Herzinfarkt

Herzinfarkt / Myokardinfarkt

Ein Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt oder Herzmuskelinfarkt genannt, ist der Vorgang bei dem infolge einer Durchblutungsstörung ein Teil des Herzmuskels abstirbt.

Myokard bedeutet in diesem Sinne so viel wie Herzmuskel, Infarkt so viel wie Absterben von Gewebe durch einen GefäßverschlussEmpfehlung mit Herz boy-1454054_640-1 Herzinfarkt    .

Grob gesagt, sterben also bei einem Herzinfarkt Herzmuskelzellen ab. Schuld daran ist in der Regel ein akuter Verschluss eines Herzkrankgefäßes (Koronararterie). So nennt man die Gefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.

Die Herzmuskelzellen sind nach spätestens zwei bis vier Stunden abgestorben, wenn der Blutfluss nicht schnell wiederhergestellt wird. Dies ist bedrohlich für die Funktion des Pumporgans und macht einen Herzinfarkt somit zu einem lebensbedrohlichen Ereignis.

Durch die Blutgefäße (Koronararterien) wird das Herz mit Sauerstoff versorgt und ist von diesen umgeben. Durch einen Verschluss eines Herzkranzgefäßes kommt es zu einem Herzinfarkt.

Meist ist dieser durch ein Blutgerinnsel an einer Stelle des Gefäßes bedingt, die bereits verengt ist. Je nach körperlicher Leistung benötigt das Herz 5-20 Prozent des gesamten Sauerstoffs der vom Körper benötigt wird, um das Blut durch den Organismus zu pumpen.

Wieviel Zeit bleibt nach einem Herzinfarkt für Interventionen?

Teile des Herzmuskels können bereits nach 20 Minuten, spätestens aber nach zwei bis vier Stunden, aussterben, sofern die Sauerstoffversorgung des Herzens nicht ausreicht. Beim Herzinfarkt wird oft von der sogenannten „goldenen Stunde“ gesprochen, in dieser sich der Schaden eines Infarktes durch eine Intervention begrenzen lässt. Dadurch, dass die Herzmuskelzellen aussterben, entstehen Narben am Herzen. Diese liegen neben dem gesunden Gewebe. Durch diese Unregelmäßigkeiten kommt es zu Herzrhythmusstörungen. Die Pumpfunktion wird dann aufgehoben, wenn die Herzrhythmusstörungen besonders stark ausgeprägt sind. Infolge dessen kommt es nach unkontrollierten Zuckungen zu einem Herzstillstand.

Kann ein Herzstillstand, ausgelöst durch Herzrhythmusstörungen, durch elektrische Schocks (Defibrillation) behoben werden? 

Die Zeit bis zum elektrischen Schock des Defibrillators kann durch Herzdruckmassagen überbrückt werden.
Ein Herzinfarkt wird also überwiegend durch Blutgerinnsel ausgelöst, die die Koronararterien verschließen, die oft durch Ablagerungen (Plaque) verengt sind. Sogenannte Koronararterien bezeichnen Arterien, die aus der Hauptschlagader abzweigen und von dort zum Herzmuskel führen. Neben einer rechten Herzarterie (Arteria coronaria dextra) gibt es eine linke (Arteria coronaria sinistra), die sich wiederum zu zwei großen Ästen verzweigen. Hinzu kommen zahlreiche kleine Verästelungen, die zusammen das gesamte Herz mit Blut versorgen. Die Bezeichnung Herzkranzgefäße kommt übrigens daher zustande, dass diese kranzförmig angeordnet sind.

Welche Folgen kann ein Herzinfarkt haben?

Sofern eine Herzkranzarterie verstopft ist, kann der dahinterliegende Bereich nicht ausreichend mit Blut versorgt werden. Abhängig davon welche Arterie genau betroffen ist und wie viel Zeit vergeht bis die Durchblutung wiederhergestellt wird, kann dies erhebliche Folgen haben. Die Wahrscheinlichkeit eines dauerhaften Schadens des Gewebes steigt, je länger ein akuter Herzinfarkt anhält. In schlimmen Fällen stirbt das Gewebe ab. Das kann wiederum zur Folge haben, dass die Funktionsweise des Herzmuskels geschwächt wird oder das Herz sogar ganz versagt, unabhängig davon, um welche Art des Herzinfarkts es sich handelt. Beispielsweise einen Hinterwandinfarkt oder einen Vorderwandinfarkt, also unabhängig davon, welcher Bereich des Herzens durch den Verschluss des Gefäßes in Mitleidenschaft gezogen wird.
Das Herz gilt als Motor des Kreislaufs und stellt die treibende Kraft aller Durchblutungsvorgänge im Organismus dar. Auch der Herzmuskel benötigt selbstverständlich eine ausreichende Sauerstoffversorgung für seine kontinuierliche, sehr energieaufwendige Pumptätigkeit. Sichergestellt wird die Durchblutung des Herzmuskels über die Herzkrankgefäße. Diese haben ihren Ursprung unmittelbar am Abgang der Hauptschlagader und fächern sich wie die Äste einer Baumkrone auf der Oberfläche des Herzens aus.
Bereits auf nur Sekunden andauernde Durchblutungsstörungen reagiert der Herzmuskel sehr sensibel. Arme und Beine des Menschen hingegen können einen Durchblutungsausfall sogar mehrere Stunden verkraften ohne dabei wesentliche Schädigungen davonzutragen.

Herzinfarkt Diagnose – Wie wird diese gestellt?

Der Arzt orientiert sich bei der Herzinfarkt Diagnose an den Beschwerden des Patienten. Er hört das Herz und die Lungen ab und misst Blutdruck und Puls. Zudem macht er ein Elektrokardiogramm (EKG). Ein Gerät zeichnet dabei die Herzströme auf wodurch auf diese Weise Anzeichen eines Herzinfarkts analysiert werden.

Sogenannte Infarktmarker im Blut haben sich in den letzten Jahren zu dem wichtigsten Kriterium für die Diagnose eines Herzinfarktes entwickelt. Sie zeigen das Absterben von Herzmuskelzellen an. Troponin I und T sowie die Creatinkinase (CK-MB) gEmpfehlung mit Herz ekg Herzinfarkt    ehören zu den wichtigsten Markern. Mit Hilfe der Herzmuskeleiweiße lässt sich ein Herzinfarkt diagnostizieren. Diese Enzyme sind besonders gut für einen Schnelltest geeignet, da man nach wenigen Stunden eine Diagnostik feststellen kann.

Etwa drei Stunden nach Infarktbeginn ist beispielsweise ein Troponinanstieg nachweisbar und bleibt über Tage bis Wochen erhöht.

Sofern die Diagnose eines Herzinfarkts durch das EKG und die Bluttests gesichert ist, wird im Normalfall sehr schnell eine Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiografie) durchgeführt. Hierbei lassen sich durch die Gabe eines Kontrastmittels die Herzkranzgefäße auf einem Bildschirm darstellen. Dadurch wird für den Arzt ersichtlich, ob und vor allem an welcher Stelle die Gefäße verengt oder sogar verschlossen sind und was für Behandlungsmöglichkeiten am effektivsten sind.

Zusätzliche Informationen lassen sich eventuell durch eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) vom Herzen beschaffen.

Hinweis:

Auch wenn das EKG keine typischen Anzeichen erkennen lässt, ist der Troponinanstieg hochspezifisch für ein Infarktereignis. Die Höhe des Troponinspiegels gibt ebenfalls einen Hinweis auf die Ausmaße des Infarkts.

Folgeuntersuchungen zur Diagnosesicherung Herzinfarkt…

Bei einem Herzinfarkt bestehen die primäre Untersuchung darin, die Herzstromkurve mit einem EKG (Elektrokardiogramm) zu messen. Durch das EKG lässt sich erkennen, wo sich der Herzinfarkt befindet (z.B. Herzvorderwand oder Herzhinterwand).

Der Arzt kann außerdem noch ablesen, ob der Myokardinfarkt frisch ist oder bereits längere Zeit zurückliegt.

Die sogenannte Enzymdiagnostik ist bei einem Herzinfarkt genauso aufschlussreich.
Durch den Myokardinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab, welches bestimmte Eiweiße (sog. Enzyme) freisetzt, die im Blut nachweisbar sind. Eines der Enzyme gehört zu den Kreatinkinasen (CK).

Vor allem in den Muskeln und im Gehirn kommen Kreatinkinasen vor. Im Herzmuskel besteht eine bestimmte Art der Kreatinkinase: CK-MB.

Sterben Zellen des Herzmuskels nach einem Infarkt ab, ist das Herzenzym CK-MB vermehrt im Blut vorhanden. Ursache dessen ist seine verstärke Freisetzung aus dem Herzmuskel.

Risikofaktoren eines Herzinfarkts müssen untersucht werden…

Diese kann der Arzt durch weitere Blutwerte herausfinden, beispielsweise durch den Cholesterinspiegel. Ein besonders schnelles Computertomographie-Gerät kann zudem zeigen, ob das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht ist.

Das sogenannte EBT-Gerät (Electron Beam Tomography) gibt Informationen, ohne einen Eingriff, ob Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen vorhanden sind.

Herzinfarkt Symptome

Plötzlich einsetzende starke Schmerzen hinter dem Brustbein, sowie auf der linken Brustseite die länger als fünf Minuten anhalten, zählen zu den typischen Anzeichen eines Herzinfarktes.

Die Schmerzen strahlen oft auch bis in den Hals oder in den Rücken. Sogar Schmerzen in den Oberbauch und die Arme treten auf.

Häufig treten zudem Begleiterscheinungen auf, wie kalter Schweiß, Blässe, Engegefühl in der Brust, Übelkeit, Atemnot, Unruhe und Angst.

Möglich ist daher auch, dass der typische Schmerz hinter dem Brustbein ausbleibt und stattdessen ohne jegliche Vorwarnung Schmerzen im Hals- und Kieferbereich, im Rücken oder im Oberbauch auftreten.

Autonomen Neuropathie ist ein durch Diabetes verursachter „stummen Infarkt“, der die Organnerven schädigt.

Hinweis:

Bei Frauen, wie auch bei Männern können Herzinfarkt Symptome gleichermaßen auftreten!

Bei Frauen äußern sich  Anzeichen eines Herzinfarktes manchmal auch eher atypisch mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwindel.

Eine autonome Neuropathie kann dazu führen, dass Diabetiker Herzschmerzen vorerst nicht wahrnehmen und fast beschwerdefrei diesen Infarkt erleiden.

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Typische Symptome eines akuten Herzinfarkt / Myokardinfarkt

  • anhaltende, heftige Brustschmerzen, die in Schulter, Arm, Unterkiefer oder Oberbauch ausstrahlen
  • Unruhegefühl bis hin zu Todesangst
  • kalter Schweißausbruch
  • Blässe
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Atemnot
  • Brustenge-Gefühl
  • Schmerzen in der linken Schulter, im linken Arm
  • Halsschmerzen bis zum Unterkiefer
  • gelegentlich Bauchschmerzen und/oder Übelkeit oder Unwohlsein
  • Schwächegefühl, Angst
  • häufig niedriger Blutdruck

 

Symptome eines Herzinfarktes zeigen sich mit

  • starken Druckgefühl hinter dem Brustbein
  • starke Schmerzen hinter dem Brustbein
  • starke Schmerzen auf der linken Brustseite
  • plötzliches Auftreten der Schmerzen
  • anhalten der Schmerzen – länger als fünf Minuten
  • ausstrahlen der Schmerzen in beide Arme, in den Oberbauch, in den Rücken zwischen die Schulterblätter bis in den Hals und den Kiefer
  • Angst
  • Atemnot
  • Blässe
  • Engegefühl in der Brust
  • eventueller Kreislaufkollaps und Schock
  • Herzrasen
  • kalter Schweiß
  • Unruhe
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schwindel

 

Erklärung…

  • Starke Schmerzen in Armen, Bauch, Schulterblätter und oder Rücken
    Mit einer Dauer von mindestens fünf Minuten. Die Schmerzen strahlen oft in andere Körperregionen aus – z. B. in die Arme, den Oberbauch, zwischen die Schulterblätter in den Rücken oder in den Hals und Kiefer.
  • Massives Engegefühl im Herzbereich
    Ein Herzinfarkt tritt oft mit einem heftigen Druck oder einem sehr starken Einschnürungsgefühl im Herzbereich in Erscheinung (die meisten Menschen mit einem Herzinfarkt haben das Gefühl, dass ihnen ein Elefant auf der Brust steht).
  • Heftiges Brennen 
    Es handelt sich bei den Schmerzen eines Infarktes oft auch um ein stark brennendes Gefühl.
  • Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Schmerzen im Oberbauch.
  • Angstschweiß mit kalter, fahler Haut
    Bei einem Herzinfarkt tritt häufig zusätzlich Angst auf, die sich z. B. mit einer blassen/fahlen Gesichtsfarbe und Kaltschweißigkeit bemerkbar machen kann.
    Oft wird ein Herzinfarkt in Situationen mit erhöhter Kraftanstrengung oder auch in Stresssituationen ausgelöst. Hierbei kommt es zu stärkeren Blutdruckschwankungen.
  •  „unspezifischen Anzeichen“ können einen Herzinfarkt bemerkbar machen. Diese kommen bei Frauen häufiger vor als bei Männern!
            • unspezifischen Anzeichen sind…
                      • Übelkeit
                      • Atemnot
                      • Schmerzen im Oberbauch
                      • Erbrechen

Hinweis:

Rufen Sie sofort einen Notarzt an Telefonnummer 112, sofern Sie diese Symptome verspüren! Jede Minute zählt!

Da „unspezifische Anzeichen“  also Beschwerden auch bei anderen harmloseren Erkrankungen auftreten, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung immer dann den Notarzt zu rufen, wenn diese unspezifischen Beschwerden zuvor noch nie im erlebtem Ausmaß auftreten. Möglicherweise steckt dann ein Herzinfarkt dahinter.

Die ersten Anzeichen für einen Infarkt treten oft schon früh auf  jedoch jeder fünfte Myokardinfarkt bleibt  unbemerkt!

Meist zeigen sich die Symptome eines Herzinfarktes in den frühen Morgenstunden! Dennoch kommt ein Herzinfarkt oftmals sehr überraschend.

 

Erkrankungen im Brustraum, die lebensbedrohlich sind und einem Herzinfarkt gleichen…

  • Einrisse der großen Körperschlagader (Aortendissektion),
  • ein Pneumothorax (Luft im Pleuraspalt mit Kollaps einer Lunge)
  • sowie eine Speiseröhrenerkrankung.

 

In Deutschland hatten viele Infarktpatienten bereits Herzprobleme, bevor sich ein Herzinfarkt erlitten und waren wegen der Beschwerden in Therapie oder hatten ärztliche Hilfe. Viele Menschen haben schon vorher Probleme mit Gefäßerweiterungen (Herzkatheter-Dilatationen) oder Operationen zur Überbrückung eines verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßes (sog. Bypass-Operationen).

Einen Myokardinfarkt können aber auch Menschen ohne koronare Herzkrankheit bekommen.

Auch erwiesen ist, dass Männer wesentlich früher einen Herzinfarkt als Frauen erleiden.

Bei Frauen ist das Risiko an einem Myokardinfarkt zu sterben höher. Ursache ist nicht nur das durchschnittlich höhere Alter der betroffenen Frauen, beim Vergleich mit gleichaltrigen Männern.  Ein Herzinfarkt sorgt auch bei Frauen für eine höhere Sterblichkeit. Zurückzuführen lässt sich das möglicherweise auf die untypischen Symptome eines Herzinfarktes bei Frauen.

In vielen Fällen werden die Beschwerden sowohl von Betroffenen als auch von Ärzten falsch gedeutet und der Infarkt zu spät erkannt.

Die Symptome die typisch für einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) sind, sind bei Frauen nicht zwingend vorhanden. Meist sind diese anders ausgeprägt als bei Männern. Daher kann es vorkommen, dass die Beschwerden nicht wahrgenommen werden. Dies hat allerdings schwerwiegende Folgen, da ein Herzinfarkt besonders schnelles Handeln erfordert.

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Stummer-Herzinfarkt ohne jegliche Symptome

tritt auf bei…

  • älteren Menschen
  • Diabetikern
  • wahrscheinlicher bei Frauen als bei den Männern

 

Hinweis:

Die Symptome die mit einem akuten Herzinfarkt (Myokardinfarkt) verbunden sind, sind meist deutlich ausgeprägter als die eines schleichenden Herzinfarktes.

Manche Menschen verspüren bei einem Herzinfarkt anstelle der Schmerzen auch nur einen enormen Druck in der Brust. Typischerweise halten beide Herzinfarkt Symptome länger an als fünf Minuten.

 

Merkmal zur Unterscheidung eines Herzinfarktes von einer Brustenge / Angina pectoris

  • dass die Schmerzen beim Myokardinfarkt stärker sind! Im Vergleich eines Angina-pectoris-Anfalls.
  • die Einnahme von Nitrospray / Nitrate  keine Linderung bewirken.
  • Menschen mit einem Angina-pectoris-Anfall  verhalten sich eher ruhig, weil sie befürchten, dass sich die Beschwerden durch körperliche Anstrengung verstärken!

 

Herzinfarkt Symptome, die bei Frauen im Vordergrund stehen…

(oder auch die einzigen Anzeichen für den Myokardinfarkt sein)

  • Übelkeit
  • häufiges Erbrechen
  • Schmerzen im Schulterbereich
  • Schmerzen im Kiefer
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Atemnot

 

Hinweis:

Nicht nur bei Frauen kann ein Herzinfarkt untypische Symptome verursachen, auch wer eine

 

,kann nicht selten untypische Beschwerden bei einem Myokardinfarkt entwickeln!

 

Anzeichen eines Herzinfarkts

Die Vorboten eines Infarkts sind also fast die gleichen wie die späteren Herzinfarkt Symptome.
Der Unterschied hierbei ist jedoch die Intensität. Besonders die Schmerzen nehmen in vielen Fällen deutlich zu.

  • diffuses Unwohlsein, Schwächegefühl
  • Kreislaufprobleme
  • Angst, die sich keiner Situation und keinem Ereignis zuordnen lässt
  • Atemnot
  • Schmerzen im linken Oberarm. Oftmals beginnen sie an der Schulter, und die Schmerzen strahlen bis in den linken Arm aus. Bei einem Herzinfarkt gehört dieser zu den häufigsten Schmerzen. Tatsächlich ist es trotzdem auch möglich, dass sich dieses Herzinfarkt-Symptom stattdessen auf der rechten Körperseite manifestiert. Schmerzen im linken und im rechten Arm sind daher als Warnsignal zu werten
  • Schmerzen können auch in andere Richtungen ausstrahlen, zum Beispiel in den Nacken, Rücken, Hals oder Unterkiefer
  • Engegefühl in der Brust, als sei ein Reifen um den Oberkörper gelegt und festgespannt worden

 

Hinweis:

  1. Jeder zweite Betroffene hat im Vorfeld keine Anzeichen eines Herzinfarkts.
  2. Bei diesen Beschwerden handelt es sich außerdem eher um die für den Mann.
  3. Prinzipiell können die Vorboten auch auf Frauen zutreffen. Jedoch bleiben typische Schmerzen häufig aus. (z.B. Schmerzen im linken Oberarm oder Brust)
  4. Die Symptome eines Herzinfarkts bei Frauen scheinen also häufig den Anzeichen eines stummen Herzinfarkts zu ähneln!
  5. Betroffene denken oft, dass die Beschwerden auf einen grippalen Infekt, eine Magenverstimmung oder Stress zurückzuführen sind, sodass sie nicht zum Arzt gehen.
  6. Ein weiteres Problem ist die Erkenntnis, dass das Beschwerdebild bei einem Infarkt geschlechtsabhängig deutlich abweicht. Erst seit Beginn im Jahr 2000 hat sich diese Erkenntnis zunehmend verbreitet. Noch ist sie nicht in den Köpfen der Ärzte verankert, jedenfalls nicht ausreichend, sodass die Symptome eines Infarkts bei einer Frau nicht immer dahingehend interpretiert werden.

 

Herzinfarkt Ursache

Was verursacht einen Herzinfarkt?

Meist liegt der Herzinfarkt Ursache eine Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) der Herzkranzgefäße zugrunde.
Ein Abschnitt der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ohne Vorwarnung verschlossen ist. Die Gefäße befinden sich kranzartig um das Herz herum (Korona heißt so viel wie Kranz bzw. Krone).
Unter Ärzten wird dies als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet.Empfehlung mit Herz Herzinfarkt-Herz Herzinfarkt

Im Laufe der Jahre bilden sich durch das Einwirken bestimmter Risikofaktoren Fett (Cholesterin)- und Kalkablagerungen (sog. Plaques) an der Gefäßinnenwand. Diese sorgen nicht nur für eine zunehmende Verengung der Gefäße, sie können auch an ihrer Oberfläche plötzlich aufreißen und ein Gefäß akut verschließen. Dem liegt die Ursache nahe, dass, wenn die Plaque-Oberfäche aufbricht, diese von den im Blut vorbeiströmenden Blutplättchen (Thrombozyten) abgedeckt werden, und zwar wie eine Wunde auf der Haut, mit einem Blutgerinnsel (Thrombus). Das Herzkranzgefäß verstopft dann, sobald das Gerinnsel groß genug ist und schneidet dadurch Teile des Herzmuskels von der Durchblutung und damit gleichermaßen von der Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr ab. Aus diesem Grund geht das Herzmuskelgewebe kaputt und im schlimmsten Fall führt der Prozess zum Tod.

Abhängig davon, ob ein eher größeres Gefäß oder nur ein kleiner Seitenast verschlossen ist, wird das Herzmuskelgewebe beim Verschließen eines Herzkranzgefäßes vom Absterben bedroht.

Durch die abgestorbenen Herzmuskelzellen bildet sich allmählich ein Narbengewebe. Sobald größere Bereiche des Herzmuskels betroffen und narbig verändert sind, wirkt sich das auf die Funktion des Herzens aus und schränkt diese ein. Zudem führt zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

Relativ häufig entstehen potentiell gefährliche Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus (ventrikuläre Extrasystolen und ventrikuläre Tachykardien) durch die Vernarbung.

Eine eingerissene arteriosklerotische Plaque, die durch ein Blutgerinnsel zu einem Gefäßverschluss führt, ist die häufigste Herzinfarkt Ursache. Nur in seltenen Fällen betreffen die Ursachen zum Beispiel: ein Gefäßverschluss durch einen Gefäßkrampf (Koronararterienspasmus), durch eine Koronararterienembolie, durch einen Stentverschluss oder eine Komplikation bei der Behandlung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes mit einem Herzkatheter (Koronarintervention).

 

Risikofaktoren der Lebensweise und Medikamente, die Sie vermeiden können…

  • Übergewicht erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Das gilt insbesondere für Bauchfett.
  • Bewegungsmangel hat einen negativen Effekt in mehrfacher Hinsicht. Regelmäßige Bewegung senkt zudem die Wahrscheinlichkeit eines erhöhten Blutdrucks und Übergewicht. Bewegung hat zusätzlich viele positive Effekte auf das Immunsystem und verschiedene chemische Prozesse im Körper.
  • Bluthochdruck ist ebenfalls eine typische Herzinfarkt Ursache und führt beispielsweise zu einer größeren mechanischen Belastung der Gefäße.
  • Erhöhte Blutfette gehören, da sie Gefäßwandverkalkungen fördern, zu den Herzinfarkt-Ursachen.
  • Diabetes mellitus(Zuckerkrankheit) ist in den meisten Fällen mit zu hohen Blutzuckerwerten verbunden, da die Betroffenen es meiden, in den sogenannten Unterzucker zu kommen, welcher Symptome bis zur Bewusstlosigkeit auslösen kann. Die Wahrscheinlichkeit für Gefäßschäden werden jedoch durch dauerhaft überhöhte Werte gesteigert. Hinzu kommen weitere Faktoren. Zum Beispiel können schlechte Blutzucker-Einstellung bei Diabetiker zur Nierenproblemen führen (diabetische Nephropathie), die dann wiederum Bluthochdruck begünstigt.
  • Stress hat großen Einfluss aufs Herz-Kreislauf-System, was vor allem mit der Hormonausschüttung zusammenhängt, die durch Stress entsteht. Sie kann beispielsweise einen erhöhten Blutdruck verursachen und Entzündungsprozesse an den Innenwänden der Gefäße deutlich verstärken.
  • Rauchen ist eine typische Herzinfarkt Ursache , die allerdings beeinflussbar sind. Es ist nicht nur für die Arterien schädlich, sondern fördert auch den Bluthochdruck und die Störungen im Fettstoffwechsel.

 

Die größte Problematik der Herzinfarkt Ursachen besteht darin, dass sie sich zum größten Teil gegenseitig verstärken und in vielen Fälle in Kombination auftreten. Bluthochdruck, Übergewicht (vor allem Bauchfett), zu hohe Blutfettwerte und die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus bilden zusammen das sogenannte metabolische Syndrom. Umgangssprachlich wird dieses Syndrom das „tödliche Quartett“ genannt. Dies rührt daher, dass, wenn diese Faktoren zusammentreffen, sich die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt, sowie für einen Schlaganfall in großem Maße erhöht.

Risikofaktoren, die Sie kaum oder gar nicht vermeiden können…

  • Alter
  • Geschlecht
  • erbliche Belastungen, wenn bei Verwandten ersten Grades (Geschwister, Eltern) schon vor dem 60. Lebensjahr ein Herzinfarkt festgestellt wurde
  • Sie eine Bypass-Operation an den Herzgefäßen hatten.

 

Abhängig an welcher Stelle der Infarkt liegt werden folgende Typen des Myokardinfarkt unterschieden…

  • Vorderwandinfarkt
  • Hinterwandinfarkt und Seitenwandinfarkt
  • Scheidewandinfarkt (Septuminfarkt)
  • Kombinationsinfarkte

 

Das Herz benötigt Sauerstoff um gewisse Aufgaben zu erfüllen. Er hält vor allem den Blutkreislauf in Gang und versorgt den gesamten Körper (Organe, Zellen und Gewebe) mit Sauerstoff. Wird aber ein Abschnitt der Herzkranzgefäße nicht mehr durchblutet, bricht die Sauerstoffversorgung ab und das betroffene Herzmuskelgewebe stirbt ab, wodurch ein Myokardinfarkt hervorgerufen wird.

  • Das linke Herzkranzgefäß (Arteria coronaria sinistra) versorgt den vorderen Bereich des Herzens mit Blut,
    das rechte (Arteria coronaria dextra) den hinteren.
  • Der Gefäßverschluss, der den Herzinfarkt verantwortet, kann jeden Abschnitt betreffen, den das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgt.
  • In den meisten Fällen betrifft ein Herzinfarkt die Muskulatur der linken Kammer.
  • Der zum Herzinfarkt führende Gefäßverschluss kann unterschiedliche Ursachen haben.
  • Ein Blutgerinnsel hat ein Herzgefäß verstopft.

 

Dem geht voraus, die sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK), bei der die Durchblutung des Herzmuskels aufgrund einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße gestört ist.Für die Unterversorgung des Herzmuskels ist eine Gefäßwandverkalkung (Arteriosklerose) verantwortlich.

Was ist eine Arteriosklerose?Empfehlung mit Herz Durchblutungsstörungen-Infarkt Herzinfarkt

Eine Arteriosklerose ist die chronische Erkrankung von Arterien. Arterien sind Blutgefäße, die vom Herzen aus zu den Organen, den Muskeln und den Geweben geleitet werden. Die Elastizität der Gefäßwände verändert sich und es entstehen Plaques sobald sich Fette und Kalk in den Blutgefäßen ablagern. Durch das Verengen und Erstarren kommt es zu Durchblutungsstörungen oder zu einem kompletten Verschluss der Gefäße.

Die im Blut enthaltenen Fette sind LDL-Cholesterin. Dieses Cholesterin setzt sich nicht nur an den Gefäßwänden ab, es oxidiert und lockt somit die weißen Blutkörperchen (Makrophagen) an. Dadurch werden Entzündungen der Gefäßwände verursacht und es entstehen Plaques. Infolgedessen werden diese, sobald die Plaques an der Oberfläche aufreißen (Ruptur), von vorbeiströmenden Blutplättchen (Thrombozyten) abgedeckt und es entsteht ein Blutgerinnsel (Thrombus) – und so auch ein Herzinfarkt.

Je nachdem wie stark der Infarkt ausgeprägt ist, kommt es zu Herzrhythmusstörungen oder bei schwerwiegenden Durchblutungsstörungen auch zum plötzlichen Herztod.

Nicht nur Blutgerinnsel, auch Gefäßkrämpfe (Koronararterienspasmus), Koronararterienembolie, Verschlüsse von Stents oder eine Koronarintervention führen zu einem Herzinfarkt. Unter einer Koronarintervention versteht man eine Komplikation die durch die Behandlung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes entsteht. Früher wurden für die Beseitigung von Engstellen sogenannte Stents, also Drahtgeflechte in den Herzkranzgefäßen, eingesetzt.

Je nachdem wo eine Gefäßwandverkalkung vorliegt, kann eine Arteriosklerose auch einen Schlaganfall und andere Durchblutungsstörungen, z. B. in den Beinen, verursachen.

Herzinfarkt Behandlung / Therapie

Bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an. Daher gilt es bei dem kleinsten Verdacht unverzüglich den Notarzt zu benachrichtigen! Wählen Sie die Notrufnummer 112!

Bis der Notarzt helfen kann sollten Sie feststellen, ob der Betroffene noch bei Bewusstsein ist und selbstständig atmet. Öffnen Sie gegebenenfalls beengende Bekleidung, legen Sie den Patienten bequem und mit leicht angehobenem Oberkörper hin und vermeiden Sie Aufregung und Unruhe.

Kommt es zu einem Kreislaufstillstand, sollte unverzüglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Es hat sich dabei bisher immer gezeigt, dass eine Reanimation mit einer Herzdruckmassage durch Laien (100-120 Mal pro Minute) wichtiger ist als das Beatmen.

Der Notarzt legt dann einen venösen Zugang, erstellt ein Elektrokardiogramm, misst den Blutdruck und versorgt den Patienten mit Sauerstoff sowie Medikamenten. Diese sollen die Angst und die Schmerzen lindern, sowie dem Bilden von Blutgerinnseln vorbeugen. Der Arzt führt sofort eine Elektroschockbehandlung (Defibrillation) durch, sobald es zu einem Herzstillstand durch Kammerflimmern (gefährliche Rhythmusstörung der Herzkammern) kommt.

Zwei Behandlungs-Ansätze gibt es…

  • primäre perkutane Koronarintervention (PCI)

Hierbei wird mit einem Ballonkatheter der Koronargefäßverschluss geöffnet und ein Stent implantiert. Die PCI ist heute die Therapie der Wahl, wenn diese innerhalb von 90 Minuten nach medizinischem Erstkontakt (Notarzt) durchgeführt werden kann.

  • Intravenöse Lysetherapie, wenn innerhalb von zwei Stunden nach medizinischem Erstkontakt keine primäre PCI möglich ist (zum Beispiel, wenn ein Herzkatheterlabor mit PCI-Bereitschaft nicht innerhalb von zwei Stunden zu erreichen ist).

Bei dieser Herzinfarkt Behandlung werden in die Armvene Wirkstoffe verabreicht, die für die Auflösung der Blutgerinnsel sorgen, welches das Gefäß verstopft.

Hinweis:

Patienten die einen Herzinfarkt erlitten haben, müssen zunächst einige Zeit auf der Intensivstation liegen, da sie dort unter ständiger Kontrolle stehen und Herz und Kreislauf regelmäßig untersucht werden. So können Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen früh erkannt und behandelt werden.

Ein herzchirurgischer Eingriff ist nur in Ausnahmefällen der Akutphase eines Herzinfarktes notwendig. Dies kann vorkommen, wenn sich zum Beispiel ein Schockzustand oder eine ausgeprägte Herzschwäche entwickelt hat.

 

Ziel der Herzinfarkt-Behandlung

Das Ziel der Herzinfarkt Behandlung ist es, das verschlossene Herzkranzgefäß so schnell es geht wieder durchgängig zu machen und dadurch die Schäden am Herzmuskel so gering wie möglich zu halten.

 

Erste Hilfe bei einen Herzinfarkt

  • Notarzt rufen – 112 über das Telefon wählen! Ruhig bleiben, Namen und Adresse mitteilen und den Verdacht eines Herzinfarktes mitteilen.
  • Bewusstseinszustand und Atmung prüfen! Prüfen Sie, ob der Betroffene amtet und bei Bewusstsein ist. Eine sofortige Wiederbelebung (Reanimation) ist dann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nötig.
  • Beruhigen und für bequeme Lage sorgen! Beruhigen Sie den Betroffenen, sofern dieser bei Bewusstsein ist und bringen Sie ihn in eine Lage die für ihn möglichst bequem ist, damit er gut durchatmen kann (hinlegen oder hinsetzen). Öffnen Sie dabei auch gegebenenfalls beengende Kleidung (z.B. Krawatte lockern, Hemd oben aufknöpfen). Lassen Sie den Betroffenen keinesfalls aufstehen oder irgendwohin gehen!
  • Abschirmen! Halten Sie den Betroffenen fern von Unruhe, Aufregung oder Anstrengung und schirmen Sie ihn von allen anderem ab.
  • Beobachten! Der Betroffene sollte gut beobachtet werden bis der Notarzt eintrifft: Ist er weiterhin bei Bewusstsein? Atmet und reagiert er?

 

Sofortmaßnahmen eines Arztes zur Herzinfarkt Behandlung

Die ersten Stunden nach einem Herzinfarkt sind oft entscheidend: Durch bestimmte Sofortmaßnahmen ist es am ehesten möglich, mit Medikamenten oder durch Aufdehnung der verschlossenen Herzkranzarterie die Durchblutung des Herzmuskels wiederherzustellen.

Je schneller die Sofortmaßnahmen bei einem Herzinfarkt zum Einsatz kommen, desto weniger Herzmuskelgewebe wird auf Dauer geschädigt und umso weniger Komplikationen können auftreten.

Die ersten Sofortmaßnahmen zur Herzinfarkt Behandlung leitet der Notarzt ein.

Der Notarzt erkennt im besten Fall gefährliche Herzrhythmusstörungen und kann diese entsprechend behandeln.

Maßnahmen die nur ein Arzt vornimmt am Patienten

  • Starke Schmerzmittel (Opiate) eignen sich, um die einhergehenden Schmerzen eines Myokardinfarkts zu lindern.
  • Bei Bedarf werden Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen zum Einsatz verabreicht.
  • Zudem kommen gerinnungshemmende Medikamente (wie AcetylsalicylsäureHeparin) zum Einsatz, die der Notarzt verwendet, um zu verhindern, dass das Gerinnsel größer wird oder an anderer Stelle ein weiteres entsteht.
  • Sobald der Patient im Krankenhaus eingetroffen ist, bekommt er einen Zugang zum Gefäßsystem (zentraler Venenkatheter, ZVK) gelegt, um darüber weiterhin blutverdünnende Medikamente zu erhalten.
  • Wer eine akute Herzinsuffizienz, eine Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff (Hypoxie) oder akute Atemnot hat, bekommt zusätzlich Sauerstoff über eine Nasensonde.
  • Als Teil der Sofortmaßnahme wird auch die ständige Blutdruckprüfung- und Regulierung gezählt. Oft geschieht dies mit Nitraten: Nitrate entlasten das Herz und vermindern die Schmerzen die mit dem Herzinfarkt einhergehen.
  • Bei einem Herzinfarkt mit ST-Hebung wird empfohlen, sich möglichst schnell einer sogenannten perkutanen Koronarintervention (bzw. PCI) zu unterziehen.

 

Der Arzt versucht die Durchblutung des Herzmuskels durch eine sogenannte Ballondilatation wiederherzustellen.

Das geht so:

  • Vom Arzt wird ein feiner Kunststoffschlauch (den Herzkatheter) mit einem zusammengefalteten Ballon über ein Blutgefäß am Handgelenk oder in der Leiste bis zu dem verengten Herzkranzgefäß vorgeschoben.
  • Anschließend füllt er eine Mischung aus Kontrastmittel und Kochsalz in den Ballon ein.
  • Der ausgedehnte Ballon erweitert das verengte Gefäß. (Der Ballon ist durch das Kontrastmittel auf einem Röntgenbild gut sichtbar.)
  • Ein sogenannter Stent kann verhindern, dass nach dem Herzinfarkt erneut eine Gefäßverengung eintritt.
  • Als Alternative gibt es bei einem Herzinfarkt mit ST-Hebung auch eine Thromboembolyse (d.h. einer Auflösung des ursächlichen Blutgerinnsels). Der Betroffene bekommt hierzu (per Katheter oder Spritze) Enzyme verabreicht, die für das Abbauen des Gerinnsels sorgen, oder Mittel, die für den Abbau körpereigene Enzyme aktivieren.
  • Im Gegensatz dazu ist bei einem Herzinfarkt ohne ST-Hebung weder die Ballondilatation noch die Thromboembolyse geeignet. Die Sofortmaßnahmen bestehen stattdessen darin, die Blutgerinnung zu hemmen (z.B. mit AcetylsalicylsäureClopidogrel und Heparin). Je nach individuellem Risiko empfiehlt sich eine Herzkatheteruntersuchung (und je nach individuellen Umständen evtl. auch -behandlung) innerhalb der ersten zwei Stunden oder auch später.
  • Im Normalfall findet die Herzkatheterisierung innerhalb der ersten drei Tage nach dem Myokardinfarkt statt.
  • Besteht nach der Krankengeschichte des Patienten weiterhin der Verdacht auf einen Herzinfarkt, findet nach einer Befragung eine körperliche Untersuchung statt.
  • In vielen Fällen kann dies durch ein EKG (Elektrokardiographie) durchgeführt werden, welches aufzeigen kann, welche Region des Herzens betroffen ist. Zudem werden neben dem EKG auch Laboruntersuchungen des Blutes durchgeführt. Sie sollen Aufschluss über das Herzgewebe geben, ob dieses nachhaltig geschädigt wurde und wie lange es her ist, dass der Patient einen Herzinfarkt erlitten hat. Sogenannte kardiale Troponine-T und -I zeigen dies anhand deren Werte im Blut. Stunden nach einem Herzinfarkt sind diese erhöht und können auf eine Schädigung des Herzmuskels hinweisen.Empfehlung mit Herz herzinfarktstent Herzinfarkt
  • Darüber hinaus wird eine Echokardiographie vorgenommen. Dies ist der Ausdruck für eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, wobei die Infarktgröße und die Herzfunktion zu sehen sind. Eine Herzkatheteruntersuchung überprüft die Verschlussstärke von Herzkranzarterien.
  • Oftmals werden im Rahmen der Untersuchung die Herzkranzgefäße direkt, beispielsweise in Form eines Stents, behandelt. Weitere Informationen zum Ausmaß der Schädigung und zur Durchblutung des Herzens liefert eine Kernspinuntersuchung (Magnetresonanztomographie).

 

Was ist ein Stent?

Ein Stent ist eine Gefäßstütze aus Edelstahl, welcher vom Arzt mit einem Ballonkatheter in die betroffene Stelle eingesetzt wird. Zusätzlich kann der Stent mit Medikamenten beschichtet sein, wodurch in der Regel ein erneuter Verschluss und damit auch ein weiterer Myokardinfarkt verhindert wird.

Die Akuttherapie bei einem Herzinfarkt beginnt, sobald die Diagnose gesichert ist.

  • Sauerstoff wird über eine Nasensonde zugeführt.
  • Medikamente werden gegen Schmerzen verabreicht, gegebenenfalls kommen Beruhigungsmittel hinzu.
  • Durch Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäureund Heparinsoll erneuten Blutgerinnseln vorgebeugt werden.
  • Nitroglycerin dient dazu, die Gefäße zu erweitern.
  • Eventuell ist es nötig, Atropin zu verabreichen, um den Blutdruck zu regulieren.

 

Bei einem Herzinfarkt muss die Akuttherapie an erster Stelle den Verschluss des Gefäßes „reparieren“. Dafür gibt es unter den Medizinern unterschiedliche Methoden. Welche sie anwenden ist abhängig von mehreren Faktoren, zum Beispiel: Wie viel Zeit ist zwischen dem Herzinfarkt und dem Start der Herzinfarkt Behandlung vergangen? Sind Vorerkrankungen bekannt, etwa ein Magengeschwür? Ist der Patient in eine Klinik eingeliefert worden, die mit einem Herzkatheterlabor ausgestattet ist?

Herzinfarkt Behandlung im Anschluss

Je nach Schwere des Infarktes schließt sich an den Krankenhausaufenthalt, der Tage bis wenige Wochen andauern kann.

Eine gewöhnliche Rehabilitationsbehandlung steht an. Mit dieser finden die Patienten viel leichter in den Alltag zurück.Die Patienten lernen in der Reha-Einrichtung auch ihre Lebensweise so umzustellen, so dass das Risiko für einen weiteren Herzinfarkt verringert wird.

Lebensgewohnheiten werden durch die Reha umgestellt / korrigiert.

  • mit dem Rauchen aufhören,
  • auf das Gewicht achten,
  • sich ausgewogen ernähren
  • mehr Bewegung und Sport in den Alltag.

 

Ernährung zur Herzinfarkt Vorsorge

Wirklich sinnvoll ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Herzinfarkt Vorsorge.

Die sogenannte Mittelmeerkost wird hierbei vermehrt empfohlen!

  • wenig Fleisch
  • wenig tierische Fette

stattdessen

  • zweimal die Woche Seefisch
  • pflanzliche Öle
  • viel Obst und Gemüse

 

Vor allem durch eines zeichnet sich eine ausgewogene und gesunde Ernährung aus.

  1. Vielfalt an Lebensmitteln genießen.
    • Bei einer gesunden Ernährung ist auf nährstoffreiche und energiearme (low carb/wenig Kalorien) Lebensmittel in angemessener Menge zu achten und diese sollten miteinander kombiniert werden.
  2. täglich Obst und Gemüse essen.
    • Wenn Sie jetzt zum Obst und Gemüse greifen, achten Sie darauf, dass dieses möglichst frisch und gegart sind.
  3. Abwechslung ist wichtig. 
    • Am Tag sollten es 5  verschiedene abwechslungsreiche Portionen sein.
  4. pflanzliche Lebensmittel sollten bevorzugen
    • Im besten Fall mindestens 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse. Verwenden Sie saisonale Produkte. Obst und Gemüse sind bekannt für ihren Reichtum an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen sowie sekundäre Pflanzenstoffe und sind somit Bestandteil einer guten Ernährung zur Herzinfarkt Vorsorge.
  5. reichlich Vollkorn essen
    • Im besten Fall mindestens 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse. Verwenden Sie saisonale Produkte. Obst und Gemüse sind bekannt für ihren Reichtum an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen sowie sekundäre Pflanzenstoffe und sind somit Bestandteil einer guten Ernährung zur Herzinfarkt Vorsorge.
  6. tierische Lebensmittel nur als Ergänzung konsumieren
    • Milch, Joghurt, Käse und andere Milchprodukte sollten täglich auf ihrem Speiseplan stehen. Ein- bis zweimal die Woche sollten Sie sich Fisch zubereiten und schmecken lassen. Vor allem Seefisch punktet mit reichlich Jod und besonders fetthaltiger Fisch (z.B. Makrele) enthält Omega-3-Fettsäuren. Diese erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Insbesondere Eisen, Selen, Zink und die Vitamine B1, B6 und B12 werden durch das Essen von Fisch vom Körper aufgenommen.
  7. pflanzliche Fette bevorzugen statt tierischer Fette
      • Bei einer gesunden Ernährung zur Herzinfarkt Vorsorge kommt es nicht nur darauf an, wie viel Fett Sie zu sich nehmen sondern auch die Art des Fettes spielt eine wichtige Rolle.
      • Pflanzliche Fette sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die das Risiko von Fettstoffwechselstörungen, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, verringern. Die gesundheitsfördernde Wirkung steigt, je mehr ungesättigte Fettsäuren ein Fett oder Öl enthält. Öle und Fette haben lebensnotwendige, essentielle Fettsäuren in sich, die vom Körper tagtäglich gebraucht werden. Im Allgemeinen sind in fetthaltigen Lebensmitteln auch wertvolle fettlösliche Vitamine wie Vitamin A oder Vitamin E enthalten.
      • Bevorzugt werden sollten vor allem pflanzliche Fette und Öle, wie
        • Raps- und Sojaöl
        • Kokosfett oder Margarine.
  8. wenig Zucker und Salz
    • Sparsam  mit Zucker und Salz umgehen. Meiden Sie vor allem Getränke, in denen verschiedenen Zuckerarten (etwa Glukosesirup) enthalten sind. Diese Produkte sind nicht nur mit viel Zucker, sondern auch oft mit vielen Kalorien, aber nur wenigen Nährstoffen versetzt. Sollten Sie sich Salz kaufen, achten Sie darauf, dass dieses mit Jod und Fluorid angereichert ist.
    • Meiden Sie  gezuckerte und kalorienreiche Getränke. Sollten Sie trotzdem das ein oder andere Mal auf etwas süßes Lust haben, genießen Sie diese Getränke besser in Maßen. Zu süßen Getränken werden beispielsweise Getränke wie Energydrinks, Cola-Getränke und Limonaden, aber auch unverdünnte Fruchtsäfte und -nektare gezählt.
  9. Bevorzugt Wasser trinken.
    • Am Tag sollten Sie circa eineinhalb Liter Flüssigkeit trinken, da Flüssigkeit lebensnotwendig ist. Gerade bei hohen Temperaturen und großer Anstrengung sollte entsprechend mehr getrunken werden. Bevorzugen Sie vor allem Wasser und andere kalorienarme Getränke, wie zum Bespiel ungesüßten Tee.
  10. Speisen nur schonend zubereiten.
    • Ihre Speisen sollten Sie nach Möglichkeit eher kurz und bei niedrigeren Temperaturen garen. Fett und Wasser müssen dabei sparsam zum Einsatz kommen. So bleiben nicht nur die Nährstoffe enthalten, sondern auch der Geschmack. Achten Sie darauf, dass sie die Speisen beim Zubereiten nicht verbrennen.
  11. Nehmen Sie sich Zeit beim Essen und Trinken.
    • Bewusst essen heißt richtig zu essen. Lassen Sie sich Zeit beim Zubereiten Ihrer Mahlzeit und ebenso beim Genuss Ihrer Speisen. Ein netter Nebeneffekt ist neben der Freude am Vorbereiten, dass das Sättigungsempfinden gefördert wird.
  12. Bleiben Sie in Bewegung und achten Sie auf das Gewicht.
    • Idealerweise sollte eine ausgewogene, vollwertige  Ernährung mit viel Bewegung kombiniert werden. Körperliche Bewegung sollte daher in den Alltag integriert werden. Dafür reichen schon 30 bis 60 Minuten, dies gilt als optimal. Die Kombination aus Sport und Bewegung sowie gesunder, abwechslungsreicher Ernährung zur Herzinfarkt Prävention sorgt für das richtige Körpergewicht.

 

Herzinfarkt Sport

Patienten mit einem Infarkt werden heutzutage oft invasiv mit Herzkatheter behandelt. Durch diese Behandlung können viele Betroffene schon relativ zügig wieder beschwerdefrei leben und sind stabil. Zudem können sie früh mit einem BewegungEmpfehlung mit Herz nordic-walking-1814784_1920 Herzinfarkt    sprogramm starten.

Empfehlungen sind dahingehend so ausgerichtet, dass Sie bis eine Woche nach dem Infarkt wieder mit Sport beginnen können, wobei dies nicht gleichermaßen für alle Patienten gilt.

Im Allgemeinen ist es relevant, nicht direkt wieder in die Vollen zu starten, sondern langsam anzufangen. Eine dazu existierende Studie zeigt, dass man im Idealfall schon eine Woche nach dem Infarkt wieder mit körperlichem Training anfangen soll, um möglichst schnell eine Wiederherstellung der Herzfunktion anzupeilen.

Entscheidend dabei ist, dass die Patienten jedoch komplett beschwerdefrei und in einem stabilen Zustand sind. Die Empfehlung direkt eine Woche nach dem Infarkt Sport zu treiben, gilt auch nur für die Betroffenen die einen relativ unkomplizierten Herzinfarkt hatten der rasch behandelt wurde.

Zudem ist wichtig, dass die Funktion des Herzmuskels erhalten geblieben ist. Wenn eine Funktionseinschränkung des Herzens durch einen vorigen Infarkt vorliegt, weil eine späte Behandlung des Patienten stattgefunden hat oder der Infarkt zu ausgeprägt war, ist die Lage anders zu bewerten und der Patient muss zunächst ausreichend stabilisiert werden, bevor er ins Training starten kann.

Gibt es nach einem Infarkt Einschränkungen beim Sport?

Natürlich gibt es direkt nach dem Herzinfarkt bestimmte Einschränkungen.

Diese beschränken sich jedoch meist nur auf eine Woche nach dem Infarkt. Trotzdem sollten starke Blutdruckschwankungen vermieden werden, wie zum Beispiel bei Kraftsportarten (Gewichtheben) und es sollten Ausdauersportarten gewählt werden. Dabei ist nochmal besonders zu betonen, dass der Prozess ins Training zu starten langsam geschehen sollte und man nicht denken soll, man könne wieder voll durchstarten, weil der Herzinfarkt nur ein einmaliges Ereignis war und wieder vorbei ist.

Auch nach nur einer Woche in der man pausiert hat, braucht man wieder eine bestimmte Zeit für den Trainingsaufbau. Beruhigen kann man allerdings die Patienten die sich nach einem Infarkt stark zurückziehen und Angst davor haben einen weiteren zu erleiden, wenn sie sich körperlich anstrengen, da Bewegung im Anschluss des Ereignisses sehr gesund ist, allerdings langsam.

Besonders gut geeignet sind, für Patienten nach einem Herzinfarkt, eigentlich alle Ausdauersportarten. Am wichtigsten ist dabei, dass die Patienten das machen worauf sie Lust haben und dass man sie nicht überfordert.

Es gibt Betroffene, die lieber Fahrrad fahren, andere sind eher die Läufer- oder Walker- oder Schwimmer. Dranzubleiben und regelmäßiges Training in seinen Alltag zu integrieren ist nicht immer leicht, daher schaffen es oft nur die Patienten, die auch Spaß am körperlichen Training haben.

Sollten Patienten gerne schwimmen, müssen sie kleinere Einschränkungen machen, da hierbei mehrere Faktoren zusammenspielen, die sie beachten sollten.

Neben der erhöhten körperlichen Belastung, die oft unterschätzt wird, kommt hinzu, dass auf den Körper ein gewisser Wasserdruck einwirkt und das Herz dadurch mehr arbeiten muss. Das Wasser ist zudem oft wesentlich kälter als der Körper, was dazu führt, dass der Körper zusätzlich Wärme aufbringen muss.Dazu kommt, dass sich die Gefäße verengen um weniger Wärme abgeben zu müssen, wodurch diese verengten Gefäße wiederum zu einer Mehrbelastung des Herzens führen. Aufgrund dessen, sollte man absolut beschwerdefrei und stabil sein nach einem Herzinfarkt und lieber einige Zeit warten bevor man Schwimmen geht.

Welche Dauer sollte der Sport im Optimalfall dauern?

Laut Empfehlungen wird gesagt, dass man mindestens dreimal pro Woche circa 30 Minuten Sport machen soll.

Wenn man es schafft, statt einer halben, eine ganze Stunde zu trainieren, ist das auf jeden Fall effektiver.

Dreimal die Woche für eine halbe Stunde Herzinfarkt Sport zu treiben ist eher das Minimum an körperlicher Betätigung, um auch einen positiven Trainingseffekt erzielen zu können.

Man sollte auch lernen, und das ist ein entscheidender Faktor, dass man auf seine Körpersignale achtet. Sollte man nach 20 Minuten Ausdauertraining merken, dass man völlig erschöpft ist, obwohl eine halbe Stunde Herzinfarkt Sport vom Arzt empfohlen wurde, sollte dennoch eine Pause eingelegt und das Training später fortgesetzt werden.

Auf keinen Fall sollte man sich zu viel zumuten.

Man muss auf seinen Körper hören. Zumal auch nicht jeder Tag wie der andere ist.

Gleichermaßen gilt es, Übergewicht zu vermeiden.

Eine ärztliche Beratung ist nach einem Herzinfarkt sehr wichtig. Vor allem dann, wenn eventuell sogar schon ein zweiter stattgefunden hat.

 

Bestens geeignete Aktivitäten, um einem Herzinfarkt vorzubeugen, sind…

  • Skilanglauf
  • leichtes Joggen
  • Fahrradfahren
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Walking (oder flottes Spazierengehen) und Nordic Walking
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Rudern (zum Beispiel an Rudertrainern)
  • Skilanglauf

 

Hinweis:

Es gibt keine Faustformel, mit welcher Intensität die jeweilige Ausdauersportart betrieben werden sollte, da dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Deshalb muss zusammen mit dem behandelnden Arzt ein guter Trainingsplan für den Herzinfarkt Sport entwickelt werden. Hören Sie auf ihren Körper.

Generell gilt, dass eine leichte Trainingsintensität mit mittleren Pulswerten umgesetzt werden sollte .

Schwitzen ist erlaubt, aber unterhalten können sollte noch drin sein.