Elektrorollstuhl

Elektrorollstuhl

 

Der Elektrorollstuhl – mehr Mobilität = mehr Lebensqualität

Personen, welche allgemein einen Rollstuhl benötigen und dazu ein hochgradiges Defizit der Armkraft und/oder Beweglichkeit haben, wird oft ein elektrischer Rollstuhl empfohlen. Ein Elektrorollstuhl hilft oft den Betroffenen wieder mobil zu werden und unabhängig von anderen Menschen agieren können, da sie niemanden brauchen, der sie schiebt. Es gibt verschiedene Arten von Elektrorollstühlen. Manche Rollstühle sind mit einem Elektromotor ausgestattet, welcher die großen Räder des Rollstuhls antreibt. Andere Rollstühle sind ganz normale Faltrollstühle, deren Räder mit einem Radnabenmotor versehen. Unterschiede gibt es hier soweit, dass manche nur als Unterstützung zum Handantrieb da sind und andere, welche komplett elektrisch fahren. Die Energie der Motoren stammt aus einem Akkumulator, welche per Ladegerät aufgeladen werden. Gesteuert wird ein Elektrorollstuhl meist über einen Joystick. Bei Elektrorollstühlen werden meist Lithium-Ionen-Akkumulatoren benutzt, welche das Gesamtgewicht der Rollstühle deutlich senkt. Des Weiteren unterscheidet man zwischen Elektrorollstühle für den Innen- und Außenbereich sowie Modellen mit reiner Sitzfunktion als auch Stehfunktion. Auch kann man zwischen Heck-, Mittel- oder Frontantrieb entscheiden, um ganz individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers eingehen zu können. Vor allem für den Innenbereich eigenen sich die Modelle mit Mittelantrieb, da dieser eine 6-fach-Einzelradaufhängung hat und diese permanenten Kontakt zum Boden haben und so dem Nutzer eine stetige und stabile Position ermöglichen. Für den Außenbereich ist es wichtig, dass der Rollstuhl stabil ist und eine kontrollierte Lenkung besitzt, um den Rollstuhl auch auf Unebenheiten präzise lenken zu können. Hier ist meistens ein Rollstuhl mit Heckantrieb die beste Lösung.

 

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Elektrorollstühle und Flugreisen

Ein großer Nachteil der Elektrorollstühle können Flugreisen sein. Hier ist es wichtig, sich genauestens vorzubereiten, um so wenig wie möglich an Komplikationen vor Ort zu bekommen. Manche Fluggesellschaften weigern sich grundsätzlich mit Säurebatterien an Bord zu fliegen, bei anderen Fluggesellschaften kann es passieren, dass die Batterien aus dem Rollstuhl entfernt werden müssen und in Spezialboxen transportiert werden. Um hier bestens Bescheid zu wissen, ist es ratsam, sich beim Hersteller des Elektrorollstuhls genau zu informieren und ein Zertifikat zur Lufttransporttauglichkeit zu beantragen. Auch ist es ratsam sich mit der Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen und nach den genauen Vorgaben der Gesellschaft zu fragen.

 

Kosten und Versicherungspflicht

Die Kosten für einen Elektrorollstuhl werden von der Krankenkasse bezahlt, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt worden sind. Auch die Stromkosten für die Nutzung des Elektrorollstuhls werden von der Kasse getragen und erstattet.

Nach § 3 FZV sind motorisierte Krankenfahrstühle vom Zulassungsverfahren befreit, dennoch bedarf es einer Bauartgenehmigung oder einer Einzelgenehmigung und eines gültigen Versicherungskennzeichens für die Inbetriebnahme im Straßenverkehr. Des Weiteren sind Elektrorollstühle mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 6 km/h von der Versicherungspflicht befreit.