere Beschwerden vorhanden?
  • Ist ein Arthrose-Fall in der Familie bekannt?
  • Sind in der Vergangenheit Verletzungen im Bereich des betroffenen Gelenks aufgetreten?
  • Liegt eine Erkrankung wie Diabetes mellitus oder Gicht vor?

 

Nach diesem Gespräch folgt in den meisten Fällen eine körperliche Untersuchung, die das Abtasten der Gelenke und die Überprüfung der Beweglichkeit beinhaltet. Neben den genannten Röntgenaufnahmen als Untersuchungskriterium, kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) dabei helfen, die Knochenstrukturen und den Knorpel darzustellen. Auffällig ist das Bild dann, wenn der Gelenkspalt schmaler ist als üblich, der Knochen verdichtet (subchondrale Sklerosierung) oder defekt ist oder sogenannte Osteophyten sind erkennbar.

Weitere Möglichkeiten, die bei der Untersuchung mitunter zum Einsatz kommen können, sind:

  • Sonografie (Ultraschalluntersuchung)
  • Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Gelenkpunktion

 

Symptome einer Arthrose

Typische Arthrose Symptome sind, neben Schmerzen und einem Steifigkeitsgefühl, Bewegungsdefizite, die anfangs nur leicht ausgeprägt sind oder gar fehlen. Weitere Symptome können in späteren Stadien auftreten:

  • Belastungsschmerzen des Gelenks sind die ersten Anzeichen.
  • Bei Arthrose des Bein- oder Fußgelenks treten nach längerer Ruhepause Anlaufschmerzen auf. Auch im Ruhezustand sind diese in früheren Stadien möglich (z.B. Ruhighalten des Knies nach großer Belastung)
  • Bei Fortschreiten der Arthrose sind leichte Bewegungen Grund für Beschwerden. Deutlich eingeschränkt und im Alltag hinderlich ist oft der Bewegungsradius.
  • Bei Entzündungen im Gelenkbereich schwillt dieses häufig an. Betroffen ist dabei oftmals die Gelenkinnenhaut und die Gelenkkapsel (Fachbegriff: Empfehlung mit Herz Arthrose-Schulter Arthrose    Synovitis)
  • Durch den Knochenanbau kann der Gelenkumfang etwas zunehmen, wodurch das Gelenk, wie beispielsweise das Knie, größer aussieht.
  • Auch Kraftlosigkeit, Schmerzen und Steifigkeitsgefühle können neben harten Verdickungen an den Gelenken Symptome für z.B. eine Fingergelenkarthrose sein.

 

Die typischen Arthrose Symptome sind überwiegend Anlaufschmerzen und eine kurze Morgensteifigkeit.
Beim Anlaufschmerz sind vor allen nach langem Ausruhen die ersten Bewegungen (z.B. Gehen) schmerzhaft, wie etwa das Aufstehen aus dem Bett oder von einem Stuhl. Der Schmerz lässt jedoch nach einigen Metern nach. Die Abgrenzung der Arthrose von anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen zeichnet sich dahingehend ab, dass diese sich primär durch morgendliche Schmerzen äußern.
Bei der Morgensteifigkeit der Gelenke sind die Beschwerden bei Arthrose nur von kurzer Dauer, da sich die Gelenke „warmlaufen“. Dass sich das Gelenk bis zu einer halben Stunde steif anfühlt ist in den meisten Fällen normal, jedoch sollte dieser Zustand nicht länger andauern. Bei längerem Zeitraum spricht man von einer entzündlichen Gelenkerkrankung, wie der rheumatoiden Arthritis, bei der die Steifigkeit meist über Stunden anhält.

Bestimmte Arthrose Symptome verbessern oder verschlimmern sich phasenweise, was häufig durch äußere Umstände zustande kommt, wie zum Beispiel kalte oder feuchte Witterung, oder körperliche Belastung, die die Gelenkschmerzen verstärken.

Arthrose Ursachen

Arthrose Ursachen gibt es viele, zum Beispiel Fehlstellungen der Gelenke, Überlastung durch Sport und Sportverletzungen, Übergewicht aber auch altersbedingte Abnutzung und Bewegungsmangel.
Oft ist Arthrose ein schmerzhafter Krankheitsprozess, vor allem wenn sich ein Betroffener im Endstadium befindet. In ihrer Entwicklung hingegen ist die Erkrankung oft völlig schmerzfrei, da sich der Knorpelabbau und der Verlust an Gelenkschmiere häufig erst spät durch Schmerzen bemerkbar macht. Kleine Schmerzepisoden oder Gelenkentzündungen werden von Betroffenen oft verdrängt.

Primäre Arthrose: Ursache nicht feststellbar

Keine konkrete Ursache lässt sich bei der primären (idiopathischen) Arthrose feststellen, dennoch gibt es Patienten, bei denen es zu den oben beschriebenen Degenerationsprozessen im Gelenk kommt und genannte Beschwerden auftreten. Besonders häufig gibt es diese in Finger- und Kniegelenken. Die häufigste Ursache einer primären Arthrose ist im Alter zu verzeichnen, die sich in den Lebensjahren von 50 oder 60 durch Gelenkschmerzen bemerkbar macht.

Sekundäre Arthrose: Oft sind verschiedene Faktoren wirksam

Bei der sekundären Arthrose handelt es sich um Überlastungen die sich infolge von beruflichen oder sportlichen Belastungen entwickelt haben. Arthrose Ursachen können außerdem orthopädische Fehlstellungen, Verletzungen oder Grunderkrankungen andere Art sein. Das Auftreten der sekundären Form ist häufiger in Hand- oder Sprunggelenken zu verzeichnen.

Risikofaktoren (Lebensstil)

  • Übergewicht
  • Überlastung im Beruf (zum Beispiel Fliesenleger -> Knie-Arthrose)
  • Überlastung im Sport (zum Beispiel Tennis -> Ellenbogen)
  • Falsches Schuhwerk (hohe Absätze)

 

Verletzungen und Fehlstellungen als Arthrose Ursachen :

  • Knorpelverletzungen
  • Meniskusverletzungen
  • Kapselverletzungen
  • Fehlstellungen nach Knochenbrüchen
  • Angeborene Fehlstellungen wie X- oder O-Beine

 

Grunderkrankungen als Ursache von Arthrose:

  • Diabetes mellitus
  • Gicht
  • Arthritis

 

Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen und Ruheschmerzen bei Arthrose

Charakteristisch für Arthrose ist der Anlaufschmerz, der morgens oder bei ersten Bewegungen Schmerzen verursacht und kurz darauf wieder nachlässt. Neben dem Anlaufschmerz ist häufig der Belastungsschmerz zu spüren, der bei Überlastung des Gelenks auftritt. Ruheschmerz und Belastungsschmerz sind übliche Beschwerden bei Arthrose, können aber auch im Zusammenhang mit nächtlichen Schmerzen Hinweis auf rheumatische Beschwerden sein.

In welchem Gelenk kann Arthrose auftreten?Empfehlung mit Herz knie-arthrose Arthrose

Von Arthrose können alle Gelenke des Körpers betroffen sein. Neben der Wirbelsäulenarthrose (Facettengelenksarthrose) gibt es Arthrose der Schulter (Omarthrose), Fingergelenksarthrose (Heberden-Arthrose), Hüftarthrose (Coxarthrose), Kniearthrose (Gonarthrose), Sprunggelenks-Arthrose oder sogar Zehenarthrose.

Arthrose Verlauf

Unabhängig von der konkreten Ursache beginnt Arthrose mit Rissen im Knorpel, die zu erhöhter Reibung im Gelenk und zum verstärkten Abrieb führen. Die abgeriebenen Knochenflächen stehen somit knorpelfrei aufeinander. Der Verlauf einer Arthrose ist irreversibel. Der Abbau von bestimmten Gelenksfunktionen gehört zum natürlichen Alterungsprozess dazu und ist besonders dann schädlich, wenn die Gelenk-Alterung dem biologischen Alter voraus eilt. In diesem Fall wird der Arthrose-Verlauf meistens durch unmittelbare Behandlung gebremst. Gestoppt werden kann Arthrose in einigen Fällen, beispielsweise bei Ursachen wie eine Einklemmung der Knorpelfragmente, Impingement oder angerissenen Knorpel, durch minimalinvasive Operationen (Arthroskopie). Voraussetzung dafür ist jedoch die frühe Erkennung und Behandlung.

Ein Vitamin E Mangel in der Gelenkflüssigkeit ist besonders bei Arthrose auffällig, da Betroffene – so vermuten Experten – mehr Vitamin E verbrauchen, da das Antioxidans freie Radikale „entschärft“, die bei entzündungsbedingten Krankheiten wie Arthrose zunehmend gebildet werden.

Arthrose Behandlung

Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die nicht heilbar ist. Weder die Schäden an Knorpel, noch an Knochen lassen sich rückgängig machen. Die Arthrose Behandlung jedoch verhindert das Fortschreiten der Krankheit und lindert die Beschwerden des Patienten. Zunächst greifen Ärzte auf ein konservatives Therapieverfahren zurück, wie beispielsweise Physiotherapie und Schmerzmittel. Sollte die gewünschte Wirkung ausbleiben, können auf Wunsch operative Maßnahmen folgen. Die Maßnahmen reichen von der Korrektur von Fehlstellungen hin bis zum Einsetzen eines künstlichen Gelenks.
Wichtig dabei ist das aktive Mitwirken des Patienten, um einen Therapieerfolg bei der Arthrose Behandlung zu erzielen. Unabhängig von der jeweiligen Behandlungsmethode muss sich der Betroffene in jedem Fall auf schonende Art bewegen. Gelenk und Knorpel sollten dadurch unterstützt werden. Zudem ist eine ausgewogene Ernährung grundlegende Voraussetzung um gegebenenfalls Übergewicht abzubauen und dadurch den Gelenkverschleiß zu bremsen oder zu stoppen.

Konservative Therapie bei Arthrose

Um Schmerzen entgegenzuwirken und den Verlauf einer Arthrose zu hemmen, kommt eine Vielzahl von nicht-operativen Maßnahmen infrage, die jeweils im Einzelfall vom Arzt empfohlen werden.

  • Abnehmen: Besonders bei übergewichtigen oder fettleibigen Patienten ist es wichtig das Gewicht zu verringern, um die beschädigten Gelenke zu entlasten und einen Verschleiß auf Dauer zu verhindern. Vor allem im höheren Lebensalter sollte das Vorhaben vorab mit einem Arzt besprochen werden.
  • Bewegung: Arthrosepatienten sollten das betroffene Gelenk trotz Beschwerden nicht schonen. Das regelmäßige Benutzen hilft, die Beweglichkeit zu erhalten und den Knorpel mit Nährstoffen zu versorgen um dem Abbau entgegenzuwirken. Geeignete Bewegungsarten sind Nordic Walking und Schwimmen. Das Pensum sollte ebenfalls mit einem Arzt besprochen werden.
  • Physiotherapie: Die Beweglichkeit von Gelenken kann durch Krankengymnastik gezielt gefördert und Beschwerden verringert werden. Um einen Therapieerfolg zu erreichen ist es wichtig, dass die Übungen, die bei der Physiotherapie gelernt wurden, auch zu Hause Anwendung finden.
  • Physikalische Therapien: Um die Schmerzen zu lindern und die Durchblutung am besten zu fördern, helfen Wärme, Kälte und Strom. Mit Kompressen oder Tonerde werden Kälteanwendungen benutzt, die die Entzündungen hemmen und abschwellend wirken. Um die Muskulatur zu lockern, helfen Wärmebehandlungen und Massagen, die die Arthrosebeschwerden angenehmer machen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden zum Beispiel die Kosten für Akupunktur mit Nadeln ohne Elektrostimulation (bei Kniegelenkarthrose) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Medikamente: eine medikamentöse Arthrose Behandlung kann ebenfalls Beschwerden bessern und Entzündungen eindämmen. Oft werden nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt, zu denen unteranderem Acetylsalicylsäure und Ibuprofen gehören, um vor allem akute Schmerzen zu lindern. Außerdem gibt es entzündungshemmende Kortisonpräparate, die bei der Arzneimitteltherapie von Patienten eingesetzt werden. Die Wirkung dieser Präparate sind jedoch nur von kurzer Dauer und sollten auch nur kurzfristig angewandt werden, sofern alternative, konservative Behandlungen nicht helfen. Auch verbreitet ist ein Verfahren, welches das Spritzen von Hyaluronsäure ins Gelenk veranlasst. Über die Wirksamkeit wird weitestgehend diskutiert, da keine Studie bisher eindeutige Ergebnisse geliefert hat. Diese Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.
  • Hilfsmittel: Je nach Arthroseform können sie im Alltag eine Unterstützung sein. Für Patienten mit Knie- und Hüftarthrose können zum Beispiel Einlagen und Spezial-Schuhe zum Einsatz kommen und dazu beitragen, dass eine falsche Belastung vermieden wird. Auch Schienen können bei Fingerarthrose diese stabilisieren.

 

Arthrose Ernährung

Bei der Entstehung von Arthrose spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Durch die Umstellung der Ernährung kann die Erkrankung nicht geheilt werden, jedoch wird der Verlauf günstig beeinflusst. Die richtige Arthrose Ernährung kann nahezu alle gesunden und frischen pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Eine Gewichtsreduktion minimiert die Entstehung von Arthrose in Hüfte, Knie und Sprunggelenk. Durch den Zusammenhang von Arthrose und Ernährung werden zunehmend wissenschaftliche Forschungen betrieben.
Fettreiche Ernährung und Übergewicht schaden den Gelenken von Arthrose-Patienten zusätzlich, da bestimmte Nahrungsmittel und Ernährungsweisen den Verlauf folgenschwer beeinflussen und Schmerzen verursachen.

Welche Lebensmittel wirken sich positiv, und welche negativ auf eine Arthrose aus?

Negative Lebensmittel für Arthrose-Patienten

Zu einer ungünstigen Arthrose Ernährung gehören bestimmte Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an folgenden Faktoren aufweisen:

  • Gesättigten Fettsäuren
  • Käse
  • Kaffee
  • Gehärtete Fette
  • Alkohol
  • Fleischreiche Ernährung

 

Positive Lebensmittel für Arthrose-Patienten

Empfehlung mit Herz gesunde-ernährung Arthrose    Besonders günstig für Arthrose-Patienten ist eine fettarme und vitaminreiche Ernährung, da diese den Gelenken zugute kommt.

Einen positiven Einfluss auf die Erkrankung hat eine Ernährung mit:

  • Calciumreichen Nahrungsmitteln
  • Mageren und fettarmen Milchprodukten
    ungesättigten Fetten wie z.B. Olivenöl
  • Naturreis und anderer ballaststoffreiche Nahrung
  • Kaltwasserfischen
  • Inhaltsstoffen von Knoblauch, Zwiebeln, Lauchgemüse – (Wirkstoff Diallyl Sulfat).

Diese wirken sich nachweislich knorpelschützend aus.

Eine im Allgemeinen bevorzugte vegetarische Ernährung mit vielen Früchten und Gemüse ist nachweislich knorpelschützend. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass Menschen im Alter von 44 bis 70 Jahren, die viel Gemüse und Fruchtanteil in ihren Speiseplan integrierten, wesentlich weniger Arthrose im Hüftgelenk hatten. Die Tatsache, dass Menschen mit weniger Körpergewicht auch eine generell geringere Gelenk-Belastung haben, ist erwiesen, ebenso die Tatsache, dass die Belastung unabhängig vom Körpergewicht ist und somit kein abgeleiteter Effekt der Gewichtsverminderung darstellt.

Gefahr einer entzündlichen Degeneration der Gelenkknorpel bei einer Arthrose

Aktives Fettgewebe
Eine mechanische Gelenkbelastung durch Übergewicht ist schädlich bei Arthrose, denn auch der Stoffwechsel ist verändert. Dadurch, dass das Fettgewebe entzündungsfördernde Hormone (Adipokine) produziert, werden Enzymkaskaden verursacht, die wiederum dazu führen, dass die Proteine der Knorpelmatrix abgebaut werden und der Knorpel zunehmend weicher und weniger widerstandsfähig wird. Durch Untersuchungen an der Gelenkflüssigkeit von Betroffenen konnte die Hormonwirkung des Öfteren durchgeführt werden. Durch den Aufbau und Abbau von Fettgewebe ist dieser Zusammenhang erkennbar. Hüftarthrose oder Kniearthrose gelten dabei eher als entzündliche Erkrankung.
Bei Arthroseschmerzen gehören daher Überlegungen und Verhaltensumstellungen im Rahmen der Ernährung unbedingt zu jedem ganzheitlichen Behandlungsansatz.

Welche Faktoren senken den Verbrauch an nichtsteroidalen Schmerzmitteln?

Hinsichtlich der Ernährung spielen, neben der Umstellung und dem Gewichtsverlust, auch spezifische – endokrinologische – Faktoren eine Rolle.

Folgende Faktoren senken den Verbrauch an nichtsteroidalen Schmerzmitteln (NSAR) in klinischen Versuchsreihen erheblich ab:

  • Antioxidierend wirkendes Vitamin C
  • Mineralische Co-Faktoren
  • Ungesättigte Fettsäuren in der Nahrung
  • Ein niedriger Fleischanteil
  • Knoblauch, Zwiebeln, Lauchgemüse enthalten knorpelschützende Inhaltsstoffe

 

Patienten mit Arthrose, die auf diese einflussreichen Faktoren verzichten, benötigen daher weniger Schmerzmittel. Nach bereits 2 Wochen hatten Patienten weniger Gelenkschmerzen und der Verbrauch von Schmerzmittel ist deutlich zurückgegangen. Der Schmerzrückgang ist zudem nachhaltig zu beobachten, denn auch 3 Monate nach dem Fasten war der Effekt vorhanden. Sollte für Sie eine Fasten-Therapie infrage kommen, konsultieren Sie einen Arzt oder Orthopäden und starten Sie keinen Selbstversuch. Dies ist erst nach Abklärung möglicher Grunderkrankungen und Ursachen der Arthrose empfehlenswert.
Es empfiehlt sich außerdem eine Nahrungsergänzung durch Chondroitinsulfat oder Glucosamin, sowie bestimmte Vitamine, die die Symptome bei Patienten aussichtsreich beeinflussen.

Umgang mit Belastungen bei Arthrose

Belastungen bei Arthrose sind besonders bei einfachen Alltagsbewegungen schmerzhaft. Bedingt durch die Sehnenverläufe wirken Kräfte von mehreren Zentnern auf die Gelenke ein. Der Druck auf unsere Gelenke ist um das 50-fache höher als der in einem Autoreifen. Diesem Druck können die Gelenke nur standhalten, sofern zwei Prinzipien verwirklicht sind:

  • Große Gelenkflächen
    Belastungen im Inneren der Gelenke wirken auf größere Oberflächen. Typisches Merkmal der Gelenke ist, dass sie breiter sind als Knochen ober- und unterhalb von ihnen. Das Konstruktionsprinzip zielt darauf ab, die Belastung auf eine möglichst große Fläche zu verteilen, denn umso größer die Gelenkflächen im Innern sind, desto geringer wirkt die Belastung auf das Knorpelgewebe.

 

  • Gleichmäßige Verteilung
    Belastungen werden gleichmäßig auf die innere Oberfläche verteilt. Aus diesem Grund müssen Form und Stellung der Gelenkteile äußerst gut aufeinander abgestimmt sein, wodurch vermieden wird, dass die Belastung auf bestimmte Stellen der Gelenkflächen zu hoch ist.

 

Was ändert sich bei Arthrose und inwiefern wirken sich Belastungen jetzt anders aus?

Frühstadium

Ein Schaden im Knorpelüberzug ist bei jeder Arthrose der Ausgangspunkt. Der am Anfang noch kleine Knorpelschaden wird meist gar nicht bemerkt. Jedoch löst dieser Schaden sofort schwerwiegende Veränderungen aus:

  • Der kaputte Knorpelbereich fällt für die Belastung aus.
    Durch den Ausfall wird die tragende Gelenkfläche verkleinert. Der gesunde Teil des Knorpels muss daher mehr tragen und ist einer größeren Belastung ausgesetzt.
  • Die gleichmäßige Verteilung geht verloren.
    Nicht nur die Belastung des noch gesunden Knorpels erhöht sich insgesamt, auch die gleichmäßigeEmpfehlung mit Herz arthrose-kniegelenk Arthrose    Verteilung der Last geht verloren. An einigen Stellen kommt es zu äußerst hohen Belastungskonzentrationen. Die wirkende hohe Belastung kommt sonst nur bei allergrößter Anstrengung vor. So werden Teile des Knorpels der noch gesund ist bei Alltagsbewegungen unbemerkt überlastet.

Fortgeschrittenes Stadium

An bestimmten Stellen sind durch hohe Belastungen weitere Knorpelbezirke geschädigt worden und der kleine Knorpelschaden wird größer, wodurch auch die Belastungen auf die gesunden Knorpelbereiche immer weiter ansteigt. Die Belastungskonzentration ist ungleich verteilt und wird ebenfalls größer, bis immer weniger gesunder Knorpel besteht und die Knochen völlig freiliegen.

Die vorliegenden Erkenntnisse ergeben folgende Empfehlungen:

  • Kleine Knorpelschäden sollten ernst genommen werden.
  • Wer besonders viel Sport treibt, sollte das betroffene Gelenk nur vorsichtig beanspruchen.
  • Bei Gelenkschmerzen sollten konsequente Entlastungen erreicht werden.

 

Operative Behandlung bei Arthrose

Arthrose ist nicht heilbar. Befindet sich ein Patient jedoch im Endstadium, indem eine konservative Behandlung der Erkrankung die Schmerzfreiheit und eine Aufrechterhaltung der Beweglichkeit nicht mehr gewährleisten kann, ist eine operative Behandlung bei Arthrose die Alternative. Dabei stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung.
Zum einen werden arthroskopische Verfahren (Gelenkspiegelungen) an Knie, Schulter, Ellenbogen, Hand oder Hüfte eingesetzt. Zum anderen kommen Umstellungsoperationen zum Einsatz, um den Kraftfluss zu optimieren, und Normalisierungen der Achsenverhältnisse, die unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls durchgeführt werden.
Bei Betroffenen ab dem 60. Lebensjahr führen diese Operationen beispielsweise an Knie, Hüfte, Schulter, aber auch an künstlichen Gelenken, zu guten Ergebnissen. Die Patienten haben keine Schmerzen mehr und die Funktion kann größtenteils wiederhergestellt werden.

Was passiert im Körper sobald ein Gelenk geschädigt ist?

Unser Körper sorgt dafür, dass, sofern ein Gelenk geschädigt oder verletzt ist, vielfältige Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden, bevor wir überhaupt daran denken oder das erste Mal zum Arzt gehen. Dabei wird im beteiligten Knorpel, im Knochen und im Schleimhautbereich eine große Zahl an chemischen Prozessen aktiviert, bei der innerlich Reparaturarbeit geleistet wird. Durch biochemische oder zelluläre Vorgänge muss das geschädigte Gewebe abgebaut oder ganz ersetzt werden, z.B. durch neue, eigens produzierte Bausteine die herangeschafft wurden. Erst wenn der letzte Bereich gänzlich erneuert und zum Teil zusätzlich verstärkt wurde, ist diese Arbeit abgeschlossen. Diese Prozeduren haben einige Besonderheiten, benötigen allerdings auch Zeit, da vor allem verletztes Gewebe der Gelenke am längsten zum heilen braucht. Täglich müssen unsere Gelenke in höchster Qualität bereitstehen und unvorstellbare innere Belastungen durchstehen. Im Alltag werden Bewegungen gemacht, die in den Gelenken Druckbelastungen aufbauen. Diese Belastungen betragen mehr als das 50-fache des Drucks in einem Autoreifen. Um dem Druck standzuhalten, muss das Gelenkgeweben stabil und robust sein, weshalb die Qualität der Gelenke essentiell ist.

Wärme- und Kältebehandlung bei Arthrose

  • Wärme heilt. Für viele Heilungsprozesse ist Wärme die Voraussetzung. Blutgefäße erweitern sich, der Blutdurchfluss wird gefördert und mehr Nährstoffe gelangen in die Zellen. Der Körper braucht diese Nähr- und Baustoffe damit zum Beispiel ein geschädigter Knorpel im Artrhosegelenk repariert wird.
  • Wärme entspannt Muskeln. Muskeln befinden sich ständig in einer bestimmten Spannung, dem sogenannten Grundtonus. Ist ein Gelenk von Arthrose betroffen, ist der Grundtonus oft erhöht, weshalb es zu einer zusätzlichen Belastung und Spannung kommt. Gelockert werden kann diese Spannung im Muskel durch die Wärme von außen, wodurch das Gelenk geschont wird.
  • Wärme schützt Sehnen. Besonders schmerzhaft bei Arthrose sind Sehnenschmerzen. Sofern Muskelfasern angespannt sind, wirkt ihre Zugkraft stärker als üblich und permanent. Aus diesem Grund entstehen Schmerzen. Ähnlich wirkt auch hier wieder die Wärme, durch die sich die Sehnen in den Muskeln entspannen können. Die Entlastung führt dazu, dass die Schmerzen nachlassen und mehr Bewegung möglich ist.

Wann hilft Wärme, wann ist Kühlung besser und an welchen Stellen sollte man beides anwenden?

  • Wärme
    Wärme hilft den Muskel zu entspannen, jedoch darf die Anwendung nur erfolgen, wenn das Gelenk frei von Entzündungen und nicht geschwollen ist. Um Fehlbehandlungen auszuschließen, sollte die Wärme zudem keinesfalls direkt am Gelenk einsetzen. Mit ausreichend Abstand sollte nur ober- und unterhalb des Gelenks der Muskel erwärmt werden.
  • Kühlung
    Liegt bei der Arthrose eine akute Entzündung und Schwellung vor, kann Wärme in diesem Fall wenig helfen. Kühlung hingegen bewirkt, dass der Stoffwechsel dezimiert wird, die Gelenkhautreizung gelindert wird und die Schwellung sowie Schmerzen zurückgehen. Bei falscher Handhabung kann eine Kühlung trotz der Wirksamkeit gefährliche Folgen haben. Das Gelenk bzw. den Muskel zu lange oder zu tief zu kühlen sollte deshalb vermieden werden.
    Wärme- und Kältebehandlung bei Arthrose sollten immer in Absprache mit einem Arzt stattfinden.

Anwendungen

Für Anwendungen mit Wärme stehen, je nach Befund, unterschiedliche Methoden bereit:

  • Wärmesalben
  • Wärmepflaster
  • Wärmewickel
  • Wärmebäder
  • Wärmepackungen
  • Wärmflaschen
  • Heizkissen

 

Ebenso bei der Kühlung des Gelenks:

  • kühlende Gels
  • kühlende Cremes
  • Kälte-Packs
  • Eisluft