Grauer Star

Grauer Star

Was ist das eigentlich?

Empfehlung mit Herz boy-1454054_640-1 Grauer Star

Der Katarakt, allgemein auch als grauer Star bekannt, ist eine Augenerkrankung, welche die ovale Augenlinse des Menschen, welche sich hinter der Pupille befindet, trübt und so das Sehvermögen und die Sehschärfe der betroffenen Person mindert. Menschen, die am grauen Star erkrankt sind, sehen bei fortgeschrittener Erkrankung ihre Umwelt oft nur noch wie durch eine milchige Glasscheibe und sind sehr blendungsempfindlich, typisch ist auch eine Graufärbung hinter der Pupille. Ein anderer Vergleich ist wie das Hindurchsehen durch einen Wasserfall, woher diese Erkrankung auch ihren Namen hat, „Cataracta“ ist das lateinische Wort für Wasserfall. Die Trübung der Linse ist oft deren Alter geschuldet.
Früher galt der graue Star als eine Krankheit, die vor allem ältere Menschen betrifft. Mittlerweile ist belegt, dass sogar Neugeborene am grauen Star erkranken können. Des Weiteren kann die Krankheit auch im Verlauf bestimmter Augen- aber auch Allgemeinerkrankungen auftreten. Der graue Star ist übrigens die Augenkrankheit, die am häufigsten operativ behandelt wird.

Der graue Star wird in unterschiedliche Formen eingeteilt:

  1. Rindenstar (Cataracta corticalis): Eine Trübung der Rinde der Augenlinse. Ca. 50% aller Patienten mit grauem Star leiden zu Beginn der Erkrankung unter dieser Form.
  2. Subkapsuläre hintere Rindentrübung (Cataracta subcapsularis posterior): Bei dieser Form kommt es zu frühen Sehstörungen und Komplikationen beim Nahsehen. Ca. 20% aller Menschen, die am grauen Star erkrankt sind, leiden unter dieser Form.
  3. Kernstar (Cataracta nuclearis): Diese Form schreitet langsam voran und betrifft die ganze Linse, wodurch es im Verlauf der Krankheit zur Erblindung kommt.

 

Grauer Star Diagnose – Wie stellt der Arzt die Diagnose Grauer Star? 

Zur Ermittlung einer Grauer Star Diagnose gibt es mehrere Methoden. Die gängigEmpfehlung mit Herz Grauer-Star-Untersuchung Grauer Star    ste Methode ist der Einsatz des Spaltlampenmikroskops. Dieses Gerät bietet dem Arzt die Möglichkeit, das Auge bis zu vierzigfach vergrößert zu sehen. Des Weiteren bietet die spezielle Lichtführung des Mikroskops die Möglichkeit dem Arzt einen optischen Schnitt durch das Auge des Patienten zu legen. Bei einer Untersuchung wird zuerst die Binde-, Horn-, Leder- und Regenbogenhaut sowie die Linse betrachtet. Hier kann man Alterserscheinungen und Schäden des Auges gut ausmachen. Weiter hinten im Auge werden der Glaskörper sowie die Netzhaut und der Sehnerv untersucht.
Diese Untersuchungsmethode ist nur dann sinnvoll, wenn die Linse des Patienten noch nicht vollständig trüb ist. Ist ein grauer Star reif oder sogar überreif, kann die Pupille der betroffenen Person weiß wirken, welches schon mit bloßem Augen zu erkennen ist. Muss eine Operation durchgeführt werden, muss der zu behandelnde Arzt sich dennoch einen kompletten Überblick über das Auge und mögliche andere Erkrankungen verschaffen. Hierfür wird ein Ultraschall genutzt, welcher eine Begutachtung des hinteren Augenabschnittes selbst bei fortgeschrittener trüber Linse zulässt. Liegt die Diagnose Katarakt vor, werden einige Augentests und Untersuchungen durchgeführt, um das Ausmaß der Krankheit zu erfassen. Liegt ein angeborener grauer Star vor, ist es wichtig besonders schnell eine Diagnose zu stellen: Je eher der Katarakt behandelt wird umso besser steht die Chance, dass der graue Star abheilt und sich keine Sehschwäche bildet.

Grauer Star Symptome

Viele Menschen mit Katarakt, im allgemeinen als Grauer Star bekannt, merken zuerst nicht, dass sie von der Krankheit betroffen sind. Erst, wenn die Krankheit fortgeschritten ist, machen sich langsam die Symptome bemerkbar. Je mehr die Linse des Auges getrübt wird umso schneller kommt es zu den beschriEmpfehlung mit Herz Grauer-Star-Senior Grauer Star    ebenen Symptomen:

  • Verschlechterung des Sehvermögens sowohl in die Ferne als auch in der Nähe
  • Sehen wie durch einen Wasserfall, milchiges Glas
  • Kontraste werden schlechter erkannt
  • Sehen von Doppelbildern und Lichtscheine um Gegenstände („Halo-Effekt“)
  • Blendeffekte, übermäßige Empfindlichkeit des Auges bei Licht
  • Flecken aber auch kleinen Punkten im Sichtfeld

 

Hinweis:

Bei Menschen, die von Geburt aus am Grauen Star erkrankt sind, treten diese Symptome nicht auf.
Hier ist es sehr wichtig, die Neugeborenen genau zu untersuchen, um ein Katarakt auszuschließen.

Grauer Star Ursachen und Risikofaktoren

Grauer Star Ursachen sind vielfältig,  Hauptsächlich wird der graue Star jedoch durch das fortschreitende Alter der Augenlinse verursacht. Dies passiert, da das Protein, aus dem die menschliche Linse besteht, mit dem Alter immer härter und undurchsichtiger wird. Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Entstehung, zum einen den erworbenen (erblichen) grauen Star zum anderen den angeborenen (konnatalen) grauen Star.

Der erworbene graue Star kann folgende Ursachen haben:Empfehlung mit Herz Grauer-Star-Symbolbild Grauer Star

  • Alter
  • Neurodermitits oder Moorbus Wilson
  • Strahleneinwirkung (UV, Infrarot, Röntgen)
  • Myotonie Dystrophie
  • Rauchen, hoher Alkoholkonsum
  • Stoffwechselerkrankungen
  • essentieller Nährstoffmangel
  • frühere Augenverletzungen
  • Medikamente, die über einen längeren Zeitraum konsumiert wurden
  • chronische Erkrankungen

 

Welche Risikofaktoren und Arten des Grauen Stars gibt es noch?

Die andere Art des grauen Stars ist die angeborene Form, welche auch bei Neugeborenen auftreten kann. Dies passiert allerdings sehr selten. Begünstigt kann dieser graue Star durch eine genetische Disposition sein, Stoffwechselerkrankungen oder eine Virusinfektion. Ein weiterer Faktor ist auch das Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft. Hoher Alkoholkonsum aber auch eine Infektion mit Röteln und/oder Mumps können einen grauen Star des Kindes begünstigen. Auch können genetisch bedingte Erkrankungen einen grauen Star auslösen. Hierzu zählen unter anderem Neurodermitis, Galaktosämie, das Norris-Syndrom und Morbus Wilson.

Die häufigste Stoffwechselerkrankung, die eine Linsentrübung verursacht ist,  Diabetes mellitus). Bei der Erkrankung ist der Zuckergehalt auch im Augenwasser erhöht. Kleine Zuckerbausteine (Glukose) werden in der Linse eingelagert. Die Glukose bindet Flüssigkeit und bewirkt so die Linsenquellung.

Verschiedene physikalische Einflüsse wie Strahlung (UV , Röntgen) , elektrischer Strom und Verletzungen schädigen die Augenlinse.

Verletzungsrisiken für Grauen Star sind

  • Prellung des Augapfels (Faustschlag, Tennisball)
  • Stichverletzungen mit einer Beschädigung der Linse
  • oder tiefeindringende Fremdkörper, wie sie bei Hammer- und Meißelarbeit zu finden sind.

 

Durch die hierbei auftretende Beschädigung der Linsenkapsel kann Flüssigkeit in die Linse eindringen. Dadurch kommt es zu einer Quellung und Trübung der Linse.

Grauer Star Therapie – Welche Behandlungen gibt es beim Grauen Star?

Bei einem grauen Star (lat. Katarakt) gibt es nur die Möglichkeit der Operation, um eine effektive Besserung der Sehfähigkeit zu erlangen, da er nicht mit Medikamente oder Salben therapiebar ist. Laut dem BVA (Bundesverband

Empfehlung mit Herz grauerstarlaseraugenchirugie Grauer Star

der Augenärzte Deutschlands) ist diese Art der Operation die am häufigsten durchgeführte Operation. Im Jahr werden ca. 650.000 Kataraktoperationen in Deutschland durchgeführt. Diese Operation gilt mittlerweile als Routineeingriff, wird ambulant durchgeführt, dauert ca. 15 bis 30 Minuten und wird lokal betäubt. Ca. 90% aller Patienten konnten nach diesem Eingriff ein besseres Sehvermögen verzeichnen. Bei der Operation wird die trübe Linse des Patienten entfernt und durch eine künstliche Intraokular-Augenlinse ersetzt.

Natürlich muss nicht jeder graue Star sofort operiert werden. Wird die Krankheit in einem frühen Stadium erkannt, kann das Tragen von stärkeren Brillengläsern oder eine bessere Beleuchtung im Alltag schon helfen.
Muss dennoch operiert werden, trägt im Normalfall die Krankenkasse die Kosten. Bis das Auge komplett abgeheilt ist, dauert es ca. einen Monat. Wichtig is es hier auch die Nachbehandlung ernst zu nehmen und regelmäßig Kontrollen durchführen zu lassen.
Falls neben dem grauen Star das Auge noch an weiteren Krankheiten leidet, ist es wichtig mit dem behandelnden Arzt abzusprechen, welche Erfolge sich mit einer Grauer Star Therapie erzielen lassen.

 

Bei den folgenden Krankheiten lässt sich mit einem eher weniger guten OP-Resultat rechnen

 

Bei einem angeborenen grauen Star sollte so schnell wie möglich operativ behandelt werden, da so die Chance für das Neugeborene größer ist, nicht durch den grauen Star eine Beeinträchtigung des Auges zu erleiden.

Grauer Star Operation – Wie wird der Grauer Star operiert?

Für eine Grauer Star Operation , gibt es mehrere Vorgehensweisen, prinzipiell wird bei jeder Katarakt-OP die alte, trübe Linse entfernt und eine neue, künstliche Linse eingesetzt. Meistens wird ein ca. drei Millimeter langer Schnitt in der Hornhaut gemacht und diese geöffnet. Alternativ kann hier auch ein kreisrunder Schnitt erfolgen. Anschließend wird mittels Ultraschall der Linsenkern und die Rinde zerkleinert, verflüssigt und anschließend abgesaugt. Danach wird anstatt der entfernten Linse eine künstliche Intraokularlinse in den Kapselsack eingesetzt, wo sie sich entfaltet und mittels kleiner Bügel fixiert wird.

Die Grauer Star Operation wird üblicherweise ambulant durchgeführt und dauert ca. 15 bis 30 Minuten. In der Regel wird lokal betäubt, hat der Patient aber sehr große Angst, kann auch eine Vollnarkose verabreicht werden.
Zur Entfernung der Linse stehen zwei Formen der Operation zur Verfügung, die extrakapsuläre und die intrakapsuläre Operation.
Bei der extrakapsulären Operationstechnik wird die vordere Linsenkapsel geöffnet und das innere der Linse entfernt, die hintere Kapselwand bleibt intakt, wodurch dem Auge die natürliche Trennung von hinterem und vorderem Augenabschnitt erhalten bleibt. Anschließend wird der Linsenkern durch Ultraschallstrahlen zerkleinert und abgesaugt. Mittlerweile versuchen Augenärzte aber immer weitestgehend auf den Ultraschall zu verzichten und dafür einen Femtosekundenlaser einzusetzen. Dieser Laser ist vor allem bei besonders harten Linsenkernen leider nicht sehr effektiv, dennoch wird versucht, auf Ultraschall soweit wie möglich zu verzichten.
Kann ein Katarakt nicht extrakapsulär operiert werden, wird die intrakapsuläre Methode genutzt. Bei dieser Operationsmethode wird die Linse inklusive Kapsel aus dem Auge entfernt.

Auf was sollte nach der Operation geachtet werden?Empfehlung mit Herz Grauer-Star-Op Grauer Star

Nach der Operation dauert es ca. einen Monat, bis das Auge komplett abgeheilt ist. In der Zeit ist die Nachbehandlung und weitere Kontrolluntersuchungen sehr wichtig. Auch ist es wichtig, sich in der Zeit, während das Auge heilt, zu schonen. Daher sollten Druck auf dem Auge, Saunabesuche, Schwimmen und Leistungssport sowie körperlich anstrengende Aufgaben vermieden werden.

Gibt es Unterschiede bei der Transplantation der Linse?

Ja. Ein wichtiger Punkt sind die verschiedenen Implantationsorte für die Linsen. Hier wird zwischen Vorderkammerlinse, Hinterkammerlinse und irisgetragener Linse unterschieden.

Vorderkammerlinsen:

  • Einsetzung in die vordere Augenkammer, fixiert mit zwei Bügeln im Kammerwinkel
  • Verwendung bei intrakapsulären Kataraktextraktionen
  • Nur noch selten in Gebrauch, da bei Benutzung die Gefahr von grünem Star oder einer Hornhautrübung besteht

 

Hinterkammerlinsen:

  • Einsetzung in den Kapselsack des Auges
  • Ist kein Kapselsack vorhanden, wird die Linse an der Regenbogen- oder Lederhaut befestigt

 

Irisgetragene Linsen:

  • Fixierung mittels kleiner Bügeln an der Regenbogenhaut
  • Hohe Gefahr einer Hornhautverletzung, daher werden solche Linsen nicht mehr in Deutschland verwendet
  • Bereits vorhandene Linsen werden oft durch Hinterkammerlinsen ersetzt

 

Gibt es verschiedene Arten von Linsen?

Ja. Neben dem Ort für die Linse muss auch entschieden werden, welche Eigenschaften die neue Linse haben soll. Hier wird zwischen zwei Linsentypen unterschieden:

Monofokallinsen:

  • ähnlich einer Brille, besitzt nur einen Brennpunkt
  • Entscheidung zwischen fernem oder nahem Scharfsehen

 

Multifokallinsen:

  • fernes als auch nahes Scharfsehen
  • Kontraste werden weniger scharf gesehen
  • Blendempfindlichkeit nimmt zu