Bronchitis

Bronchitis – Was ist das?

Bei einer Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der größeren verzweigten Atemwege – der Bronchien. Man unterscheidet in zwei Formen: die akute und die chronische Bronchitis. Die akute Form wird in der Regel durch Viren ausgelöst, während bei der chronischen Form Tabakrauch oder andere Reizstoffe als Auslöser im Vordergrund stehen.

Akute Bronchitis

Von einer akuten Bronchitis spricht man in der Medizin bei einer neu entstandenen Entzündung der Bronchialschleimhäute, die weniger als 3 Wochen anhält.

Chronische Bronchitis

Empfehlung mit Herz bronchitis-symbolbild Bronchitis

Bronchitis Symptome, Ursachen Symbolbild

Bei der chronischen Form sind die Bronchien dauerhaft entzündet. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die chronische Form dann vor, wenn die Symptome in 2 aufeinanderfolgenden Jahren während mindestens drei Monaten praktisch durchgehend bestehen.

Sonderformen der chronischen Bronchitis:

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (englisch chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD gilt als typische Raucherkrankheit. Bei dieser Sonderform der chronischen Bronchitis kommt es neben Husten und Auswurf auch zu zunehmender Atemnot – diese hängt mit der auftretenden Verengung („Obstruktion“) der Atemwege zusammen.  COPD „chronic obstructive pulmonary disease“ bedeutet übersetzt „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ und ist lebensbedrohlich. Die Veränderungen in der Lunge sind bei COPD nicht mehr reparabel. Am häufigsten trifft die Erkrankung Raucher oder ehemalige Raucher, aber auch berufsbedingt kann die COPD ausgelöst werden.

Was genau verursacht den unangenehmen Reizhusten?

Die Erreger  werden in der Regel per Tröpfcheninfektion weiter gegeben. Die feinen, oft nicht sichtbaren Tröpfchen entstehen beim Husten, deswegen sollte man nicht nur aus Höflichkeit die Hand davor halten. Sie schädigen die Zellen der Bronchialschleimhaut und schalten somit auch deren Flimmerhärchen aus. Manche Viren lähmen das Flimmerepithel, andere Virenarten zerstören es. Die Flimmerhärchen können in Folge Schleim und Krankheitserreger nur noch verlangsamt oder gar nicht aus den Bronchien entfernen. Gleichzeitig verstärkt sich die Schleimproduktion. Der Schleim staut sich und wirkt in den Atemwegen wie ein Fremdkörper, der die Hustenfühler reizt und damit Husten auslöst. Durch Hustenanfälle versucht sich der Körper vom Schleim zu befreien. Ein starker Husten entwickelt sich also nicht nur infolge der Reizung der Schleimhäute, sondern stellt auch einen Ersatzmechanismus dar, der wegen der zerstörten oder gelähmten Flimmerhärchen zur Reinigung der Atemwege erforderlich wird.

 

Bronchitis Ursachen

Empfehlung mit Herz Bronchitis-Röntgenbild-Lunge Bronchitis

Bronchitis Röntgenbild mit Entzündungsherd in rot markiert

Bronchitis Ursachen sind meist vielfältig. Bei einer akuten Bronchitis sind in der Regel Viren , Auslöser für die Entzündung der Bronchien. Die chronische Bronchitis ist dagegen meist die Folge einer anhaltenden Schädigung der Bronchien (z. B. durch Tabakrauch oder Umweltgifte).

Akute Bronchitis

Eine akute Bronchitis entsteht meist im Rahmen eines Atemweginfekts, (zum Beispiel eine Erkältung) wenn die Erreger sich dann auf die unteren Atemwege ausbreiten. In den meisten Fällen sind Viren die Auslöser, seltener auch Bakterien. Bakterien spielen eher im Rahmen einer möglichen Zweitinfektion eine wichtige Rolle.

Ursachen einer akuten Bronchitis:

Viren-Infektion (z. B. Rhino- oder Adeno-Viren)
Bakterielle Infektion oder bakterielle Superinfektion (Zweitinfektion mit Bakterien)
Akute, toxische Reaktion (z. B. Chlorgase, Stickstoffdioxid)
Allergische Reaktion

Chronische Bronchitis

Bei Bronchitis Ursachen spielt insbesondere das Rauchen von Tabak eine zentrale Rolle. Aber auch Faktoren wie Feinstaub oder chemische Reizstoffe am Arbeitsplatz können eine chronische Bronchitis auslösen. Zudem kann sich die Erkrankung auch aus einer akuten Bronchitis heraus entwickeln, wenn diese nicht vollständig abheilt.

Ursachen einer chronischen Bronchitis:

  • Anhaltender Nikotinkonsum („Raucherhusten“)
  • Luftverschmutzung
  • Unzureichend behandelte akute Infektionen
  • Reizgase
  • Stäube
  • Bestimmte Grunderkrankungen (z.B. Mukoviszidose)

 

Viren

Eine akute Bronchitis wird in 90 Prozent der Fälle durch Viren hervorgerufen. Bei Erwachsenen wird die Erkrankung in der Regel von Myxoviren wie Influenza- oder Parainfluenzaviren ausgelöst. Häufig sind die Erreger aber auch gar nicht bekannt. Durch das vermehrte Reisen in der heutigen Zeit kommen wir mit mehr Virentypen in Kontakt als früher, weshalb die akute Bronchitis auch häufiger geworden ist. Bei Kindern entsteht eine akute Bronchitis dagegen häufig durch andere Viren, insbesondere sogenannte RS- (Respiratory Syncitial Virus), Adeno-, Coxsackie- und ECHO-Viren. Im Winter ist die Gefahr, an einer Bronchitis zu erkranken, besonders hoch. Trockene Luft in beheizten Räumen sowie kalte Außentemperaturen sorgen dafür, dass die Schleimhäute austrocknen und schlechter durchblutet werden. Dies hat zur Folge, dass sie anfälliger für Krankheitserreger werden und die körpereigene Abwehr auf Sparflamme läuft.

Eine akute Bronchitis kann nicht nur bei Erkältungskrankheiten, sondern auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten, so etwa bei

  • Keuchhusten
  • Masern
  • Typhus
  • Brucellose

 

Bakterien

Lediglich in fünf bis zehn Prozent der Bronchitis-Erkrankungen folgt auf die virale Infektion eine Sekundärinfektion mit Bakterien. Diese setzt sich auf die durch Viren vorgeschädigte Bronchialschleimhaut auf. Eine primär bakterielle Bronchitis ist hingegen eher selten und tritt vor allem im Rahmen von Grunderkrankungen auf. Die häufigsten bakteriellen Erreger bei einer akuten Bronchitis sind Streptokokken, Haemophilus und Chlamydien.

Pilze und Chemikalien

Bei Patienten mit schwachem Immunsystem kann in seltenen Fällen auch eine Infektion mit Pilzen die Ursache für eine akute Bronchitis sein. Weitere Ursachen sind Schädigungen der Schleimhäute durch Ammoniak, Salzsäure, Schwefeldioxid, Nitrosegase und Bestrahlungen im Rahmen von Krebserkrankungen.

Risikofaktoren die eine Bronchitis verursachen können

Faktoren die eine Bronchitis begünstigen sind Smog, Tabakrauch, Kälte, und Feuchtigkeit. Im Winter ist die Gefahr, an einer Bronchitis zu erkranken, besonders hoch. Trockene Luft in beheizten Räumen sowie kalte Außentemperaturen sorgen dafür, dass die Schleimhäute austrocknen und schlechter durchblutet werden. Dies hat zur Folge, dass sie anfälliger für Krankheitserreger werden und die körpereigene Abwehr auf Sparflamme läuft.

 

Bronchitis Symptome

Eines der auffälligsten Bronchitis Symptome ist in der Regel der Husten. Der Husten bei Bronchitis kann sich je nachdem, ob die akute oder chronische Form vorliegt, unterscheiden.

Akute Bronchitis

Typische Symptome einer akuten Bronchitis sind in der Regel ein anfangs trockener Husten mit starkem Hustenreiz. Dieser geht nach einer gewissen Zeit in Husten mit Auswurf über. Man erkennt eine Bronchitis oft am „rasselnden“ Atem, der aufgrund der verschleimten Bronchien entsteht. Daneben kommt es meist zu Beschwerden die einer Erkältung ähneln – Halsschmerzen und Schnupfen. Außerdem fühlen sich Betroffene oft abgeschlagen und matt. Außerdem können Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auftreten.

Chronische Bronchitis

Das Hauptsymptom bei einer chronischer Bronchitis ist der quälende Husten (mit Auswurf), der vor allem morgens auftritt. Mit der Zeit verschlimmern sich die Beschwerden und Symptome. Bleibt die chronische Bronchitis unbehandelt, kann eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entstehen, bei der vor allem bei körperlicher Anstrengung zusätzlich zum Husten Atemnot auftritt.

Typische Symptome einer akuten Bronchitis zusammen gefasst:

  • Husten und Hustenreiz (Reizhusten)
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • ein Brennen hinter dem Brustbein, das beim Husten auftritt
  • Gliederschmerzen
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit

 

Während sich die akuten Symptome in der Regel meist nach zwei bis fünf Tagen bessern und langsam abklingen, kann der Husten noch deutlich länger anhalten.
Im abgehusteten Schleim (Auswurf) können vereinzelt auch Blutspuren sichtbar sein. Diese sind meist auf kleine, aber harmlose Verletzungen der Schleimhäute in den Bronchien zurückzuführen, die durch das ständige Husten entstehen. Es können aber auch andere Ursachen dahinterstecken. Von daher gilt: Informieren Sie umgehend ihren Arzt darüber, wenn Sie blutigen Schleim abhusten. Er wird dann entscheiden, ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind oder nicht.

 

Bronchitis Diagnose

Empfehlung mit Herz bronchien-im-detail Bronchitis

Bronchitis Symbolbild Lungenflügel grafische Darstellung

Sollten sie anhaltenden Husten über einen längeren Zeitraum haben sollten sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, das gleiche gilt bei Beschwerden wie Fieber, Auswurf (eitrig , blutig) und Atemnot. Der Arzt kann dann die entsprechenden Bronchitis Diagnose Maßnahmen in die Wege leiten und dadurch auch ernste Erkrankungen wie COPD rechtzeitig erkennen.

Zu den Bronchitis Diagnose Maßnahmen zählen in der Regel

  • ein ausführliches Anamnese-Gespräch
  • das Abhören der Bronchien und Lunge
  • Abklopfen von Bronchien und Lunge
  • Ggf. Blutuntersuchung, Sputum-Untersuchung (Untersuchung des Schleims)
  • Röntgenaufnahmen der Lunge

 

Weiterführende Diagnose-Methoden bei Bronchitis können sein

  • Lungenfunktionstest
  • Blutgasanalyse
  • Bronchoskopie
  • EKG

 

Eine akute Bronchitis kann der Arzt in der Regel meist relativ schnell feststellen. Dafür fragt er den Betroffenen nach den Beschwerden und hört die Lunge ab. Ausserdem untersucht er oft Nase, Mund, Ohren und Rachen und tastet den Hals nach geschwollenen Lymphknoten ab. Bei einer unkompliziert verlaufenden akuten Bronchitis muss der Arzt meist keine weiteren Untersuchungen durchführen, um die richtige Diagnose zu stellen.

Achtung:

Bei Verdacht auf Lungenentzündung sofort einen Arzt aufsuchen!

Denn eine akute Bronchitis kann auch in eine Lungenentzündung übergehen.

Hinweise:

Die Symptome klingen nicht ab oder verstärken sich schlimmstenfalls . Um sicherzugehen, wird der Arzt in der Regel die Lunge röntgen.
Wenn ein Patient blutigen Schleim abhustet, ist dies im Rahmen einer akuten Bronchitis meist harmlos – in seltenen Fällen können aber auch andere Erkrankungen die Blutung auslösen. Bei entsprechendem Verdacht wird der Arzt dann ebenfalls eine Röntgenuntersuchung durchführen.

 

Bronchitis Behandlung

Empfehlung mit Herz Bronchitis-Sauerstoff Bronchitis

Senior benutzt eine Sauerstoffmaske um seine Bronchitis zu behandeln

Akute Bronchitis

Bei einer Bronchitis Behandlung sind vor allem Basismaßnahmen wie körperliche Schonung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Außerdem sollten sie auf das Rauchen verzichten. Zusätzlich kommen oft Hustenmittel mit schleimlösender Wirkung (Hustenlöser) zum Einsatz, sie können die Schleimlösung unterstützen und somit das Abhusten des Schleims aus den Bronchien erleichtern. Antibiotika wirken allerdings nur dann, wenn eine bakterielle Infektion besteht. Liegt eine sogenannte obstruktive Bronchitis vor, bei der die Atemwege anschwellen, kann der Arzt auch Wirkstoffe verordnen, die entzündungshemmend wirken oder die Atemwege erweitern.

Achtung:

Umgehend einen Arzt aufsuchen wenn…

  • Sie Blut husten
  • Brustschmerzen oder Atemprobleme auftreten.
  • der Auswurf gelblich-grün gefärbt ist.
  • die Beschwerden länger als eine Woche anhalten.

 

Chronische Bronchitis

Bei der Behandlung der chronischen Bronchitis spielt im ersten Schritt die Meidung der auslösenden Reizstoffe zb. Rauch die wichtigste Rolle, um das Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Für Raucher ist ein sofortiger Rauchstopp unverzichtbar. So kann sich eine chronische Bronchitis im Anfangsstadium sogar noch vollständig zurückbilden. Gelingt das nicht, entwickelt sich in der Regel schrittweise eine COPD. Bei geringem Schweregrad kommen zunächst Medikamente zum Einsatz, die die Atemwege erweitern (sog. Beta-Sympathikomimetika oder Anticholinergika). Diese nimmt der Patient bei Bedarf, wenn er Atemnot verspürt. Schreitet die COPD weiter voran, kommen meist langfristig wirksame bronchialerweiternde Sprays hinzu, die regelmäßig angewendet werden müssen . Zusätzlich können Kortisonpräparate helfen, die die Entzündung hemmen und so die Verschlimmerung der Erkrankung verhindern. Spezielle Atemübungen können zudem die Atmung erleichtern. Bei einer schweren COPD kann eine Sauerstoffbehandlung nötig werden.

Was tun bei Bronchitis?

Die Bronchitis Behandlung ist in vielerlei Hinsicht wichtig und notwendig. Zum einen geht es darum, den unangenehmen Husten bei Bronchitis so schnell wie möglich zu lindern. Zum anderen kann eine frühzeitige Behandlung der akuten Bronchitis helfen, einer Chronifizierung vorzubeugen bzw. bei der chronischen Bronchitis weitere Komplikationen wie COPD zu verhindern.
Natürliche entzündungshemmende Schleimlöser wie Cineol sowie Hustenstiller spielen bei der Behandlung eine zentrale Rolle.
Bei der chronischen Bronchitis hat neben der gezielten „Sekretolyse“ (Schleimlösung) auch die Atemphysiotherapie einen wichtigen Stellenwert. Der Rauchverzicht ist bei Rauchern unumgänglich.

Bronchitis bei Kindern

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Bronchitis Behandlung

Entzündungen der Atemwege sind bei Kindern relativ häufig – auch die akute Bronchitis bei Kindern ist keine Seltenheit.
Wichtig für Eltern: Bei Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Masern oder Scharlach kann ebenfalls eine akute Bronchitis auftreten. Im Zweifelsfall ist auf jedenfall der Kinderarzt aufzusuchen.

Was können sie selbst für sich tun bei einer akuten Bronchitis?

Wenn Sie eine leichte akute Bronchitis haben, erfordert dies meist keine medikamentöse Behandlung. Mit ein paar einfachen Mitteln können Sie die Heilung fördern beziehungsweise die Beschwerden lindern.

Bei einer akuten Bronchitis gilt: Schonung ist die beste Behandlung. Leichte körperliche Betätigung fördert das Abhusten, aber der Betroffene sollte sich nicht überanstrengen !

Darüber hinaus gibt es einige Hausmittel und Tipps, um die Beschwerden zu lindern:

Empfehlung mit Herz bronchitis-grippe-erkältung-symbolbild Bronchitis

Junger Mann mit Schall um den Hals und einem Heißgetränk in beiden Händen haltend.

  • Absoluter Rauchverzicht
  • Viel Trinken empfinden viele Patienten als wohltuend. Gut geeignet sind z.B. Wasser oder heißer Tee, aber auch eine Brühe.
  • Inhalationen mit Wasserdampf können die Symptome lindern.
  • Naturprodukt Honig: Aus medizinischen Studien geht hervor, dass Honig den akuten Husten eventuell stillen kann. Sie können den Honig entweder pur einnehmen oder im Tee auflösen. Achtung! Für Säuglinge und Kleinkinder unter einem Jahr ist Honig nicht geeignet.
  • Machen Sie sich warme und feuchte Brustwickel für ca. 20 Minuten (danach gründlich abtrocknen, anschließend Bettruhe).
  • Ältere, vor allem bettlägerige Menschen sollten regelmäßig am Rücken abgeklopft werden.

 

Bei einer akuten Erkältungsbronchitis ist normalerweise keine ärztliche Bronchitis Behandlung erforderlich.

Die Symptome einer Erkältungsbronchitis und deren Dauer lassen sich durch die gleichen Maßnahmen lindern wie bei einer Erkältung!

  • Schonung
    Empfehlung mit Herz bronchitis-behandlung-symbolbild- Bronchitis

    Alter Mann auf der Couch sitzend mit einem Heißgetränk mit beiden Händen haltend.

  • Bettruhe bei Fieber
  • Raumluft feucht halten
  • Absolutes Rauchverbot
  • Ausreichend trinken

 

Die Behandlung des Hustens ist je nach Phase unterschiedlich . Bei der Anwendung von Heilpflanzen ist allerdings zu beachten, dass nur für bestimmte Fertigarzneimittel aus diesen Pflanzen die Wirksamkeit nachgewiesen wurde; gleichwohl haben sich Heilpflanzen in der Vergangenheit lange bewährt.

Trockener Reizhusten

Spitzwegerich Malve und Eibisch enthalten Schleimstoffe, welche die Hustenrezeptoren in der Schleimhaut einhüllen und so den Hustenreiz lindern. In Zubereitungen mit Zuckersirup wird der reizlindernde Effekt noch verstärkt. Hustenstillende Eigenschaften weisen auch Auszüge aus Thymian, Sonnentau und Wollblumen auf.
Bei starkem Hustenreiz, der den Schlaf raubt, kommen eher synthetische Hustenstiller in Frage, beispielsweise Codein und Dihydrocodein (verschreibungspflichtig) sowie Dextromethorphan.

Zäher Schleim

Auch das Abhusten zähen Schleims lässt sich durch pflanzliche und chemische Schleimlöser (Expektoranzien) unterstützen.
Sekretlösend wirken in Extrakten aus Schlüsselblume und Efeu die sogenannten Saponine, in Anis, Fichtennadeln, Eukalyptus, und Myrte (Myrtol) die ätherischen Öle. Die Wirksamkeit von Pflanzenkombinationen aus Thymian und Efeu (beziehungsweise Thymian und Primel) bei akutem Husten wurde in medizinischen Studien nachgewiesen. Balsame mit ätherischem Öl lassen sich als Einreibung und für Inhalationen mit heißem Wasserdampf einsetzen. Bei Kleinkindern allerdings muss man mit ätherischen Ölen sehr zurückhaltend sein, sie können schlimmstenfalls die Atemwege reizen oder einen Kehlkopfkrampf verursachen.

Zu den synthetischen Schleimlösern zählen Bromhexin, Ambroxol und Azetylzystein (ACC).
Antibiotika sollten bei einer akuten Bronchitis nur dann verordnet werden, wenn nachweislich eine bakterielle Infektion vorliegt.

Hinweis:

Für die Therapie der chronischen Bronchitis gilt: Hat die chronische Bronchitis ihre Ursache im Rauchen, muss der Patient den Tabakkonsum konsequent einstellen. Sollten chemische Reizstoffe etc. die Ursache sein, sollten man diese künftig möglichst meiden. Nur so lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Möglicherweise heilt sie sogar ganz aus, wenn die chronische Bronchitis noch in einem frühen Stadium ist. Zusätzlich können Betroffene Kortison und Beta-2-Sympathomimetika einnehmen, um die Entzündung zu hemmen und die Bronchien zu erweitern.