Kosten und Kostenübernahme bei der Kurzzeitpflege

 

Wie hoch sind die Kosten bei der Kurzzeitpflege?

Diese Frage haben Sie sich als pflegender Angehöriger sicher auch schon einmal gestellt. Grundsätzlich setzen sich die Kosten bei der Kurzzeitpflege aus den üblichen drei Hauptposten einer Pflegeheimunterbringung zusammen:

1. Unterbringung und Verpflegung
2. Investitionskosten (Instandhaltung etc.) und
3. Pflegekosten

Die Pflegekassen bezuschussen im Rahmen einer Kurzzeitpflege die anfallenden Pflegekosten mit einem Pauschalbetrag von 1.612 Euro. Dieser wird unabhängig von der Pflegestufe bezahlt. Ab 01.01.2017 haben Menschen ab Pflegegrad 2 Anspruch auf Kurzzeitpflege in Höhe von 1.612 Euro pro Jahr plus 100 Prozent des nicht genutzten Budgets der Verhinderungspflege, d. h. insgesamt bis zu 3.224 Euro pro Jahr.

 

PflegestufeZuschüsse für Kurzzeitpflege pro Jahr
Pflegestufe 01612,-€
Pflegestufe 11612,-€
Pflegestufe 21612,-€
Pflegestufe 31612,-€
Härtefälle1612,-€

PflegegradZuschüsse für Kurzzeitpflege pro Jahr
Pflegegrad 21612,-€
Pflegegrad 31612,-€
Pflegegrad 41612,-€
Pflegegrad 51612,-€

 

Wenig bekannt ist bislang, dass die Kosten bei der Kurzzeitpflege durch zusätzliche Betreuungsleistungen aufgestockt werden können. Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen erhalten Pflegebedürftige einen monatlichen Betrag in Höhe von 104 Euro/208 Euro (bis 31.12.2016) bzw. 125 Euro (ab 01.01.2017). Diese Beträge können im Rahmen einer Kurzzeitpflege für die Unterbringungskosten verwendet werden.

Alle weiteren Kosten für eine Kurzzeitpflege müssen Pflegebedürftige aus eigener Tasche bezahlen. Hat der Pflegebedürftige selbst nicht die finanziellen Mittel für diese Zusatzkosten, so springt entweder das Sozialamt ein oder es entstehen aus der Kurzzeitpflege Kosten für Angehörige.

 

Im Überblick: Kurzzeitpflege – Kostenübernahme, Zuzahlungen, Pflegegeld

• Zuzahlung: Bei einer Kurzzeitpflege mit Pflegestufe bzw. ab Pflegegrad 2 (ab 2017) gewähren die Pflegekassen eine pauschale Zuzahlung von 1.612 Euro pro Jahr.
• Eigenanteil: Die Pflegekassen subventionieren nur den Pflegeanteil. Die restlichen Kosten müssen Pflegebedürftige selbst bezahlen.
• Pflegegeld: Das Pflegegeld bei Kurzzeitpflege wird den Pflegebedürftigen bis zu vier Wochen lang in halber Höhe weiter ausgezahlt.
• Kurzzeitpflege steuerlich absetzen: Unter Umständen können die Zusatzkosten einer Kurzzeitpflege als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem Finanzamt.

 

Kurzzeitpflege mit Pflegestufe / Pflegegrad – In diesen Situationen haben Pflegebedürftige Anspruch auf Kurzzeitpflege

 

 

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