Kosten für eine stationäre Unterbringung –

Pflegeheim, Seniorenheim, Altersheim

 

Wenn Sie mehrere potenzielle Pflegeheime finden, vergleichen Sie die Preise. Die Kosten für eine stationäre Unterbringung können nämlich sehr unterschiedlich und mitunter auch ziemlich hoch ausfallen. Bei den Pflegekassen erhalten Sie Preisvergleichslisten. Fordern Sie konkrete Angebote von den Seniorenheimen an und prüfen Sie diese genau. Die Kosten für einen Heimplatz betragen rund 2.000 bis 3.500 Euro pro Monat, bei einigen Trägern auch mehr. Die Zuschüsse der Pflegekassen decken diese Kosten nur zum Teil ab. Selbst der Höchstsatz für Schwerstpflegebedürftige liegt bei knapp unter 2.000 Euro. Den Restbetrag der Kosten für eine stationäre Unterbringung muss der Bewohner selbst bezahlen.

 

Finanzierung des Heimplatzes

Die Höhe der Kosten für einen Heimplatz variieren stark und sind abhängig von Faktoren wie der Region, der Einrichtung, dem Anspruch des Pflegebedürftigen, Spezialleistungen usw.

Durch die Heimkosten werden in der Regel Kost, Logis und Pflege abgedeckt. Dennoch benötigen die Bewohner für persönliche Bedürfnisse im Altersheim „Taschengeld“. Wie hoch ist das Taschengeld im Pflegeheim anzusetzen? Ausführliche Informationen zu Kosten und Kostenübernahme können Sie in diesem Artikel zu den Pflegeheim-Kosten nachlesen.

Bei anerkannter Pflegestufe bzw. anerkanntem Pflegegrad (ab 2017) wird Ihr Pflegebedürftiger durch Zuschüsse der Pflegekasse unterstützt. Die Leistungen der Pflegekassen für die vollstationäre Pflege gestalten sich wie folgt:

 

PflegestufeLeistungen der Pflegekasse pro Monat bis 31.12.2016
Pflegestufe 11.064,-€
Pflegestufe 21.330,-€
Pflegestufe 31.612,-€
Härtefälle1.995,-€

PflegegradLeistungen der Pflegekasse pro Monat seit 01.01.2017
Pflegegrad 1125,-€ *
Pflegegrad 2770,-€
Pflegegrad 31.262,-€
Pflegegrad 41.775,-€
Pflegegrad 52.005,-€

[* als Geldbetrag, der für die Erstattung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen genutzt werden kann]

 

wichtige Hinweise

Pflegeheime und ihre Träger

1. Stationäre Pflegeeinrichtungen werden in Deutschland von freien, öffentlichen und privaten Trägern betrieben und z. T. staatlich subventioniert.
2. Zu den freien bzw. freigemeinnützigen Trägern zählen Wohlfahrtsorganisationen, Kirchen und gemeinnützige Vereine. Sie dürfen nicht gewinnorientiert arbeiten.
3. Die öffentlichen Träger sind bspw. die Kommunen, Städte, Bundesländer oder der Bund. Diese Träger liegen in der Regel in der Verantwortlichkeit einer Behörde.
4. Private Träger arbeiten gewinnorientiert und unterliegen dem Wettbewerb.
5. Es gibt privat betriebene Altenheime sowohl als Einzeleinrichtungen als auch als Ketten bzw. sog. Träger.
6. Über die Qualität eines Seniorenheims sagt die jeweilige Trägerschaft in der Regel wenig aus.

Der Heimvertrag

Beim Eintritt in ein Pflegeheim muss der künftige Bewohner einen Heimvertrag unterzeichnen. Das Vertragswerk schreibt die Rechte und Pflichten von Heimbetreiber und Heimbewohner fest. Der Heimvertrag sollte zum einen die Grundlagen und Philosophie der Heimführung und Pflegearbeit umreißen. Zum anderen muss er vollständig und nachvollziehbar alle Kostenpunkte auflisten. Die drei großen Bereiche sind dabei:

• Pflegekosten
• Kosten für Unterkunft und Verpflegung
• Investitionskosten (Gebäudeinstandhaltung, Pachtgebühren etc.)
• Nicht immer entsprechen die Heimverträge in allen Punkten den Landesheimgesetzen, den Pflegeversicherungsgesetzen und dem Verbraucherrecht. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Heimvertrag grundsätzlich vorab von einem Anwalt oder der Verbraucherzentrale überprüfen zu lassen.

 

 

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