Eisenmangel

Was ist ein Eisenmangel?

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement im Körper, welches an vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist, unteEmpfehlung mit Herz eisenmangel Eisenmangel    r anderem am Sauerstofftransport und ist für die Bildung von neuem Blut verantwortlich. Damit diese Prozesse nicht eingeschränkt oder behindert werden, muss der Körper eine gewisse Menge an Eisen aufweisen können, um zu funktionieren. Ist dem nicht der Fall und die Reserven des Körpers an Eisen werden beansprucht, spricht man von einem Eisenmangel. Sind die Reserven leer und kein Eisen verfügbar, kommt es zu einer Eisenmangelanämie, umgangssprachlich auch Blutarmut genannt.
Eisenmangel ist auf der ganzen Welt ein Problem und eine der am häufigsten auftretenden Mangelerscheinung, ca. 20-25% aller Menschen weltweit leiden unter dem Mangel des Spurenelements. Risikogruppen sind hier Kinder, welche sich im Wachstumsalter (bis ca. 15 Jahre) befinden und schwangere Frauen oder welche mit starken Monatsblutungen.

Gibt es Personengruppen die eine erhöhte Neigung zu Eisenmangel haben?

Ja, dazu zählen:

• Vegetarier und Veganer
• Ältere Personen
• Sportler
• Menschen, die Blut spenden

Wie wird die Diagnose Eisenmangel gestellt?

Empfehlung mit Herz Eisenmangel-test Eisenmangel

Ferritin Test zum festlegen einer Eisenmangel Diagnose

Eisenmangel wird oft per Zufall beim Blut abnehmen diagnostiziert. Bei Eisenmangel werden die Eisenreserven des Körpers aufgebraucht, sind diese geleert entsteht eine Eisenmangelanämie (=Blutarmut).
Bei möglichem Eisenmangel ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. Wichtig hierbei ist, vor allem ehrlich bei der Anamnese (Krankengeschichte) zu sein, bezüglich Lebensstil, Essgewohnheiten und bei Frauen ihre Regelblutung, denn nur so kann der Arzt zu einer richtigen Diagnose und Behandlung kommen.
Für eine sichere Diagnose muss der betroffenen Person Blut abgenommen und dieses untersucht werden.

Folgende Parameter sind am meisten bei einem möglichen Eisenmangel zu beachten:

• Eryhtrozyten: Bei zu wenig roten Blutkörperchen ist von einer Anämie auszugehen
• Hämoglobin: Bei einer Verminderung des Hb-Wertes bedeutet es, dass eine Anämie vorliegt
• MCH: gibt Auskunft über den durchschnittlichen Hb-Wertes eines Eryhtrozyten. Ist dieser vermindert, spricht man von einer hypochromen Anämie
• MCV: gibt die Größe eines Erythrozyten an. Bei einer Verminderung liegt eine mikrozytäre Anämie vor.
• Transferrin: Ein Transporteiweiß für Eisen im Körper. Eine Minderung deutet auf eine Mangelversorgung hin, sofern im Körper keine anderen Entzündungen vorliegen.

Weitere Parameter können auch wichtig für die Bestimmung eines Eisenmangels sein, sofern diese vermindert sind: Hämatokrit, Retikulozyten, die löslichen Transferrinrezeptoren und Ferritin.

Eisenmangel Symptome

Eisenmangel hat viele unterschiedliche Symptome, welche oft mit dem Defekt eines Motors verglichen werden können. Sobald ein Teil nicht mehr richtig funktioniert, verringert sich die Leistung des kompletten Motors. Für den Körper ist Eisen sehr wichtig, da es Sauerstoff und Elektronen transportiert und an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist, wie zum Beispiel der Zellteilung und der Bildung neuer roter Blutkörperchen und Hämoglobin. Hauptsächlich beruhen die Symptome auf dem Mangel von Sauerstoff, da dieser lebenswichtig für den Körper ist.

Typische Symptome für einen Eisenmangel können daher wie folgt aussehen:

• Müdigkeit und AbgeschlagenheitEmpfehlung mit Herz schlaganfall-symboldarstellung Eisenmangel
• Abnahme physischer und geistiger Leistungsfähigkeit
• ein schwaches Immunsystem
• Haarausfall
• Entzündungen der Zunge, Wölbung der Fingernägel
• Blässe
• Schwindel, Herzrasen und Kurzatmigkeit

Andere, eher seltene Symptome sind:

• Depressionen und Ängstlichkeit
• Schlafstörungen
• Pikazismus
• raue, rissige Haut sowie rissige Mundwinkel
• glanzloses, sprödes Haar

Eisenmangel Ursachen

Eisenmangel ist ein weit verbreitetes Problem und betrifft ca. 20 bis 25% der Weltbevölkerung. Die Eisenmangel Ursachen können sehr vielfältig sein, in Europa ist es meistens der chronische Blutverlust einer Person, seltener ist es eine Störung bei der Eisenaufnahme oder es liegt ein Mangel in der Zufuhr an Eisen vor. Die Problematik liegt darin, dass der Körper selbst kein eigenes Eisen produzieren kann, es also extern zugeführt werden muss, dieses geschieht über die Nahrung. Vor allem für Menschen, die auf Fleisch verzichten, kann es zu einem Eisenmangel kommen, da Fleisch eine gute Quelle für Eisen ist. Zwar gibt es auch viele Pflanzen, die Eisen enthalten, dennoch nimmt der Körper diese schlechter auf. Daher sind es vor allem Vegetarier, Veganer und Makrobioten, die unter Eisenmangel leiden. Hinzu kommt, dass heutzutage immer mehr Menschen unausgewogene Diäten machen oder sich unterkalorisch ernähren. Dies betrifft oft vor allem jüngere Frauen, aber auch viele ältere Menschen nehmen zu wenig Essen zu sich, da sie unter Schluckbeschwerden, geringem Appetit oder anderen Krankheiten leiden.
Auch ein ungesundes Essverhalten, wie zum Beispiel eine Überkonsumierung von Chips und Süßigkeiten, anstatt gesunder ausgewogener Ernährung begünstigen den Eisenmangel.
Um den Eisenbedarf eines erwachsenen Mannes zu decken, bedarf es ca. 10 Milligramm, bei Frauen sind es ca. 15 Milligramm. Das sind Richtwerte für erwachsene, gesunde Menschen, dennoch gibt es Ausnahmen und Personengruppen, die einen erhöhten Eisenbedarf am Tag haben:
• Frauen während ihrer Menstruation
• schwangere und stillende Frauen
• Kinder in der Wachstumsphase (bis ca. zum 15. Lebensjahr)
• Sportler
• Menschen, die Blut spenden gehen

1. Chronischer Blutverlust
Chronischer Blutverlust ist in Europa die häufigste Ursache für Eisenmangel. Mögliche Ursachen könnten folgende sein:
• Blutungen im Magen-Darm-Trakt
• Blutungen aus den Harnwegen und Geschlechtsorganen
• Dialyse bei Menschen mit Nierenerkrankungen
• Operationen und Blutspenden
• Blutverlust über den Atemweg
• Zahnfleisch-und Nasenbluten

2. Zu geringe Eisenzufuhr
Dies geschieht oft bei falscher Ernährung, wenn fleischfrei gegessen wird ohne Ersatzpräparate zu nehmen oder den Mangel über andere Nahrung zu kompensieren, genauso wie bei einseitigen Diäten. Zu dieser Risikogruppe zählen besonders Säuglinge, Kleinkinder, Veganer und Vegetarier, essgestörte Menschen und Menschen mit einem Alkoholproblem.

3. Gestörte Eisenaufnahme
Bei einer gestörten Eisenaufnahme bekommt der Körper zwar an sich genug Eisen zugeführt, kann dieses aber selbstständig nicht genügend verwerten. Gründe dafür gibt es viele, wie zum Beispiel eine Infektion oder eine atrophische Gastritis. Auch haben Menschen, deren Magen teilweise entfernt wurde, ein erhöhtes Risiko für eine Eisenmangelanämie, genauso wie jene, welche über längere Zeit Magensäure-Hemmer einnehmen. Des Weiteren kann ein sehr starker Konsum von Kaffee, Schwarztee und Rhabarber die Eisenaufnahme im Körper negativ beeinflussen.

Eisenmangel Therapie und Behandlung

Liegt ein Eisenmangel vor, kann dieser oft mit der richtigen Ernährung wieder in den Griff bekommen werden. Nur bei einer Eisenmangelanämie sollten Medikamente verwendet werden. Dies sollte aber in der Entscheidung des zu behandelnden Arztes liegen. Wichtig ist zuerst, die Ursache des Eisenmangels zu ergründen und mit einer ausreichenden Eisengabe durch die richtige Ernährung zu behandeln.
Sollte die Ernährung ein Hauptgrund für den Eisenmangel sein, gilt es diese konsequent umzustellen: Eisenreiche Lebensmittel sind vor allem Fleisch, alle Sorten an Fisch und Nüssen. Auch in Milch, Eiern, Hülsenfrüchten und Getreide findet man geringere Mengen Eisen. Vor allem das Eisen in Fleisch kann der menschliche Körper gut verarbeiten und aufnehmen, während das pflanzliche Eisen eher schlechter verwertet wird.

Medikamentöse TherapieEmpfehlung mit Herz eisenmangel-nahrungsergänzungsmittel-Symbolbild Eisenmangel

Wie bereits schon erwähnt, sollte bei einer Anämie eine Therapie mittels Medikamenten erfolgen. Hierbei handelt es sich meistens um Eisentabletten, welche in Absprache mit dem behandelnden Arzt ein- oder zweimal täglich auf nüchternen Magen eingenommen werden sollten. Wichtig ist hier, die Dosis des Eisens mit dem Arzt abzusprechen. Eisenpräparate sind zwar in jedem Drogeriemarkt zu finden, dennoch ist eine permanente zu hohe Dosis schlecht für den Körper, da er das überflüssige Eisen nicht ausscheiden kann und es sich so an den Organen wie Herz, Leber, Augen und Bauchspeicheldrüse absetzt und Schäden verursachen kann.
Eine Eisenmangel Therapie mit Bluttransfusionen ist normalerweise nicht nötig, da die Therapie mit der richtigen Ernährung und gegebenenfalls Tabletten eine schnelle Besserung zeigt. Schon nach ca. einer Woche lässt sich oft ein Anstieg der Retikulozyten und des Hämoglobinwertes erkennen. Eine durchschnittliche Behandlung einer Eisenmangelanämie liegt bei ca. sechs Monaten und ist dann abgeschlossen, wenn sich der Eisenspeicher wieder komplett aufgefüllt hat. Sollte die Therapie nicht erfolgreich sein und sich auch nach einem halben Jahr keine Besserung zeigen, kann das verschiedene Ursachen haben. Häufig ist eine unregelmäßig oder ungenügende Einnahme Grund für die nicht erfolgreiche Therapie. Hier spielen oft die Nebenwirkungen der Eiseneinnahme eine Rolle. Es kann nämlich zu Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall und Schwarzfärbung des Stuhls kommen. Hier ist es wichtig, Rücksprache mit dem verantwortlichen Arzt zu halten, um die Nebenwirkungen zu umgehen und eine andere Lösung der Therapie zu finden.
Ein weiterer Grund kann die Einnahme anderer Medikamente sein, welche die Eisenaufnahme im Körper verringern. Hierzu zählen unter anderem Antibiotika und Magensäure-Hemmer. Des Weiteren können nicht erkannte Blutverluste, Aufnahmestörungen des Eisens aber auch der Mangel von Vitamin B12 und Folsäure Grund für eine Störung bei der Aufnahme von Eisen sein.

Gibt es noch andere Therapieformen bei Eisenmangel?

Ja. Eine weitere Therapieform ist die intravenöse Verabreichung von Eisen. Vor allem bei chronisch entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen bietet sich diese Art der Eisenmangel Therapie an. Hier sollte eine Kontrolle des Eisens nicht nach dem zweiten oder dritten Monat der Behandlung erfolgen, da die Ferritin-Werte sonst fälschlicherweise zu hoch sein könnten.