Kosten für eine Nachtpflege im Überblick

 

Die Kosten für eine Nachtpflege entstehen aus div. Positionen und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

• Ist der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht (teilstationär), dann tragen der Pflegebedürftige oder seine nächsten Angehörigen die Kosten für Unterbringung und Verpflegung.
• Wird ein Fahrdienst angeboten, dann berechnet die Nachtpflege-Einrichtung entweder eine Pauschale oder die tatsächlich anfallenden Entfernungskilometer.
• Für die Anschaffung und Instandhaltung der für die Nachtpflege-Einrichtung notwendigen Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenstände werden üblicherweise anteilige Investitionskosten erhoben.
• Abhängig vom Pflegebedarf des Pflegebedürftigen sind die Kosten für die grundpflegerische Versorgung (z. B. Unterstützung beim Toilettengang) oder Leistungen der Krankenpflege (z. B. Medikamentengabe). Wer Leistungen aus einer der drei Pflegestufen bzw. einer der 5 Pflegegrade erhält, für den können diese Kosten über die Pflegekasse bzw. Krankenkasse abgerechnet werden.

 

Leistungen der Pflegeversicherung für Nachtpflege auch ohne eine Pflegestufe

Finanzielle Unterstützung der Pflegeversicherung gibt es nicht nur für Pflegebedürftige mit Pflegestufe 1 bis 3, wenn ihre Alltagskompetenz (z. B. bei Demenz) eingeschränkt ist, sondern auch für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz ohne eine Pflegeeinstufung (die sog. „Pflegestufe 0“).

Um Geld für zusätzliche Betreuungsleistungen zu erhalten, müssen Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen einen Antrag auf zusätzliche Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz stellen (nach § 45a SGB XI in Verbindung mit § 123 SGB XI). Ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) prüft während seines Besuchs anhand von zwölf Kriterien, ob der Pflegebedürftige einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung hat.

Menschen mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz erhalten ohne Pflegestufe 231 Euro monatlich für Tages- und Nachtpflege. Wenn Pflegebedürftige bereits eingestuft sind, erhöht sich der Betrag für Pflegestufe 1 um 221 Euro für Tages- und Nachtpflege und steigt bei Pflegestufe 2 um 154 Euro für Tages- und Nachtpflege.

Seit 2015 werden Pflegesachleistungen im Rahmen der Häuslichen Pflege und Leistungen für Nachtpflege nicht mehr miteinander verrechnet, sondern können voll ausgeschöpft werden.

 

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