Zimmerrollstuhl

Zimmerrollstuhl

Was ist ein Zimmerrollstuhl und welche Vorteile bietet solch ein Hilfsmittel?

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Zimmerrollstuhl

Bestimmte Rollstühle (Zimmerrollstühle) werden nur im Innenraum genutzt. Sie haben eine schmale Form und sind sehr wendig. Zimmerrollstühle können sehr gut in beengten Räumlichkeiten eingesetzt werden. Mit Hilfe der Füße (trippeln) und/oder den Händen werden die Zimmerrollstühle angetrieben und/oder der Patient kann von einer begleiteten Person geschoben werden. Meist sind die Sitze gepolstert und mit Armlehnen ausgestattet. Zudem besitzen die Zimmerrollstühle, genau wie fast alle anderen Arten der Rollstühle auch, eine Feststellbremse. Sofern der Bedarf besteht, können auch Fußstützen angebracht werden. Vor allem die angepassten Varianten des Stuhls sind von Vorteil. So kann dieser auf die Sitzmaße, wie beispielsweise die Sitzbreite, Sitztiefe und Sitzhöhe, des Nutzers angepasst werden.

Für wen ist das Hilfsmittel geeignet?

Der hier beschriebene Rollstuhltyp ist besonders dann geeignet, wenn bei den Nutzern eine eingeschränkte Gehfähigkeit besteht und sie sich nicht mehr selbstständig in der Wohnung fortbewegen können. Ein Zimmerrollstuhl kann gleichermaßen auch als Sitzmöglichkeit (als Sitzmöbelstück) verwendet werden. Abhängig von den behinderungsbedingten Anforderungen kann die Sitzdauer mehr oder weniger lang sein.

Welche verschiedenen Ausführungen gibt es?

• Verschiedene Modelle: Die Rollstühle werden als Schieberollstuhl, Selbstfahrer-Rollstuhl, oder Trippelrollstuhl angeboten.
• Sitzmaße: Ein Zimmerrollstuhl kann immer auf die persönlichen Maße angepasst werden.
• Sitz: Meist gepolstert, zum Teil kann auch ein Antidekubituskissen verwendet werden.
• Rückenlehne: gepolstert
• Fußstützen: wegklappbar oder abnehmbar, mit geteilten Fußstützen oder Fußbügel erhältlich
• Räder: Es gibt, je nach Modell-Art unterschiedlich große Räder, meist mit 20 Zoll Greifreifen, aber auch mit 12 Zoll oder noch kleineren Rädern.
• Bremsen: Feststellbremse
• Sonderausstattung: Auch mit Toilettensitzeinheit und als Elektro-Zimmerrollstuhl erhältlich.

Was ist bei der Auswahl und der Anwendung zu beachten?

Wichtig ist, dass der Rollstuhl an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers angepasst wird. Deshalb sollte das Sanitätshaus die Sitzhöhe, Sitzbreite und Sitztiefe ausmessen, sowie die Auswahl der Zubehörteile absprechen.

Ist das Hilfsmittel eine Leistung der Kranken-/Pflegekasse?

Sollten Sie gesetzlich versichert sein, gilt: Der Zimmerrollstuhl wird zum Teil von den Krankenkassen als Adaptivrollstuhl anerkannt (Produktgruppe Kranken-/Behindertenfahrzeuge), welche im Verzeichnis für Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) gelistet sind. Wird schon ein Zimmerrollstuhl von der Krankenkasse bezahlt, nachdem ein Rezept vom Arzt vorgelegt wurde, wird die Doppelversorgung mit einem manuellen, zweiten Rollstuhl (für den Außenbereich) oft nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Sollten Sie privat versichert sein, gilt: Sobald eine ärztliche Verordnung (Privatrezept) vorliegt, können von der Privaten Krankenkasse (PKV) die Kosten für das Hilfsmittel erstattet werden. Das passiert allerdings nur, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Fragen Sie gegebenenfalls bitte vorher bei Ihrer Privaten Krankenkasse nach, ob diese Leistungen bzw. diese Kosten erbracht bzw. erstattet werden. Die Erstattung der Kosten für die Pflegehilfsmittel erfolgt genauso wie bei der gesetzlichen Pflegekasse.