Demenz

Demenz – Was ist das eigentlich?

Alle Welt spricht von „Demenz“, doch genau genommen heißt die Krankheit „demenzielles Syndrom“. Denn das Syndrom, also ein Zusammentreffen verschiedener Symptome, ist es, was letztlich die Erkrankung ausmacht. Wer an einem demenziellen Syndrom, erkrankt, verliert Schritt für Schritt seine geistigen und intellektuellen Fähigkeiten. Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick verschlecEmpfehlung mit Herz demenz-alzheimer Demenz    htern sich kontinuierlich.

Diese gesundheitliche Herausforderung ist eine der häufigsten Krankheiten im Alter: Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und das quälende Verlöschen der Persönlichkeit betrifft weltweit rund 45 Millionen Menschen – und jedes Jahr kommen weltweit über 300.000 Betroffene dazu. Allein in Deutschland sind 1,6 Millionen Menschen an einem demenziellen Syndrom erkrankt. Noch immer gibt es kein Heilmittel und nicht alle Ursachen sind bekannt. Dennoch weiß man bereits, wie sich z. B. das Erkrankungsrisiko senken lässt. Und es gibt immer wieder neue Therapien und Betreuungsmöglichkeiten für erkrankte Menschen. Empfehlung-mit-herz.de klärt über die Krankheit auf, stellt die unterschiedlichen Demenzarten vor und gibt Angehörigen Empfehlungen und nützliche Hinweise zum Umgang mit dieser gesundheitlichen Herausforderung.

Was sagt die Weltgesundheitsorganisation zur Demenz?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO = World Health Organisation WHO) definiert das demenzielle Syndrom als Folge einer chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns, das eine Reihe von schwerwiegenden Folgen hat:

  • Eine Demenz führt zu Störungen von Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen.
  • Die Symptome müssen über mindestens 6 Monate bestehen.
  • Es kommt auch zu Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation.

 

Der Begriff „Demenz“ stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „ohne Geist“, „ohne Verstand“. Das klingt dramatisch, beschreibt aber keineswegs das Krankheitsbild.

Diese gesundheitliche Herausforderung ist keine normale Alterserscheinung, die jeden trifft. Sie ist eine Erkrankung, die allerdings typischerweise im Alter auftritt.

Kann ich eine Demenz vererben auf meine Kinder?

Forscher vermuten, dass das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, höher ist, wenn ein Verwandter ersten Grades erkrankt ist.

Gibt es spezielle Heime für Demenzkranke?

Ja.

Hier geht es zu den Informationen…

 

Ursachen von Demenz und Alzheimer

„Die“ eine Demenz gibt es nicht.

Es gibt unterschiedliche Demenzformen.

Sie gehören alle zu einer von zwei Gruppen: primäre oder sekundäre Demenzen.

Wenn auch die meisten Menschen erst in höherem Lebensalter an einem demenziellen Syndrom erkranken, so gibt es leider Ausnahmen. Eine Demenz mit 20, 30, 40 oder 50 Jahren ist zwar selten, aber keineswegs unmöglich. Vor allem eine frontotemporale Demenz (FTD), bei der Gehirnzellen im Frontalhirn oder im Schläfenlappen (Temporalhirn) absterben, kann auch jüngere Menschen treffen. Sie ist mit 5 bis 10 % aller Demenzfälle selten, verändert Betroffene aber besonders stark, weil sie zu Persönlichkeits-, Verhaltens- und Sprachauffälligkeiten führt. Tatsächlich treten frontotemporale Demenzen häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf, sie können aber auch schon mit 20 oder 30 Jahren beginnen.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache von Demenz. Nicht nur bei uns in Deutschland, sondern weltweit erkranken zwei Drittel aller Demenzkranken an einer Demenz vom Alzheimer-Typ. Noch weiß niemand, warum es im Gehirn zum Abbau von Nervenzellen kommt – der Ursache bei der Demenz vom Typ Alzheimer. Auch erblich bedingte Faktoren können nach neuesten Forschungsergebnissen eine Rolle bei den Ursachen von Demenz und Alzheimer spielen.

Ursache einer vaskulären Demenz

Die Ursachen einer vaskulären Demenz, der zweithäufigsten Demenzform, sind dagegen fassbarer: Blutgefäße im Gehirn verengen sich oder verstopfen komplett, Nervenzellen werden nicht mehr versorgt und sterben ab.

Andere Ursachen:

Bei einigen Demenzformen (z. B. Korsakow-Syndrom) ist ein übermäßiger Alkohol- oder Tablettenkonsum für die Schädigung des Gehirns, und damit für die Demenz, verantwortlich.

Lebenserwartung mit einer Demenz

Es ist oft nicht die Demenz, die die Lebenserwartung einschränkt, sondern einfach der Faktor Zeit: Wenn ältere Menschen erkranken, dann sterben sie nicht unbedingt früher wegen der Erkrankung. Sie sterben einen normalen Alterstod – mit, aber nicht unbedingt aufgrund ihrer Krankheit.

Insofern ist es nicht so, dass eine Demenz unbedingt die Lebenserwartung verkürzt. Es gibt Menschen, die mehr als 20 Jahre mit einer Demenz gelebt haben, aber auch 85-Jährige, die an Demenz erkrankten, und ein Jahr später starben. Eine Demenzerkrankung zieht jedoch weite Kreise. Sie setzt gerade die Betroffenen unter großen Stress, beeinflusst dadurch auch evtl. vorhandene Erkrankungen wie Bluthochdruck und beschränkt insofern potentiell die Lebenserwartung.

Europäische Studien haben ergeben, dass Menschen, bei denen die Demenz vor dem 65. Lebensjahr eintrat, eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren haben. Tritt eine Demenz zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr auf, so zeigen die Statistiken eine Lebenserwartung von weniger als  fünf Jahren. Erkrankt ein Mensch nach dem 85. Lebensjahr an einer Demenz, so verringert sich die Lebenserwartung auf weniger als drei Jahre. (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.)

Ist eine Demenz tödlich? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, denn viele Menschen mit Demenz sind eben auch schon älter und dem Tode näher. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass gegen Ende der Erkrankung, wenn sie also im schweren Stadium ist, das Immunsystem versagt. 80 % aller Alzheimer-Patienten sterben an den Folgen einer Lungenentzündung. (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.)

Demenz Vorbeugung und Nachsorge

Je nach Demenzart kann man der Krankheit vorbeugen oder nicht. Alzheimer kann man nicht vermeiden, denn gegen den Abbau der Nervenzellen ist noch kein Mittel gefunden. Anders sieht es bei der vaskulären Demenz aus, deren Ursache verengte oder verstopfte Blutgefäße sind. Die Risiken dafür lassen sich erkennen – und mitunter auch abbauen. Rauchen und Übergewicht schaden den Blutgefäßen und sind zumindest zum großen Teil vermeidbar. Auch ein erhöhter Blutdruck lässt sich in den Griff bekommen. Chronischer Alkoholmissbrauch erhöht das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Eine Reihe von Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen lassen sich wirksam behandeln.

Nicht jedes Risiko lässt sich ganz vermeiden, aber dennoch lässt sich einer Demenz zumindest teilweise vorbeugen.

Die größten Risikofaktoren für eine Demenz sind:

  • Herzrhythmusstörungen (6- bis 18-fach erhöhtes Risiko)
  • Bluthochdruck (4- bis 6-fach erhöhtes Risiko)
  • Erkrankte Herzkrankgefäße (2- bis 4-fach erhöhtes Risiko)
  • Diabetes (2- bis 3-fach erhöhtes Risiko)
  • Alkoholsucht (2- bis 3-fach erhöhtes Risiko)
  • Hohes Cholesterin (2-fach erhöhtes Risiko)
  • Übergewicht (1- bis 2-fach erhöhtes Risiko)

 

Die beste Prävention / der beste Schutz vor Alzheimer-Demenz 

  1. Verzichten Sie aufs Rauchen und auf übermäßigen Alkoholgenuss.
  2. Bewegen Sie sich regelmäßig. Schon ein täglicher Spaziergang ist eine gute Vorbeugung.
  3. Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren.
  4. Nehmen Sie aktiv am Leben im Alter teil, engagieren Sie sich und bleiben Sie in Kontakt mit anderen.
  5. Trainieren Sie Ihr Gehirn: ob mit Kreuzworträtseln, Denksport oder dem Erlernen einer Fremdsprache. So bleiben Sie geistig fit.

 

Demenz & Alkohol bilden eine unheilige Allianz, denn fortgesetzter Alkoholmissbrauch gehört zu den Ursachen von Demenz und Alzheimer und  kann eine bestehende Demenerkrankung verstärken. Bei einer Demenz sollte Alkohol im Übermaß vermieden werden, um nicht bestehende Symptome zu verstärken. Das Bier oder das Gläschen Wein am Abend sind aber auf jeden Fall erlaubt, schließlich ist es auch Teil der Lebensqualität.

Eine spezielle Ernährung bei Demenz ist ein schwieriges Thema, denn viele Demenzkranke verlieren ihren Appetit, erkennen Speisen nicht mehr und sind deshalb oft dem Risiko einer Mangelernährung ausgesetzt. Eine ausgewogene Ernährung mit Speisen, die dem Erkrankten vertraut sind und die er gerne isst, sollte deshalb bevorzugt werden. Viele Demenzkranke essen gern mit den Fingern, weil sie mit Besteck nur schlecht umgehen können. Fingerfood ist eine gute Idee, um dennoch für eine ausreichende Ernährung zu sorgen.

Hinweis:

Schwerhörigkeit kann das Demenz-Risiko steigern.
Eine nicht versorgte Schwerhörigkeit, so behaupten es Experten, gilt als enormer Risikofaktor für Altersdemenz und –Depression. Mit einem Hörgeräte lässt sich diese Entwicklung aufhalten.

Symptome & Anzeichen von Demenz / Alzheimer

Empfehlung mit Herz demenz-alzheimer-depression Demenz

Vergesslichkeit, Orientierungsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen oder eine allgemeine Unlust sind Symptome einer Demenz oder Alzheimer Erkrankung. Diese können aber auch viele andere Ursachen haben. Vielleicht hatten Sie bzw. Ihr lieber Angehöriger in den letzten Monaten viel Stress oder einen schmerzhaften Verlust erlitten, der diese Symptome verursacht hat? Nicht immer muss es eine Demenz  oder Alzheimer Erkrankung sein. Dennoch sollten Sie aufmerksam gegenüber sich selbst bzw. Ihren lieben Angehörigen sein. Falls die Symptome vermehrt und anhaltend auftreten, konsultieren Sie ihren Hausarzt.

Symptome & Anzeichen, die für eine Demenz sprechen können:

  • Betroffene vergessen immer wieder, wo sie ihren Schlüssel, die Lesebrille, ihr Geld hingelegt haben – und finden sie dann an ungewöhnlichen Orten (z. B. im Kühlschrank).
  • Sie finden sich in gewohnten Gegenden nicht mehr zurecht, obwohl sie sich dort immer auskannten (z. B. der Weg zum Supermarkt)
  • Betroffene haben Schwierigkeiten, einen Zeitungsartikel oder ein Buch zu lesen, weil sie nicht mehr wissen, was am Anfang des Artikels oder der Buchseite geschrieben stand.
  • Ihnen fallen die Worte für Gegenstände des Alltages nicht mehr ein.
  • Es fällt den Personen zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen. Sie vergessen immer häufiger, was ihr Gesprächspartner gerade gesagt hat.
  • Die Betroffenen haben immer weniger Lust, etwas zu unternehmen. Alles wird ihnen zu viel und sie möchten am liebsten gar nichts mehr unternehmen.
  • Demenz-Symptome und Anzeichen sind höchst unterschiedlich.
  • Anhaltende Unruhe, Müdigkeit, plötzliche Aggressionen oder sogar Halluzinationen können Hinweise auf eine Demenz geben.

 

Demenz Formen / Demenz Arten

Primäre Demenz und sekundäre Demenz

Eine Demenz wird in einer Reihe von unterschiedlicher Demenzarten und Demenztypen unterschieden. Daher ist es sehr schwierig, eine Demenz früh für sich selbst oder bei seinen lieben Angehörigen und Mitmenschen festzustellen und einen Arzt aufzusuchen.

„Demenz“ ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Krankheiten, die höchst unterschiedlich verlaufen, aber alle die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Die erste, grundlegende Unterscheidung der Demenzarten ist die zwischen primärer (hirnorganischer/kortikaler) bzw. sekundärer (nicht-hirnorganischer) Demenz:

 Primäre DemenzSekundäre Demenz
UrsacheNervenzellen im Gehirn sterben ab, ihre Verbindungen gehen verloren („neurodegenerativ“).Die Demenz ist eine Folge einer anderen Erkrankung, etwa einer Depression.
Häufigkeit90 % aller Demenzerkran­kung­en10 % aller Demenz­erkran­kung­en
HeilungEine Heilung ist derzeit nicht möglich, aber durch Therapien lässt sich der Krankheits­verlauf verzögern.Bei frühzeitiger Behandlung ist eine Heilung möglich. Lässt sich die Grund­erkrankung nämlich heilen, kann sich das Gehirn erholen – die demenzielle Erkrankung und ihre Symptome bilden sich zurück.

Neurodegenerative Demenz

Als „neurodegenerativ“ beschreiben Mediziner Erkrankungen des Nervensystems, bei denen es zum Verlust von Nervenzellen kommt (Neurodegeneration). Genau das ist bei einer Demenz der Fall. Ob es nun Eiweißablagerungen sind, die die Nervenzellen beschädigen (wie bei Alzheimer) oder Schlaganfälle (wie bei einer vaskulären Demenz) – die Konsequenzen sind ähnlich: Die Kommunikation der Nervenzellen ist gestört.

neurodegenerative Demenzarten:

  • Alzheimer
  • Frontotemporale Demenz
  • Lewy-Body-Demenz

 

Alzheimer– bzw. Lewy-Body-Demenz / Lewy-Körperchen-Demenz haben die selbe Ursache!

  • Es kommt zu Eiweißablagerungen an den Nervenzellen im Gehirn. Diese Ablagerungen behindern die Kommunikation der Nervenzellen untereinander. Vergesslichkeit, Sprachstörungen, Orientierungsschwierigkeiten – die Symptome von Alzheimer und Lewy-Körperchen-Demenz ähneln sich.
  • Bei der Lewy-Körperchen-Demenz, benannt nach dem Pathologen Friedrich Lewy, einem Mitarbeiter von Alois Alzheimer, kommen noch spezifische Symptome hinzu:
  • Es kommt – auch in den frühen Stadien – zu Halluzinationen.
  • Der Gesundheitszustand der Betroffenen schwankt stark. Es gibt gute Tage, fast ohne Symptome.
  • Das Gedächtnis bleibt länger erhalten.
  • Eine weitere neurodegenerative Demenzform ist die Frontoremporale Demenz / Morbus Pick. Im Gegensatz zu Alzheimer ist hier besonders das Sozialverhalten der Betroffenen beeinträchtigt: Manche Menschen werden plötzlich aggressiv, obwohl sie sonst immer eher ruhig waren. Sie schimpfen los, ohne sich bei der Wortwahl zu beschränken, sind reizbar und stehen ihren Mitmenschen eher kalt und verächtlich gegenüber.
  • All das sind Entgleisungen, die erst dann auffallen, wenn sie sich häufen und gar nicht mit dem Charakter des Betroffenen zu vereinbaren sind. Erst wenn die sprachlichen Fähigkeiten beeinträchtigt sind und wenn auch die Gedächtnis- und Orientierungsfähigkeiten abnehmen, liegt der Verdacht einer Demenz nahe. Die Verhaltensauffälligkeiten haben ihre Ursache darin, dass die Neurodegeneration zunächst in jenen Hirnregionen wütet, die das soziale Verhalten steuern.

 

Vaskuläre Demenz

Durchblutungsstörungen im Gehirn können die sog. vaskuläre Demenz auslösen, wenn Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, verengt oder gar verstopft sind. Die Nervenzellen werden nicht mehr mit ausreichend Blut versorgt und sterben ab (Neurodegeneration). Manchmal ist es eine Reihe von vielen kleinen Schlaganfällen, die zu einer Demenz führen: der Multi-Infarkt-Demenz.

Bei einem großen Schlaganfall sind die Symptome fast unübersehbar. Doch bei kleineren Schlaganfällen (Multi-Infarkt-Demenz) können sie lange Zeit unbemerkt bleiben. Wenn aber Sie oder Ihr Partner plötzlich unsicher gehen oder ganz plötzlich an einer Inkontinenzleiden, sollten Sie immer auch an einen kleinen Schlaganfall denken. Gehen Sie unbedingt zum Arzt, wenn solche Symptome auftreten.

vaskulären Demenzarten:

  • Morbus Binswanger
  • Multi-Infarkt-Demenz

 

Demenz bei Parkinson

Eine Demenz bei Parkinson hat als typisches Kennzeichen, dass eine Parkinson-Erkrankung vorliegt, in deren Verlauf es zu einer Demenz kommt. Das ist bei rund 40 % der Parkinson-Betroffenen der Fall. Die Ursache dafür liegt in der Parkinson-Erkrankung, die durch einen Mangel an Acetylcholin, eines Botenstoffes, der die Übertragung zwischen den Nervenzellen ermöglicht.

Im Gegensatz zu einer Alzheimer-Demenz sind bei einer Parkinson-Demenz nicht zuerst die Gedächtnisleistungen betroffen. Es kommt im Rahmen der Parkinson-Symptome eher zu Störungen der Aufmerksamkeit oder zu Problemen bei der Gestaltung des Alltages (Probleme lösen, Handlungen planen).

 

Kortikale Demenz / hirnorganische Demenz (z.B. Alzheimer)

Bei einer kortikalen Demenz treten Schädigungen der Gehirnrinde, des Cortex, auf. Das ist z. B. bei Alzheimer der Fall. Andere Demenzarten , z. B. die Demenz bei Parkinson, haben ihre Ursache in Schädigungen von Bereichen, die unterhalb des Cortex (subkortikal) liegen. Je nach betroffener Hirnregion sind die Symptome einer Demenz daher höchst unterschiedlich.

Der lateinische Begriff „Cortex“ bedeutet übersetzt „Rinde“. Im medizinischen Sprachgebrauch ist damit eine Schicht gemeint, die unser Gehirn überzieht, sowohl das Großhirn als auch das Kleinhirn. Zumeist bezieht sich der Begriff Cortex aber auf die Großhirnrinde. Diese bildet fast die Hälfte unseres gesamten Gehirns, legt sich in Furchen und Windungen, um den Platz innerhalb des Schädels maximal zu nutzen. Die Großhirnrinde ist der entwicklungsgeschichtlich jüngste Teil unseres Gehirns – und zugleich der wichtigste. In der Großhirnrinde entsteht unser Bild der Welt. Dort werden Sinneseindrücke empfangen und verarbeitet, Informationen gespeichert und interpretiert, Handlungen angeregt, Emotionen ausgelöst. Ohne Großhirnrinde wäre der Mensch nicht Mensch. Sie ist der Sitz unseres Bewusstseins.

Demenz Diagnose

Empfehlung mit Herz Demenz-Pflege-in-guten-Händen Demenz

In der Regel fällt die Diagnose „Demenz“ erst am Ende eines langen Prozesses. Grundbedingung für die Diagnose einer Demenz sind Einschränkungen, die mindestens sechs Monate bestehen.

Zwei Störungen stehen im Vordergrund:

  • Gedächtnisstörungen (neue Informationen werden nicht mehr im Gehirn gespeichert und Erinnerungen gehen nach und nach verloren)
  • Einschränkungen des Denkvermögens (z. B. fällt es immer schwerer sich zu entscheiden)

 

Die Diagnose einer demenziellen Erkrankung hat Kriterien. Festgelegt sind sie im ICD, einer Art Krankheitenkatalog: „International statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (englisch Originaltitel: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problemes – kurz „ICD“).

In der aktuellen Ausgabe, dem ICD-10, werden vier Demenz-Gruppen unterschieden:

  • Demenz bei Alzheimerkrankheit
  • Vaskuläre Demenz (z. B. nach einem Schlaganfall)
  • Demenz bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (z. B. bei Parkinson)
  • Sekundäre Demenzen (z. B. bei Alkoholmissbrauch)

 

Die Diagnostik verläuft in zwei Stufen

  • Differentialdiagnostik (Ultraschall des Gehirns, EEG, Liquordiagnostik, bildgebende Verfahren wie Positronen-Emissions-Tomografie etc.)
  • Diagnostik der demenziellen Symptome (Anamnese, körperliche Untersuchung, Labordiagnostik, neuropsychologische Tests zur Früherkennung wie Uhrentest, Fragebögen; Befragungen der Angehörigen, Funktionstest zur Überprüfung der Alltagsfähigkeiten)

 

Demenz-Diagnose in Memory-Kliniken

Es gibt inzwischen gute sog. Memory-Kliniken, die sich auf die Diagnose von Hirnleistungsschwächen spezialisiert haben. Eine gute erste Adresse, wenn es um die Diagnose einer Demenz geht, sind auch Gedächtnissprechstunden oder Gedächtnisambulanzen. Eine frühe Diagnose ist bei allen Demenzarten wichtig, denn nur so kann ein Behandlungsplan aufgestellt werden. Gerade bei einer Alzheimer-Demenz ist die frühe Diagnose wichtig, denn die heute verfügbaren Medikamente wirken nur in einem frühen Stadium.

 

Demenz oder Depression?

Eventuell hat eine Depression Symptome, die denen einer Demenz sehr ähnlich sind.

  • allgemeine Unlust
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

 

Doch  diese Symptome werden bei einer Depression nicht durch Abbauprozesse im Gehirn ausgelöst, sondern durch die Psyche des Betroffenen. Es ist daher wichtig herauszufinden, ob wirklich eine Demenz oder eine Depression, vorliegt. Eine Depression ist in vielen Fällen gut behandelbar, sodass die Symptome nachlassen. Im Gegensatz zu einer Demenz treten die Symptome bei einer Depression auch plötzlich auf, evtl. nach einer schweren seelischen Belastung.

Behandlung einer Demenz

Eine Demenz hat große Auswirkungen auf den Betroffenen – und auch auf sein Umfeld. Daher sollte die richtige Behandlung  einer Demenz und der richtige Umgang damit oberste Priorität haben. Das Krankheitsbild bringt Verhaltensänderungen mit sich und erfordert je nach Schweregrad der Krankheit teilweise intensive Betreuung und Beschäftigung. Die Pflege und Betreuung eines Menschen mit Demenz ist eine verantwortungsvolle und extrem belastende Situation. Viele Menschen mit Demenz werden zu Hause gepflegt. Anfänglich gelingt das noch allein, doch mit dem Fortschreiten der Erkrankung ist die Hilfe von Fachkräften und Dienstleistungen für Senioren unumgänglich.

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten bei Demenz

Zur Behandlung von Demenz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Je nach Art und Stadium der Krankheit versprechen die Therapien mehr oder weniger großen Erfolg.

Die aktuelle „Leitlinie Demenz“ der Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) fasst das derzeitige Wissen um die Erkennung, Behandlung und Betreuung von Menschen mit Demenz zusammen. Sie enthält so etwas wie geprüfte allgemeingültige Behandlungsansätze und Therapien.

Die wichtigsten Aspekte im Umgang mit einer Demenz  sind:

  • Psychosoziale Interventionen  – wirken so gut wie Medikamente

Gerade ergotherapeutische Maßnahmen sorgen bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz dafür, dass Alltagsfunktionen erhalten bleiben. Bewegung und Musik verbessern die geistige Leistungsfähigkeit, sorgen für mehr Beweglichkeit und Balance.

  • Realitätsorientierungstraining („ROT“).

Gerade bei Demenz im Anfangsstadium wird häufig das Realitätsorientierungstraining (kurz: „ROT“) eingesetzt. Mit Uhren, Kalendern, Namensschildern etc. sollen die Betroffenen sich besser in Bezug auf Zeit und Umgebung orientieren. ROT kann dabei helfen, die Abbauprozesse des Gehirns zu verlangsamen. Darüber hinaus hilft es den Betroffenen, wenn sie sich jederzeit bei der Orientierung in Zeit und Raum behelfen können, indem sie etwa auf Schilder, Uhren, Kalender etc. blicken können.

  • Medikamente zur Behandlung bei Demenz

Zurzeit forschen etwa 50.000 Wissenschaftler an Dutzenden von Wirkstoffen, doch noch gibt es kein Medikament, das eine Demenz wirksam beeinflussen kann. Allerdings gibt es eine kleine Gruppe von Medikamenten, u. a. die Acetylcholinesterase-Hemmer (Antidementiva), die stabilisierend wirken und den Krankheitsverlauf verzögern.

Die Basistherapie einer  Demenz-Behandlung mit Medikamenten kurz erklärt:

Antidementiva, die gegen den zunehmenden kognitiven Leistungsverlust wirken (Acetylcholinesterase-Hemmer). Diese Medikamente gibt es als Tabletten und auch als Pflaster.

Neuroleptika, die gegen die Begleitsymptome einer Demenz wirken und eine beruhigende Wirkung haben.

Antidepressiva gegen die Behandlung depressiver Verstimmungen.

 

Heilung bei Demenz?Empfehlung mit Herz demenz Demenz

Eine Heilung oder zumindest ein Stillstand ist bei manchen Demenzformen möglich, wenn Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch die Ursache für die Demenz waren.

Bei Alzheimer, dem häufigsten Demenz-Typ, gibt es nach wie vor keine Heilung.
Deshalb liegt der Fokus der Behandlung auch eher auf der Linderung der Symptome in Form von Medikamenten gegen Depression.

Hinweis:

„Ich bin noch immer derselbe Mensch“

Es gibt noch keine Heilung, stattdessen erkranken immer mehr Menschen an einer Demenz.

Umso wichtiger ist es, dass wir alle so zusammenleben, dass die Erkrankung „Demenz“ nicht den sozialen Zusammenhalt sprengt.
Die „European Foundations‘ Initiative on Dementia (EFID) veröffentliche vor einigen Jahren eine Broschüre:

Ich bin noch immer derselbe Mensch – Aufruf zu einer neuen Art der Kommunikation über Demenz“.

Viele Organisationen beraten und helfen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Eine Hilfe, die dringend gebraucht wird. Einige erste Anlaufstellen, die Sie interessieren könnten, sind:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Demenz Support Stuttgart

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Beschäftigung bei Demenz und Alzheimer

Ein jeder Mensch sehnt sich nach einer sinnvollen Aufgabe, die Ihn ausfüllt ob beruflich oder in der Familie sowie in der Freizeit. Auch im gehobenen Alter oder in der Phase einer Erkrankung besteht der Wunsch nach Beschäftigung. Hobbys, Sport und soziale Kontakte sind in der Vergangenheit und gerade jetzt in der Herausforderung mit einer Erkrankung sehr wichtig. Daraus resultierend wird in vielen oder den meisten Pflege-Einrichtungen besonderen Wert auf die Aktivierung und Beschäftigung von Demenzerkrankten gelegt und besondere Beschäftigungsprogramme erarbeitet und umgesetzt. Somit greift man einer eigenständigen Beschäftigung der Demenzerkrankten durch Langeweile vor und stellt ihnen sinnvolle Aufgaben und Beschäftigungsmodelle die ihnen nützen und unterstützen vorhandene Fähigkeiten zu behalten, in Erinnerung zu rufen sowie neues zu erlernen.

Wir von Empfehlung-mit-Herz.de haben diverse Möglichkeiten zusammen getragen worauf zu achten ist und was sinnvoll sein kann damit Demenzerkrankte Mitmenschen beschäftigt werden können.

Beschäftigung für Demenzpatienten

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, haben Probleme, ihre gewohnten, täglichen Aufgaben zu erledigen. Demenzerkrankte machen „Fehler“, indem sie Dinge nicht mehr genau wissen oder Handlungen nicht mehr ausführen können. Oftmals trauen sie sich aber auch selbst nichts mehr zu und ziehen sich zurück. Aufgrund dessen wissen gute Pflege- und Betreuungskräfte über den Sinn und Nutzen der Beschäftigung von Demenzerkrankten Bescheid und beschäftigen diese.

Vorteile, die eine sinnvolle, fördernde Beschäftigung bei Demenz bringt…

  • Schutz vor Einsamkeit
  • Erinnerungen werden hervorgerufen und bleiben in Erinnerung
  • Fähigkeiten werden trainiert, die noch gegeben sind
  • Ordnung und Struktur im Alltag
  • Freude, gute Laune und Befriedigung durch sinnhafte Aufgaben
  • Stärkung des Selbstvertrauens bei den Patienten

 

Wenn Sie sich als pflegender Angehöriger fragen, wie Sie Ihren demenzerkrankten Angehörigen gezielt beschäftigen können, müssen Sie behutsam und individuell vorgehen.

Nicht alle Beschäftigungen eignen sich für jeden Betroffenen und jedes Stadium der Demenz gleich gut. Je fortgeschrittener die Demenz ist, desto sensibler müssen Sie auf die Einschränkungen eingehen.

Während bei einer leichten Demenz Gedächtnisspiele durchaus sinnvoll sind und noch Spaß machen, können sie bei einer mittelschweren Demenz zu erheblicher Verunsicherung führen.

Da wird sich dann an einfachste Sprichworte nicht mehr erinnert, das Versagen führt beim Erkrankten zu großer Enttäuschung, oft auch zu Scham und zum Rückzug. Genau das gilt es zu vermeiden.

Hinweis:

Eine Überforderung ist kontraproduktiv und weniger gut wenn es um die Beschäftigung und den Umgang mit Demenzpatienten geht. Daher ist ein taktvolles und richtiges Maß der Dinge bei der Beschäftigung zu beachten.

Am wichtigsten ist somit  „Der Spaß steht im Vordergrund.“

Regeln für die Beschäftigung von Demenzpatienten

  • Stadium der Demenz berücksichtigen.
  • Wie weit ist die Demenz fortgeschritten?
  • Was kann der Betroffene noch, was schon nicht mehr?
  • Berücksichtigen Sie persönliche Vorlieben und Abneigungen, denn die Beschäftigung sollte Spaß machen.
  • Basteln, Spielen, unterschiedliche Aufgabenstellungen und Alltagssituationen nachstellen ist schön und gut. Jedoch kann es sein das Haushaltsaufgaben nicht mehr angesagt sind bei Frauen und Männern sowie das Ausschneiden oder Gesellschaftsspiele nicht für jeden einzelnen in Frage kommen kann. Lassen Sie dem Patienten immer die Wahl.
  • Lassen sie es geschehen, wenn Demenzerkrankte nicht beschäftigt werden möchte, sondern lediglich zuschauen wollen, bei dem was sie tun. Respektieren Sie den Willen des Demenzkranken, lediglich dabei zu sein oder gar nur zu zuhören, wenn etwas vorgelesen wird.
  • Demenzkranke möchten eventuell mal etwas anderes machen, was sie vorher vielleicht abgelehnt  oder gar nicht erst unternommen haben. Eventuell möchten sie einfach aus der Gewohnheit raus und mal was neues ausprobieren.
  • Fehler = Helfer wenn man die Buchstaben umdreht bei Fehler. Seien Sie nachgiebig und seien Sie tolerant bei nicht richtig gelösten Aufgaben.

 

Erinnerungspflege bei Demenzerkrankungen

Empfehlung mit Herz demenz-erinnerungspflege Demenz

 

Eine Erinnerungspflege bei Demenz zum Erinnern an Ereignisse und Beziehungen von früher tut vielen Demenzkranken gut, weswegen man die sog. „Erinnerungspflege“ bei  Demenz mit vielen Demenzkranken heute praktiziert. Wenn sich Menschen mit Demenz an Beziehungen mit lieben Menschen oder lebensgeschichtliche Ereignisse erinnern, trägt dies zu ihrem allgemeinen Wohlbefinden bei und sie fühlen sich wieder stärker in ihrer Identität. Stellen Sie als Pflegender oder Angehöriger konkret Fragen zu Kindheit oder Jugend, beispielsweise zu zeitgeschichtlichen Ereignissen aus der Kindheit oder Jugend des Demenzkranken. Sie sollen den Demenzkranken motivieren, sich an die Erlebnisse zu erinnern und Geschichten von früher zu erzählen. Parallel dazu können Sie auch in Fotoalben von früher blättern, dem Demenzkranken Fragen stellen, oder selbst gemeinsam Alben oder eine Erinnerungskiste anfertigen.

Sinneserfahrungen und Berührungen helfen in der Erinnerungspflege bei Demenz

Berührungen sind neben den Erinnerungen ein unverzichtbarer Bestandteil des menschlichen Lebens. Menschen mit Demenz, die über Worte und Gesten nur noch kaum zu erreichen sind, können auch durch Berührung aktiviert werden und man kann daraus wiederum aktivierende Beschäftigungen und kreative Spiele ableiten.

Beispiele hierfür sind :

  • Fühlen und Spüren Bsp. Massage mit diversen geeigneten Gegenständen, Rollerball, Kopfmassagegerät, Igelball, Federstreicheln etc.
  • Sinnesspiele: Gegenstände in einem Jutesack, gemischt mit verschiedenartigen Formen, suchen lassen.
  • Unterschiedliche Materialien in einer zugedeckten Kiste erfühlen lassen
  • Gewürze und Dürfte riechen lassen und damit die Erinnerung aktivieren
  • Barfußpfade, Sinnesgärten, Kneipbäder u.v.m.

 

Hinweis:

Erinnerungspflege bei Demenz

Produkte und Gegenstände für die Erinnerungspflege bei Demenz zum Fühlen, Tasten und Riechen gibt es übrigends zahlreiche aus dem Alltag. Zudem gibt es einige Anbieter im Internet, die sich spezialisiert haben auf das Thema, nützliche und hilfreiche Gegenstände für die Erinnerungpflege bei Demenz.

Da gibt es zum Beispiel Ilses weite Welt www.ilsesweitewelt.de, speziell für Demenzerkrankungen oder auf der Seite www.mal-alt-werden.de mit diversen Beschäftigungsmaterialien und kreativen Anregungen.

Rechte bei Demenz / Alzheimer

Viele Angehörige und Betroffene stellen sich die Frage bezüglich der Rechte bei Demenz. Die Diagnose „Demenz“ bedeutet nicht automatisch, dass der Betroffene nun keine Rechte mehr hat. Es ist vielmehr in jedem Einzelfall zu fragen, welche rechtlichen Angelegenheiten ein Betroffener noch hat. Eine Vorsorgevollmacht kann gerade bei einer Demenz hervorragende Dienste leisten. Mit einer Betreuungsverfügung stellen Sie sicher, dass Sie bzw. Ihr demenzkranker Angehöriger durch eine bestimmte Person vertreten werden kann. Doch abseits der Dokumente zur Pflegevorsorge gibt es vor allem ein Problem, das vielen – Betroffenen und Angehörigen – besonders unter den Nägeln brennt: Das Autofahren.

Autofahren mit Demenz, darf ich es noch?

Experten raten dazu, dass Ärzte einen Demenzkranken darüber aufklären, dass er im Verlauf der Erkrankung fahruntüchtig wird (sog. „Sicherungsaufklärung“). Oft ist diese Beratung durch einen Arzt effektiver als jene, die Sie vielleicht als Angehöriger unternehmen.

Wenn Ihr demenzkranker Angehöriger noch selbst Auto fährt und Sie Angst um ihn und andere Verkehrsteilnehmer haben, dann suchen Sie am besten frühzeitig das Gespräch mit ihm. Sprechen Sie dieses sensible Thema am besten in Ruhe an und legen Sie sich ein paar gute Argumente bereit. Vielleicht ist Ihr Angehöriger ja einsichtig und möchte seinen Führerschein freiwillig abgeben.

Rechtlich gesehen kann die Straßenverkehrsbehörde bei einer Demenz nach Anlage 4a der Fahrerlaubnisverordnung den Führerschein entziehen, wenn die Demenz zu schweren Persönlichkeitsveränderungen geführt hat und weit fortgeschritten ist. Bei Bedarf kann die Behörde dazu ein Gutachten von einem Psychiater oder Neurologen anfordern, um die Fahruntüchtigkeit zu beweisen.

Verlauf und Statistik zur Demenz-Erkrankung

Die Einstufung des Schweregrads der Demenz erfolgt gewöhnlich in drei Stadien:

  • Frühes Stadium (v. a. Störungen des Kurzzeitgedächtnisses)
  • Mittleres Stadium (Schwierigkeiten bei den Aufgaben des Alltags)
  • Spätes Stadium (Gravierende Einschränkungen der Sprache, Angehörige werden nicht mehr erkannt. Betroffene sind in allen Bereichen auf Hilfe angewiesen, können z. B. nicht mehr allein essen oder zur Toilette gehen.)

 

Jeder Demenz-Verlauf ist anders und die Demenz-Stadien sind nur unscharf voneinander abzugrenzen. Manchmal verharrt der Betroffene länger oder kürzer in einem Stadium, der Krankheitsverlauf ist höchst individuell. Dennoch gehört es zu den Kennzeichen einer Demenz, dass die Einschränkungen im Laufe der Erkrankung immer massiver werden. Wenn bei einer leichten Demenz noch ein relativ selbständiges Leben möglich ist, wird es bei einer schweren Demenz zunehmend schwieriger. Bei einer Demenz im Endstadium ist ein Betroffener vollständig auf die Hilfe seiner Umgebung angewiesen. Er ist nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Er ist vollkommen hilflos.

Wie sieht es weltweit mit der Demenzerkrankung aus, laut der Demenz Statistik?

Der Stand weltweit lautet aktuell, dass mehr als 45 Millionen Menschen an einer Demenz erkrankt sind. Experten und Forschern zufolge geht diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf das dreifache hoch und somit auf 135 Millionen Menschen. In der Bundesrepublik Deutschland sind derzeit 1,6 Millionen Menschen – Stand 2016-  an dieser gesundheitlichen Herausforderung erkrankt. Bis zum Jahr 2050 sollen es rund 3 Millionen sein. Schätzungen zufolge sollen in Deutschland jährlich ca. 40.000 Menschen neu an einer Demenz erkranken. Das sind mittlerweile rund 100 Menschen pro Tag. Die meisten (mehr als 90% der Betroffenen) von ihnen leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer.

Grundsätzlich wächst mit dem höheren Alter das Risiko, an diesem Problem zu erkranken. Dennoch trifft es laut der aktuellen Demenz-Statistik vor allem ältere Frauen.

Sind bei Menschen in einem Alter von  65 bis 69 Jahren lediglich 1,6 % an einer Demenz erkrankt, so sind es bei den über 90-Jährigen bereits 40,95 %, – laut der Demenz-Statistik. Zwei Drittel der Menschen mit Demenz sind über 80 Jahre alt, 80 % von ihnen sind übrigens Frauen, das sagt die aktuelle Demenz-Statistik dazu aus.

Die Demenz Statistik zur Erkrankung bei Frauen und Männern

Altersdemenz ist ein umgangssprachlicher Begriff.

Demenz gehört zu den häufigsten Krankheiten im Alter, daher hat sich auch der Begriff „Altersdemenz“ bei uns eingebürgert. Der Begriff ist jedoch nicht konkret, weil es eine „Altersdemenz“ als medizinische Bezeichnung, einer spezifischen Erkrankung, nicht gibt. „Altersdemenz“ ist also eher eine umgangssprachliche Bezeichnung der Tatsache, dass eben vor allem ältere Menschen an einer Demenz erkranken.

Wenn sie die weltweiten Statistiken zur Thematik Demenz einsehen wollen dann klicken sie einfach hier und sie werden automatisch zur Webseite statista.com weitergeleitet …  Zur Statistik

Demenz Hilfe für Angehörige und Patienten

Die richtige Demenz Hilfe, Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz ist für Angehörige und Pflegenden eine große Herausforderung.  Viele pflegende Angehörige müssen diese Kompetenzen im Umgang mit einer Demenz erst erlangen. Dabei sind sie doch täglich mit dem Betroffenen konfrontiert, der immer weiter in die Demenz hineingleitet.

Die richtige Hilfe für Angehörige und Patienten mit Demenz

Sie haben Anspruch auf Pflegeleistungen…

Mit anerkannter  „Pflegestufe 0“ (künftig: Pflegegrad 2) haben Menschen mit Demenz schon im Anfangsstadium der Erkrankung Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse. Steht die Einschränkung der Alltagskompetenz fest, so haben Erkrankte mit Pflegestufe 0 bzw. Pflegegrad 2 Anspruch auf Pflegegeld und/oder Pflegesachleistungen, Leistungen der stationären Pflege (bei Pflegegrad 2), Pflegemittel zum Verbrauch, Verhinderungspflege, Kurzeitpflege, Zuschüsse für die Wohnraumanpassung, Tagespflege, Nachtpflege und Pflegeberatung sowie Pflegeschulungen. Hinzu kommen weitere Hilfen nach § 45b SGBXI, die sogenannte zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen, z. B. in Form der stundenweisen Seniorenbetreuung.

Eine diagnostizierte Demenz und damit die Einschränkung der Alltagskompetenz macht sich auch in den anderen Pflegestufen bzw. allen Pflegegraden durch höhere Pflegeleistungen bemerkbar.

Das Betreuungsangebot und die richtigen Pflegeleistungen für Demenzkranke haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert.

Unterstützer / Helfer bei DemenzEmpfehlung mit Herz demenzpatientin-in-guten-händen Demenz

Die Pflege und Betreuung eines Demenzkranken stellt ganz besondere Herausforderungen an pflegende Angehörige.  Versorgen Sie Ihren Angehörigen mit Demenz im häuslichen Umfeld, sollten Sie sich regelmäßig Auszeiten gönnen und auch hilfreiche Dienstleistungen wie Einkaufshelfer, Besuchsdienste und Alltagsbegleiter in Anspruch nehmen.

Urlaub bei Demenz

Im Rahmen der Verhinderungspflege können Sie auch einmal Urlaub ohne Ihren Pflegebedürftigen machen oder zusammen in ein Pflegehotel fahren, um einen Auszeit aus der Pflege zu bekommen und gemeinsam Neues zu erleben.

Demenz im Krankenhaus

Eine besondere Herausforderung ist es, wenn Menschen mit Demenz wegen einer anderen körperlichen Erkrankung ins Krankenhaus müssen. Die ungewohnte Umgebung kann die Symptome wie Orientierungsstörungen verstärken. Zudem werden ärztliche Anweisungen evtl. nicht verstanden oder Therapien nicht eingehalten. Viele Krankenhäuser sind nicht auf diese besondere Patientengruppe eingerichtet.

Hinweis:

Wenn Sie Ihren demenzkranken Angehörigen ins Krankenhaus bringen müssen, sollten Sie auf seine besondere Situation hinweisen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat einen „Informationsbogen für Patienten mit Demenz bei Aufnahme ins Krankenhaus“ erstellt, auf dem Sie die besonderen Bedürfnisse und Verhaltensweisen Ihres Angehörigen vermerken können.

Demenz  Pflegeeinrichtungen und Wohngemeinschaft

Pflegeeinrichtungen, die sich auf den richtigen Umgang und Behandlungsangebote für Demenzpatienten spezialisiert haben finden Sie in vielen Orten von Deutschland und in ihre Nähe.

Das richtige Pflegeheim finden – hier klicken

In den vergangenen Jahren entstanden in Deutschland immer mehr ambulant betreute Wohngemeinschaften, die sich speziell an Menschen mit Demenz wenden. Zwischen sechs und maximal zwölf Personen wohnen gemeinsam in einer Demenz-WG und werden durch einen ambulanten Pflegedienst betreut.

Hinweis:

Durch das II Pflegestärkungsgesetz, das zum 01.01.2017 in Kraft trat, haben vor allem Demenzkranke profitiert. Ihnen stehen seit Januar 2017 endlich die gleichen Pflegeleistungen zu wie körperlich Pflegebedürftigen. Zudem werden seitdem psychische und kognitive Beeinträchtigungen bei der Begutachtung durch den Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK) und  MEDICPROOF viel stärker berücksichtigt als bisher.

technische Hilfen für den Umgang mit einer Demenz

Demenzortungssysteme bei Lauftendenz

Viele Demenzkranke zeigen im Laufe der Erkrankung die sog. Lauftendenz, sprich einen starken Bewegungsdrang, durch den sie sich häufig orientierungslos vom eigenen Zuhause entfernen. Damit Sie nicht immer Angst haben müssen, Ihr Angehöriger könnte weglaufen und würde nicht mehr nach Hause finden, gibt es spezielle Hilfsmittel wie beispielsweise Ortungssysteme für Demenzkranke . Diese GPS-Geräte schlagen Alarm, wenn sich Ihr Angehöriger unbewusst vom vertrauen Umfeld entfernt und zeigt Ihnen auf einem Endgerät exakt an, wo er sich gerade befindet. Viele Angehörigen schätzen dieses Hilfsmittel im Alltag und berichten von einer enormen psychischen Entlastung.

Betreuung und Pflege bei Demenz

Eine Erkrankung an Demenz oder Alzheimer ist gerade für die Angehörigen von Erkrankten schwer im Alltag unterzubringen, viele sind überfordert mit der Situation. In der Situationen ist das Finden die richtigen Betreuung, Pflegeeinrichtung oder Pflegedienst für Patienten mit Demenz und Angehörige sehr hilfreich.

So bieten viele Einrichtungen auch Selbsthilfegruppen für Senioren die an Demenz erkrankt sind an, so wird auch den Betroffenen geholfen. Altersdemenz und Alzheimer sind gut behandelbare Arten die in Pflegeheimen mit extra Demenzabteilung behandelt werden können, so gibt es aber auch für zu Hause Hilfe  für Angehörige und Betroffene.

Hilfe für die richtige Wahl  der Pflegeeinrichtung

Die richtige Pflegeeinrichtung / die richtigen Pflegedienst finden

Hier klicken…

Gezielt in Ihrer Umgebung nach der passenden Einrichtung suchen und  genau informieren was die beste Lösung in Sachen Demenzpflege ist.

Wir helfen Ihnen gerne die richtige Demenzpflege zu finden, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Warum jetzt und nicht später die richtige Hilfe organisieren?

Je weiter eine Demenz fortschreitet, desto schwerer fallen selbst die einfachsten Tätigkeiten wie das Anziehen, das Lesen, das Organisieren und selbständige Leben. Angehörige und Freunde sollten einem demenzkranken Menschen nicht alles abnehmen. Die richtige Unterstützung und Aufrechterhaltung zur Selbsthilfe tragen dazu bei, dass Demenzkranke länger selbstständig bleiben. Deshalb suchen Sie gleich mit unserer Hilfe nach der idealen Demenz – oder Alzheimereinrichtung.