Ekzeme

Was sind eigentlich Ekzeme?Empfehlung mit Herz boy-1454054_640-1 Ekzeme

Ekzeme, in der Medizin meist auch als Juckflechte bezeichnet, sind eine Gruppe entzündlicher Hauterkrankungen und in der Regel nicht ansteckend. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Ekzemen, allerdings werden alle von einer charakteristischen Abfolge von Hautreaktionen gekennzeichnet: Es beginnt mit Hautrötungen und Bläschenbildung, gefolgt von Nässen, Krustenbildung und Schuppung. Ekzeme zeichnen sich zusätzlich durch einen unangenehmen Juckreiz aus. Mehr als zwanzig Prozent der Hauterkrankungen können auf Ekzeme zurückgeführt werden, was diese zu einer der häufigsten Hautkrankheiten macht. Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens einmal von Ekzemen betroffen. Oftmals wird auch der Begriff Dermatitis synonym verwendet. Diese umfasst allerdings auch Hautentzündungen, die nicht zu den Ekzemen zählen.

Gibt es auch unterschiedliche Arten von Ekzemen?Empfehlung mit Herz Ekzeme-Juckreiz Ekzeme

Ja. Die Arten von Ekzemen sind mannigfaltig und in der Regel kaum aufzählbar, können aber nach verschiedenen Kriterien geordnet werden. So gibt es etwa Hand- und Fußekzeme, bei denen die Örtlichkeit entscheidend ist. Weiterhin wird auch zwischen akuten und chronischen Ekzemen differenziert. Ein akutes Ekzem ist häufig mit Juckreiz, Hautrötungen und Bläschenbildung verbunden, während die Haut bei chronischen Ekzemen meist trocken und schuppig wird und verhornt, sich verdickt und rissig wird. Auch nach den Auslösern und Ursachen kann man Ekzeme unterscheiden. Bei exogenen Ekzemen sind die äußeren Faktoren maßgebend. Sie werden auch Kontaktekzeme genannt. Endogene Ekzeme werden durch innere Faktoren begünstigt. Das häufigste der endogenen Ekzeme ist die Neurodermitis, welche in der Medizin auch als atopisches Ekzem bezeichnet wird. Außerdem gibt es noch das seborrhoische Ekzem, das bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Kopfschuppen ist.
Eine Juckflechte kann viele verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist bei Ekzemen nur die oberste Hautschicht, welche Epidermis genannt wird, betroffen, seltener auch die Lederhaut. So wie die Ursachen sind auch die Möglichkeiten vielfältig, mit denen Beschwerden bei Ekzemen gelindert oder vermieden werden können.

Symptome von Ekzemen

Alle Arten von Ekzeme ähneln sich in ihren Symptomen und ihrem Verlauf. So treten in einem akuten Stadium leichte Hautrötungen auf und diese Stelle der Haut ist gereizt. Weiterhin können sich Bläschen bilden, die stark jucken und beim Aufplatzen ein Sekret absondern. Danach trocken diese aus und verkrusten. Handelt es sich um eine sogenannte Kontaktdermatitis mit einem einmaligen Auslöser, bilden sich an der betroffenen Stelle Schuppen und die Haut beginnt zu heilen. Durch exogenen Faktoren können jedoch später wieder neue Ekzeme entstehen.
Verbleibt der Auslöser oder liegt eine genetische Veranlagung vor, kann es passieren, dass das Ekzem nicht abheilt und die Hautirritationen werden chronisch. Die oben genannten Symptome von Ekzemen im akuten Stadium treten wechselnd und nebeneinander auEmpfehlung mit Herz ekzem-an-einer-hand Ekzeme    f. Bei häufigen Kratzen können sich entzündliche Knötchen bilden, da die Haut stark beansprucht ist. Im weiteren Verlauf schwillt die Haut an und das Hautbild wird grob und trocken.
Wichtig ist, dass durch Kratzen über die ohnehin schon gereizte Haut noch weitere Bakterien oder Viren von den Händen eindringen und so Infektionen auslösen können.

Wie unterscheiden sich die Symptome der unterschiedlichen Ekzem Arten?

Je nach Art des Ekzems gibt es allerdings auch einige Unterschiede. Bei einem atopischen Ekzem – auch Neurodermitis – ist die Hautbarriere gestört, was zu einer trockenen Haut und den Symptomen von Ekzemen im akuten Stadium führt. Neurodermitis ist ein chronisches Ekzem und somit erblich bedingt. Zu den Auslösern zählen Stress, Umwelteinflüsse und Allergien.
Durch allergische Reaktionen der Haut auf bestimmte Stoffe können auch allergische Kontaktekzeme ausgelöst werden. Diese treten meist lokal auf und können von Stoffen wie Nickel oder bestimmten Substanzen in Kosmetika hervorgerufen werden. Toxische Kontaktekzeme sind ihnen sehr ähnlich, werden allerdings nur durch für den Menschen giftige Stoffe hervorgerufen.
Bei einem Exsikkationsekzem vermindert sich die Talgproduktion und die Haut trocknet aus, weswegen es auch als Austrocknungsekzem bezeichnet und durch häufiges Waschen und das Winterklima begünstigt wird.
Zu einer erhöhten Talgproduktion kommt es hingegen beim seborrhoischen Ekzem. Dieses gelbliche, schuppige Ekzem tritt meist an der Kopfhaut und im Gesicht auf.
Bei einem dyshidrotisches Ekzem kommt es zu kleinen Bläschen an Handflächen oder Fußsohlen, die meist durch allergische Veranlagungen, Pilzinfektionen, Stress oder Medikamente ausgelöst werden.

Ekzem Ursachen

Die Ekzem Ursachen und ihre Symptome unterscheiden sich je nach Art des Ekzems. Zudem hat die Wissenschaft bei den meisten Formen noch nicht alle Auslöser vollständig bestimmen können. Um festzustellen, ob es sich bei einer Hautkrankheit um eEmpfehlung mit Herz ekzeme-Hautanatomie Ekzeme    in Ekzem handelt, achtet der behandelnde Arzt neben dem Hautbefund auch auf wichtige Faktoren aus dem Umfeld des Patienten während einer Anamnese. So können die Ursachen für Kontaktekzeme sich in privaten Gewohnheiten des Patienten finden. Diese werden von äußeren Einflüssen hervorgerufen wie etwa Chemikalien, Desinfektionsmittel, Rasierwasser, parfümhaltige oder alkoholische Produkte oder Haarfärbemittel. Aber ebenso Pflanzenpollen oder Metalle wie Nickel, welches vor allem auch in Schmuck enthalten ist, sowie Kleidung können Auslöser bei Kontaktekzemen sein. Diese exogenen Ekzeme betreffen einige Berufsgruppen besonders, weswegen auch von einer Berufskrankheit geredet wird. Zu diesen Berufsgruppen zählen unter anderem Friseure, Industriearbeiter oder Reinigungspersonal. Durch beispielsweise Infektionen mit sekundäre Krankheitserregern, insbesondere Bakterien, kann es dann zu Komplikationen kommen.
Bei Ekzemen, die hauptsächlich durch innere Faktoren und genetische Vorrausetzungen begünstigt werden, wie etwa das atopische Ekzem, muss für eine Entstehung eine erhebliche Vorbelastung bestehen.

Was passiert mit der Haut bei einem Ekzem?

Bei den Symptomen lassen sich neben Unterschieden auch einige Gemeinsamkeiten im Erscheinungsbild aufdecken. Nicht umsonst ist das deutsche Synonym für Ekzem „Juckflechte“ und die Übersetzung aus dem Griechischen für das Wort „Ekzem“ lautet in etwa „durch Hitze herausgetriebener Ausschlag“. So handelt es sich bei Ekzemen um Hautirritationen, die entweder kribbeln, brennen oder auch kitzeln können und mit Entzündungsreaktionen verbunden sind. Bei schweren Fällen kommt es auch zu einer Bildung von Bläschen, welche im weiteren Verlauf verkrusten. Von der Art abhängig ist allerdings unter anderem die Schwere des Juckreizes, welche bei einem atopischen Ekzem (Kontaktekzem) ausgeprägter ist als bei einem seborrhoischen. Letzteres wiederum ist allerdings mit weißen oder gelben, fettigen Schuppen verbunden, während die Haut sich bei Kontaktekzemen rötlich färbt und nässt.

Behandlung und Therapie von Ekzemen

Die Erscheinungsbilder und die Ursachen von Ekzemen sind vielfältig und so variieren auch ihre Behandlungsmethoden. Darum ist eine genaue Diagnose, um welche Art von Ekzem es sich handelt, wichtig. Auch Schwere und Zustand haben Einfluss auf die Therapie von Ekzemen. Bei Kontaktekzemen sorgt beispielsweise der Entzug des auslösenden Allergens beziehungsweise Toxins für eine Abheilung.

Wie wird ein Ekzem behandelt?Empfehlung mit Herz sunblock-1461397_1920-1024x683 Ekzeme

Im Allgemeinen wird mit Externa, also Salben, Cremes oder Lotionen behandelt. So werden bei atopischen Ekzemen häufig kortisonhaltige Salben verwendet. Bei trockenen, schuppenden Ekzemen braucht es vor allem fetthaltige Externa, welche bei nässenden Ekzemen eher kontraproduktiv sind. Diese werden mit feuchten Umschlägen oder wässrige Lotionen kuriert. Entzündungen der Haut werden in der Regel mit Glukokortikoid-haltige Zubereitungen behandelt. Handelt es sich um einen bakteriellen Befall, kommen meist Antibiotika zum Einsatz.
Von Dermatologen werden viele Präparate empfohlen, die bei Ekzemen zur Behandlung empfohlen werden. Dazu zählen Mittel, die Verkrustungen und Schuppen lösen, Entzündungen hemmen, Juckreiz stillen und Beschwerden lindern. Das können zum Beispiel Ölbäder, alkoholfreie Salben, feuchte Verbände oder Umschläge sein.

Kann man Ekzemen auch vorbeugen?

Ja. Es gibt auch Möglichkeiten Ekzeme zu vermeiden. Die intensive und konsequente Hautpflege spielt dabei eine große Rolle. Wer eine genetische Veranlagung aufweist, sollte möglichst auf alle Dinge und Inhaltstoffe verzichten, die Ekzeme entfachen könnten. Im Allgemeinen sollte man vorsichtig sein im Umgang mit Stoffen, die die Haut reizen können wie etwa Putzmittel oder alkoholhaltige Lotionen. Auch Tabak enthält hautreizende Stoffe, weswegen aktives und passives Rauchen möglichst vermieden werden sollte. Die Haut trocknet durch zu heißes Wasser oder ausgiebiges Sonnenbaden noch mehr aus, weswegen Menschen mit einer Veranlagung zu trockener Haut auf beides achten sollten.
Generell ist für eine gesunde Haut und ein starkes Immunsystem eine ausgewogene Ernährung wichtig und auch eine zusätzliche Pflege mit geeigneten Mitteln kann vorbeugend wirken. Weiterhin ist luftdurchlässige Kleidung zu empfehlen, da dadurch das Schwitzen vermindert und die Haut so weniger gereizt wird, was Entzündungen vorbeugt.