Die Pflegestufen entscheiden die Höhe der Kosten

Wieviel ein Aufenthalt für Senioren in einem Heim oder einer Residenz kostet hängt von den Pflegestufen ab. Dies bedeutet, dass der Grad der Pflegebedürftigkeit in einer Stufe von 1 bis 5 eingeteilt ist und dieser entscheidet wieviel die Pflegekassen für einen Aufenthalt in einem Altersheim oder einer Seniorenresidenz für Sie selbst oder ein Familienmitglied zahlen müssen.

Mit unserer Suchfunktion können Sie gezielt nach Residenzen und Heimen für Ihre Angehörigen suchen und hierbei auch angeben welche Pflegestufe benötigt wird. Sie wissen nicht welche Pflegestufe Sie oder ein Angehöriger hat? Das können Sie ganz einfach durch Ihre Pflegekasse prüfen lassen.

Woraus besteht diese Seniorenpflege fragen Sie sich jetzt sicher. Der Begriff der „Pflege“ ist in diesem Zusammenhang auf die als Grundpflege bezeichneten Begriffe eingeschränkt. Allein die dafür täglich benötigte Zeit entscheidet letztlich über die Pflegestufe. Dies bedeutet Körperpflege wie Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren. Aber auch bei der Ernährung wird Pflegebedürftigen geholfen, dass bedeutet zum Beispiel das mundgerechte Zubereiten der Nahrung und die Aufnahme der Nahrung und Getränke. Zudem wird beim Aufstehen und Zu-Bett-Gehen und An- und Auskleiden geholfen. Für die Zuordnung der Pflegebedürftigkeit und Pflegestufe zu den drei amtlichen Pflegestufen ist der Bedarf im Bereich der Grundpflege maßgebend. In der Pflegestufe 1 müssen täglich auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen in der Pflegestufe 2 müssen täglich auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen und in der Pflegestufe 3 müssen täglich auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.

Die verbleibenden Zeiten neben der Grundpflege sind fast nie problematisch, da sie weitgehend als hauswirtschaftliche Leistungen anerkannt werden. Eine Ausnahme bilden hierbei jedoch die Leistungen der Pflegestufe 0. Sie setzen eine sogenannte „Erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz“ voraus, somit gilt diese Pflegestufe für richtige Pflegefälle und setzt eine hohe Pflegebedürftigkeit voraus. Wenn Sie nun wissen möchten wo in Ihrer Nähe das nächste Senioren- Heim oder Residenz ist um Ihre pflegebedürftigen Lieben unterzubringen, müssen Sie nur unsere Suche benutzen! Mit „Empfehlung mit Herz“ kommen Sie leicht ans Ziel.

 

Pflegestufen und oder Pflegegrad im Überblick

Der Überblick für:

Pflegestufen / Pflegegrad für

  • Tagespflege
  • Nachtpflege
  • Leistungen stationäre Pflege

Unterscheidung:

  • Pflegegeld und Pflegesachleistungen

 

Pflegestufen / Pflegegrad

Bei anerkannter Pflegestufe bzw. anerkannten Pflegegrad (ab 2017) kann ihr Pflegebedürftiger mit Zuschüssen der Pflegekasse rechnen. Die Leistungen der Pflegekassen für die vollstationäre Pflege gestalten sich wie folgt:

 

PflegestufeLeistungen der Pflegekasse pro Monat bis 31.12.2016
Pflegestufe 11.064,-€
Pflegestufe 21330,-€
Pflegestufe 31612,-€
Härtefälle1995,-€

PflegegradLeistungen der Pflegekasse pro Monat seit dem 01.01.2017
1
125,-€*
2770,-€
31262,-€
41612,-€
52005,-€

[* Betrag in Euro, der für die Erstattung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen genutzt werden kann]

 

Tagespflege oder Nachtpflege

Die Tagespflege und Nachtpflege (teilstationäre Versorgung) nach Sozialgesetzbuch (SGB), Elftes Buch XI, § 36, § 38, § 41 § 45 umfasst die zeitweise Betreuung eines Pflegebedürftigen im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung.

Die Pflegekasse übernimmt:

  • Pflegekosten
  • Aufwendungen der sozialen Betreuung
  • Kosten der medizinischen Behandlungspflege
  • morgendliche und abendliche Hol- und Lieferdienste

 

2017, 2018 mit und ohne Demenz nach § 36, §38, §41, §45 SGB XI Erhöhungen.

Bezug der vorheriger Pflegestufe bis 31.12.2016 mit dem Pflegegrad seit dem 01.01.2017

PflegestufePflegegrad201620172018
02231,-€689,-€689,-€
13689,-€1298,-€1298,-€
241298,-€1612,-€1612,-€
351612,-€1995,-€19955,-€

Hinweis: Die Kosten für Verpflegung müssen dagegen privat getragen werden!

 

Leistungen stationärer Pflege

Leistungen Stationäre Pflegenach § 43 SGB 11 (XI) Erhöhungen   
PflegestufePflegegrad201620172018
121064,-€770,-€770,-€
231330,-€1262,-€1262,-€
341612,-€1775,-€1775,-€
Härtefälle51995,-€2005,-€2005,-€
0 mit Demenz2 mit Demenz0,-€770,-€770,-€
1 mit Demenz3 mit Demenz1064,-€1262,-€1262,-€
2 mit Demenz4 mit Demenz1330,-€1775,-€1775,-€
3 mit Demenz5 mit Demenz1995,-€2005,-€2005,-€
Härtefälle mit Demenz5 mit Demenz1995,-€2005,-€2005,-€

 

Pflegegeld und Pflegesachleistungen

Die Unterschiede:

Pflegegeld

Pflegegeld ist für Versicherte gedacht, die zuhause von Angehörigen, Freunden oder Bekannten ehrenamtlich gepfleget werden. Beratungsbesuche der Pflegefachkräfte sollen dieses Angebot unterstützen, um sicher zu stellen, dass der Versicherte angemessen versorgt wird.

 

Pflegesachleistungen

Pflegesachleistungen sind für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten gedacht.

Die ambulanten Pflegediensten rechnen Ihre Leistungen direkt mit der Krankenkasse bzw. dem Kostenträger ab. Zusätzlich gibt es bei den Pflegesachleistungen eigene Sätze für die Voll- und Teilstationäre Pflege / Versorgung.   Beide Leistungen können miteinander kombiniert werden.

Pflegegeld 2017 und 2018 – Sätze laut Pflege-Stärkungsgesetz II in der Pflegeversicherung

Pflegegeld 2017 / 2018 Pflege-Stärkungsgesetz II

Relevante Informationen zum Pflegegeld 2017 und 2018 für die ambulante Pflege.

Mit der Einführung des PNG (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz) in der ambulanten Pflege zum 1. Januar 2013 sind Änderungen in der Höhe des Pflegegeldes in Kraft getreten.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II): am 13. November 2015 wurde es verabschiedet für weitere Anhebungen des Pflegegeldes und den Pflegesachleistungen .

Das PSG II trat zum 1.1.16 in Kraft.

Empfehlung mit Herz bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über die veränderten Sätze des Pflegegeldes und die Pflegegrade. Alle Veränderungen / Erhöhungen haben wir übersichtlich für Sie aufgeführt.

Leistungen für die ambulante Pflege (Pflegesachleistungen) / Pflege zuhause durch Angehörige (Pflegegeld)

Die Pflegestufen wurden in 2017 dann durch die Pflegegrade ersetzt. Pflegegrad 1 kommt neu hinzu. Verschiedene Leistungen wie Tages- und Nacht-, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sind nun besser kombinierbar.

 

Pflegesachleistungen

Pflegesachleistungen (z.B. für Pflegedienst)nach § 36 SGB 11 (XI) Erhöhungen   
PflegestufePflegegrad201620172018
neu10,-€125,-€125,-€
12468,-€689,-€689,-€
231144,-€1268,-€1268,-€
341612,-€1612,-€1612,-€
Härtefälle51995,-€1995,-€1995,-€
0 mit Demenz2 mit Demenz231,-€689,-€689,-€
1 mit Demenz3 mit Demenz689,-€1298,-€1298,-€
2 mit Demenz4 mit Demenz1298,-€1612,-€1612,-€
3 mit Demenz5 mit Demenz1612,-€1995,-€1995,-€
Härtefälle5 mit Demenz1995,-€1995,-€1995,-€

§ 34 SGB Erhöhungen

Pflegegeld für eine selbst beschaffte Pflegehilfe

Pflegegeld(für z.B. Angehörige)2017-2018, § 37 SGB XI  
PflegestufePflegegrad201620172018
neu1-Anspruch Beratungsbesuche halbjährigAnspruch Beratungsbesuche halbjährig
12244,-€316,-€316,-€
23458,-€545,-€545,-€
34728,-€728,-€728,-€
Härtefälle5-901,-€901,-€
0 mit Demenz2 mit Demenz123,-€316,-€316,-€
1 mit Demenz3 mit Demenz316,-€545,-€545,-€
2 mit Demenz4 mit Demenz545,-€728,-€728,-€
3 mit Demenz5 mit Demenz728,-€901,-€901,-€
Härtefälle5 mit Demenz728,-€901,-€901,-€

§ 37 SBG Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen

 

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