Nervenkrankheiten

Nervenkrankheit – Was ist das?

Der Begriff Nervenerkrankung beschreibt eine Vielzahl von Krankheiten, die das Nervensystem oder auch bestimmte Nerven im Körper betreffen. In der Regel handelt es sich um physische Störungen.

Es können allerdings auch psychische Begleiterscheinungen auftreten.

Neurologie

Die Neurologie beschäftigt sich mit allen Erkrankungen der Nerven, des Gehirns, des Rückenmarks.  Auch alle Randgebiete der Nerven bis zur Steuerung von Muskelaktivität und Sensibilität schließt die Neurologie mit ein.Empfehlung mit Herz boy-1454054_640-1 Nervenkrankheiten

Die Erkrankungen sind oft schwerwiegend und nur langzeitlich therapierbar.

Unser Nervensystem ist der vielfältigste und gleichzeitig der kompliziertestes Teil des Körpers.

Das Nervensystem wird eingeteilt in …

  • das zentrale Nervensystem (ZNS), zu dem das Gehirn und auch das Rückenmark gehören

 

    • Im Gehirn spielen sich alle Vorgänge des Denkens, Empfindens, Fühlens, und des Handelns ab.
    • Auch viele Körperfunktionen, die wir gar nicht bewusst wahrnehmen, wie zum Beispiel die Atmung oder der Gleichgewichtssinn, werden vom Gehirn aus gesteuert.

 

  • Im Gehirn haben die zwölf Paar Kopf- und Hirnnerven ihren Ursprungsort.

 

    • Sie geben zum einen Impulse an die Körperregionen weiter. Zum anderen nehmen die zwölf Paar Kopf- und Hirnnerven auch die Impulse auf, leiten sie weiter und verarbeiten diese.
    • das periphere (Randgebiet) Nervensystem zu welchem alle übrigen Nervenbahnen zählen
    • Das Rückenmark kann man auch als die Fortsetzung des Gehirns bezeichnen. Es zieht sich im Inneren der Wirbelsäule bis runter in den Lendenbereich.
    • Auch das Rückenmark ist von Gehirnflüssigkeit und Meningen (Häuten) umgeben. Durch die Öffnungen zwischen den einzelnen Wirbeln verlaufen die Nerven in den gesamten Körper.

 

Neurologische Erkrankungen gründen im Gehirn oder im Nervensystem.

Werden zum Beispiel durch einen schweren Unfall oder eine Verletzung Teile des Gehirns oder des Nervensystems beschädigt kann es zu mehr oder weniger schweren Ausfallerscheinungen kommen.

Nervenkrankheit Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Nervenerkrankung, muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.Empfehlung mit Herz nervenkrankheiten-Untersuchung-Diagnose Nervenkrankheiten

Neben einem umfassenden Gespräch (Anamese) mit einen Facharzt – Neurologen werden die Ursachen ergründet.  Der Mediziner spricht mit seinen Patienten über die betroffenen Körperregionen wo dieser die Symptome festgestellt hat. Es folgt eine neurologisch Untersuchung. Hierbei werden die Schmerzempfindlichkeit, die Druckempfindung, die Muskelreflexe und die Temperaturempfindlichkeit getestet.

Auch eine Blutuntersuchung und bildgebende Techniken können unter Umständen Auskunft und Klarheit über den Grund der Beschwerden geben.

Ein einfacher eingeklemmter Nerv oder eine Mangeldurchblutung, die durch einseitige Belastung oder zu enge Bekleidung hervorgerufen wurde, kann ggf. ohne Behandlung selbst wieder abklingen.

Andere Erkrankungen bedürfen zwingend einer medizinischen Behandlung. Da sich ernsthafte Ursachen und Symptome ohne Behandlung verschlimmern und die Lebensqualität deutlich einschränken.

Einige Erkrankungen können schlimmstenfalls sogar den Tod des Patienten zur Folge haben.

Verlauf und Komplikationen einer Nervenkrankheit

Bei Nervenerkrankungen kann es zu einer Vielzahl verschiedenen Symptomen und Komplikationen kommen.

Im schlimmsten Fall führen diese Erkrankungen zu Lähmungen oder zu anderen Störungen der Sensibilität.

Nicht immer kommt es bei Nervenerkrankungen zu einem positiven Krankheitsverlauf.

Die Lebensqualität wird mit einer ernsthaften Nervenerkrankung erheblich reduziert und der Alltag stark eingeschränkt.
In vielen Fällen sind die Betroffenen dann auch auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Viele Dinge des alltäglichen Lebens können nur eingeschränkt oder gar nicht mehr selbständig ausgeführt werden.

Sollten die Nerven irreversibel geschädigt worden sein, muss der Patient sein restliches Leben mit diesen Einschränkungen leben.

Nervenerkrankungen können teilweise zu psychischen Beschwerden und Depressionen führen.
In einigen Fällen leiden die Patienten dabei auch an Suizidgedanken.

Ob eine Behandlung bei der jeweiligen Krankheit möglich ist, kann nicht grundsätzlich vorausgesagt werden.
Der weitere Verlauf hängt stark von der Grunderkrankung selbst ab.

Mit Hilfe verschiedener Therapien, Behandlungsmethoden und einer gesunden Lebensweise werden eine vielzahl an Nervenerkrankungen gelindert.

Komplikationen treten bei der Behandlung einer Nervenkrankheit in der Regel nicht auf.

Wie können neuronalen Schäden vermieden werden?

Lebensumstände des Einzelnen haben Einfluss auf die Entstehung der unterschiedlicher Erkrankungen.

Eine gesunde Lebensweise ist in jedem Fall empfehlenswert wie …Empfehlung mit Herz Nervenkrankheiten-Nervensystem Nervenkrankheiten

  • nicht Rauchen
  • richtige und ausgewogene Ernährung
  • aktive Lebensweise mit Sport und entsprechender Bewegung im Alltag
  • wenig Stress
  • keine Ängste
  • gesunden Schlaf
  • viel Lachen

 

Nervenkrankheit Symptome

Die Symptome einer Nervenkrankheit sind vielfältig und größtenteils abhängig von der genauen Art der Erkrankung.

Symptom die für den Anfang vieler Nervenerkrankungen stehen sind …

  • Karpaltunnelsyndrom ist eine  Empfindungsstörungen in der HandEmpfehlung mit Herz Nervenkrankheiten-Tomografie-Auswertung Nervenkrankheiten
  • Fazialisparese bezieht sich auf eine Gesichtslähmung
  • Missempfindungen  wie einem Kribbelgefühl an Füßen, Händen oder ganze Extremitäten
  • motorische Probleme –  der Unsicherheit beim Gehen (Gangunsicherheit)
  • ein Gefühl einer Schwellung
  • ein Gefühl eines eingeschnürt seins
  • Berührungsempfindlichkeiten, brennenden Schmerzen und einem Gefühl
  • Extremitäten können sich manchmal fremd anfühlen
  • Taubheit – die bis zur völligen Gefühllosigkeit an einzelnen Körperteilen übergeht
  • Missempfindungen – umfassen zum Beispiel das grundlose Wahrnehmen von Wärme und Kälte sowie plötzliche Schmerzreize oder ein Gefühl der Pelzigkeit -In der Regel sind Missempfindungen recht vielseitig.
  • Probleme mit den Muskeln können vorkommen – Krämpfe, Spannungslosigkeit, Zuckungen oder einer Muskelatrophie

 

Hinweis:

Alle Symptome insgesamt schränken die Motorik des Betroffenen erheblich ein.

Weiteren Symptome sind meist abhängig vom Krankheitsverlauf der jeweiligen Krankheit.

Nervenkrankheit Ursachen

Die Ursachen für die verschiedenen Nervenerkrankungen können in zahlreichen unterschiedlichen Krankheiten und Zuständen liegen.

Durch eine einfache falsche Bewegung kann es beispielsweise zu einem eingeklemmten Nerv kommen, der vorübergehend starke Schmerzen und eine Empfehlung mit Herz ct-scanner-nervenkrankheiten-schlaganfall Nervenkrankheiten    Bewegungseinschränkung verursacht.

Eine mangelhafte Durchblutung, die auf äußere oder innere Ursachen, wie eine Verengung der Blutgefäße zurückgeführt werden kann, zieht in der Regel ein Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen mit sich.

Das bekannte Karpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung, bei der eine Verengung auf den Mittelhandnerv drückt und Schmerzen sowie ein unangenehmes Kribbeln hervorruft.

Fazialisparese bezieht sich auf eine Gesichtslähmung welche möglicher Weise durche eine Borreliose hervorgerufen wurde.

Unter Umständen können allerdings auch ernsthaftere Krankheiten wie beispielsweise Multiple Sklerose (MS), eine Störung im Zentralnervensystem ursächlich sein. Auch ein Schlaganfall steckt hinter vielen Symptomen und Beschwerden.

Hinweis:

Jedes Symptom für sich muss dringend ärztlich untersucht  werden! Gegebenenfalls bedarf es eine Behandlung!

Typische und häufige Nervenerkrankungen

 

Nervenkrankheit Behandlung und Therapie

Wurde eine Nervenerkrankung zweifelsfrei festgestellt, wird der behandelnde Arzt eine entsprechende Therapie einleiten.

Die Art der Nervenkrankheit Behandlung richtet sich maßgeblich nach der individuellen Ursache, die den Ursachen zugrunde liegt.

Einige Nervenkrankheiten, die infolge leichter traumatischer Einwirkungen auftreten, müssen nicht zwangsläufig gleich ärztlich behandelt werden. Sie klingen bei entsprechender Schonung meist von selbst ab.

Schwerere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Multiple Sklerose (MS) können vom Arzt mit einer medikamentösen Therapie an einem schnellen Fortschreiten gehindert werden.

In Zusammenarbeit mit Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten wird meist als Ziel eine Verbesserung der Lebensqualität des Patienten angestrebt.

Eine vollständige Heilung kann meist nicht erreicht werden.Empfehlung mit Herz Nervenkrankheiten-ZNS-Nervensystem Nervenkrankheiten

Ein Karpaltunnelsyndrom wird entweder durch ein vorübergehendes Ruhigstellen der Hand oder auch durch einen operativen Eingriff behandelt. Auch eine medikamentöse Begleittherapie mit Schmerzmitteln ist empfehlenswert.

Bei einem Schlaganfall muss sofort reagiert und der im Gehirn entstandene Druck gemindert werden, da es sonst zu irreparablen Schäden kommt. Unbehandelt kann der Schlaganfall auch zum Tode führen. Wurde ein Schlaganfall rechtzeitig erkannt, ist anschließend meist eine umfangreiche Rehabilitation nötig.

Auch im Rahmen einer Diabeteserkrankung kann es zu Schädigungen der Nerven kommen.

Die diabetische Neuropathie erreicht eine Besserung oft dann, wenn die Diabetes behandelt und der Blutdruck des Patienten erfolgreich dauerhaft gesenkt wird.

Angststörungen, die nervliche Ausfallerscheinungen mit sich bringen, bedürfen meist einer auf die individuelle abgestimmte Psychotherapie. Die Psychotherapie wird ambulant oder auch stationär erfolgen. Medikamente unterstützt die Psychotherapie und den Patienten bei seinen Stabilisierung der Störung.

Vorbeugen einer Nervenkrankheit

Nervenerkrankungen kann in einigen Fällen auch aktiv vorgebeugt werden. Da vor allem die Lebensumstände des Einzelnen Einfluss auf die Entstehung verschiedener Erkrankungen nehmen, ist eine gesunde Lebensweise in jedem Fall zu empfehlen.

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Bewegung verhindert Übergewicht und damit eventuell verbundene Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck.

Der maßvolle Genuss von Alkohol und anderen Giften (wie Tabak, Zucker, Drogen, Medikamenten etc.) kann das Ausbilden von Empfindungsstörungen und anderen Symptomen verhindern.

Hinweis:

Kommt es öfter zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Schmerzen, muss ein Arzt aufgesucht werden!
Der Arzt findet gemeinsam mit den Patienten die Ursache für die Beschwerden.